Naja so kann man das ganze nennen, aber in Wirklichkeit ist so ein Umzug an sich ja schon ein logistisches Wunderwerk und dann erst mit einer großen Anzahl an Meerschweinchen...
Gerne möchte ich euch davon berichten.
Meine Freunde und Verwandte schütteln immer noch den Kopf bei dem Gedanken an meinen Umzug, naja um ganz ehrlich zu sein, meinen Schweineumzug, mein eigener war ganz einfach erledigt, alles einmal einpacken, Möbelwagen, alles rein und los ging es. Anders bei meinen heiß geliebten Fellknäulen.
Als erstes durften sich alle einer Köttelprobe unterziehen, was den Meeries nicht wirklich auffiel, denn es war mein Job, drei Tage lang aus jeder Gruppe Böhnchen zu sammeln um diese dann beim Tierarzt nach Kokzidien untersuchen zu lassen.
(Die Kokzidien befallen vorwiegend den Magen-Darm-Trakt und bewirken je nach Befall-Stärke Durchfall. Die Erkrankungen durch Kokzidien nennt man Kokzidiosen. Sie kommen bei Haustieren wie Hund, Katze und Kaninchen, aber auch bei Wiederkäuern, Geflügel und Fischen vor. Als Therapie werden sog. Kokzidiostatika verabreicht. Die Krankheit kann nach erfolgreicher Behandlung rasch abheilen. In besonderen Fällen, z. B. bei Jungtieren, Kranken oder älteren Tieren, kann sie auch tödlich enden. Auszug Wikipedia )
Nachdem keinerlei Schädlinge im Kot festzustellen waren, konnten meine Kleinen ohne Bedenken in ihr neues Domizil umziehen.
Hier nochmal ein Bild, bevor alles los ging:

Der Umzug meiner eigenen Gruppe gestaltete sich relativ einfach, bisher lebte diese Gruppe aus 14 Tieren in einem Eigenbaukonstrukt, nun sollte es in ein nagelneues Bodengehege gehen, also musste ich „NUR“ alle Häuschen säubern und neu angeordnet im neuen Wirkungsbereich aufstellen und alle 14 Schweinchen je nach Charakter und Sympathien in Transportboxen und kleine Transportkäfige packen. Die Fahrt von nur fünf Minuten war nicht lang und schon wuselten alle in ihrem neuen Zuhause herum.

Schwieriger gestaltete sich das ganze Unterfangen mit den Vermittlungstierchen.
Da derzeit leider jede unserer Pflegestellen überbesetzt ist, musste ich meine Pflegegruppen eben in provisorische Gehege-Gebilde setzen, um deren Eigenbauten, welche wieder im neuen Reich aufgestellt werden sollten, zu reinigen, abzubauen und nach dem Transport wieder aufzubauen und einzurichten.
Also packte ich, wenn denn schon mal alle Bauten leer waren, den ganz großen Reinigungswahnsinn aus. Erst mal wurden alle Eigenbauten ausgeräumt, alle Häuschen geschrubbt und desinfiziert, das Gehege von Einstreu befreit und dann ebenso erst mit heißem Essigwasser, dann mit einem speziellen Desinfektionsmittel extra tierfreundlich und ohne Ausdünstungen geputzt.
Bei der Größe meiner Eigenbauten konnte ein Transport natürlich nur im zerlegten Zustand stattfinden, also ging es nun weiter …. Alle Schrauben raus drehen und alles zerlegen.
Dann ab in das Transportfahrzeug… stöhn….
Und natürlich auch wieder neu aufbauen, natürlich nicht ohne auch noch hier und da Verbesserungsarbeiten durchzuführen: Neue Folien anbringen, alles frisch lasieren (mit Kinderspielzeuglack ) etc.pp.
Und dann durften die Vermittlungsgruppen auch umziehen und es sich in ihren neu eingerichteten Bereichen bequem machen.
Und so sieht es nun aus in meinem neuen Meeriezimmer:

Ich glaube, hier können sich sowohl meine eigene Gruppe als auch unsere Vermittlungstierchen wohlfühlen, trotz der schönen Behausungen freut sich natürlich jedes Schweinchen darauf endlich ein eigenes Zuhause in einer eigenen Gruppe zu bekommen.
Vielleicht ja bei Dir….!?!
