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  • image1 Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.................... Charles Darwin
  • image2 Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen...... Erich Gräßer
  • image3 Alle lebenden Kreaturen haben die gleiche Seele, auch wenn ihre Körper verschieden sind....... Hippokrates

Ja, sie können! (.... wenn es auch eher selten vorkommt)

Ich habe Ende Juni eine bildschöne Coronet-Dame aufgenommen, jung und munter, aber durch eine extreme Trockenfutter-Fütterung viel zu dick (1300 gr!). Trotz vorsichtiger Umstellung auf gesundes Futter und aller Mühen kam dann doch die Verdauung durcheinander. Sunshine bekam also 3 x täglich ein Präparat zurVerdauungsregulierung, aber sie fraß trotzdem ganz schlecht und nahm rapide ab, was ja nun auch nicht gut ist. Ich fütterte also etwas zu, bemühte mich weiter, die Verdauung zu stabiliseren und da muss sie sich eventuell mit meinem Schnupfen angesteckt haben, denn dann stellte sie das Fressen ganz ein. Sie schnupperte immer verzweifelt an allem, schien aber wohl nichts oder schlecht zu riechen und da Meeris ja sehr über die Nase gehen, war das für sie wohl ein echtes Problem. Sie hatte auch immer so kleine getrocknete Reste um die Nase. Ich dachte erst, es käme vom Päppelbrei, aber bald hatte ich den Verdacht, sie könnte einfach erkältet sein. Die Darmflora spielt ja auch bei der Immunabwehr eine große Rolle, da diese aber massiv gestört war, hatte die arme Sunshine nun ein weiteres Problem. Mein Tierarzt bestätigte meinen Verdacht, da Sunshine aber zum Glück weder etwas auf den Bronchien, noch in der Lunge hatte, haben wir es ohne Antiobiotikum (was ja wieder eine Belastung für die Darmflora ist) versucht und nur mit homöopathischen Nasentropfen. Sehr ulkig, einem Meeri zwei Tröpfchen 3 x täglich ins Näschen zu verabreichen, Sunshine nieste dabei immer heftig, aber es hat geholfen. Nach fast 2 Wochen Päppeln fing sie wieder zögerlich an zu fressen und seit zwei Tagen hält sie wieder ihr Gewicht ohne zuzufüttern. Immmerhin ist Madame nun rank und schlank, aber diese Radikalkur hätte ich ihr gerne erspart. Ich bin einfach nur sehr erleichtert, dass sie nun wieder munter durchs Gehege trabt und mit Appetit ihr Heu aus der Raufe mümmelt...

Fazit: Gesundes, getreidefreies Futter ist das A und O für die Tiere, damit sie gesund bleiben. Bei Nahrungsverweigerung geht es nie ohne Päppeln, sonst ist das Meeri ganz schnell tot und die  Gewichstkontrolle ist ein Haupt-Indikator dafür, ob es einem Meeri gut geht und wie viel es frisst und wirklich eine große Hilfe dafür, zu erkennen, ob man eingreifen muss oder nicht...