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  • image1 Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.................... Charles Darwin
  • image2 Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen...... Erich Gräßer
  • image3 Alle lebenden Kreaturen haben die gleiche Seele, auch wenn ihre Körper verschieden sind....... Hippokrates

Ein häufiges Thema bei unseren Vermittlungen ist die Einrichtung des Käfigs oder Geheges. Leider gibt es im Handel nach wie vor wenig artgerechte Möblierung für Meeris zu kaufen. Bessere Teile findet man eher im Versandhandel, die sind dann dafür aber oft teurer oder man mag die alten Teile auch nicht einfach wegwerfen, wenn sie noch gut erhalten sind.

1.) Wie sollte die Einrichtung denn idealerweise aussehen?

Artgerechte Unterschlüpfe für Meerschweinchen haben grundsätzlich mindestens zwei (oder mehr) Eingänge, damit das rangniedrigere Tier verschwinden kann, wenn das ranghöhere hinein möchte. So vermeidet man Dauer-Stress in der Gruppe und selbst in lang erprobten und äußerst harmonischen Wohngemeinschaften werden die Meeris immer diese Art von Unterkunft bevorzugen. Das oft gehörte Argument, "...aber meine Meeris nützen auch die Häuschen mit einem Eingang" gilt nicht, denn wenn sie keine Wahl haben, gehen sie natürlich auch in die Standard-Häuschen, wenn es aber Alternativen gibt, werden diese nicht benutzt! Unsere Fellnasen lieben auch den Rundumblick, der bei Unterständen in Tischform oder Weidenbrücken gewährleistet ist, aber auch Tunnel, z.B. aus Kork sind beliebt, ein bisschen abwechslungsreich sollte es im Gehege  halt sein.

Die meisten Häuschen im Handel haben eine Tür und ein Fenster, "damit es nach Haus aussieht", das ist zwar das, was ein MENSCH mit Haus assoziiert, aber nicht das, was Meeris wollen oder brauchen. Fenster können gefährlich werden, in der Anfangsphase bei neuen Rudelmitgliedern, aber auch bei harmonischen Gruppen, wenn sich ein Tier mal erschreckt und panisch durch das nächstbeste Loch davonstürzt, dann kann es steckenbleiben oder sich verletzen. Besser also die Fenster aussägen oder mit einem Holzstäbchen verschließen.

2) Was mache ich mit vorhandenen Häuschen?

Bei größeren stabilen Häusern nehme ich teilweise einfach einen Hammer und klopfe eine Seite des Häuschens heraus und ziehe dann mit einer Zange die Tackernadeln heraus. Etwas abschmirgeln fertig. (Die meisten Hauswände sind getackert und nicht verleimt). Oft geht das aber nicht, dann braucht man halt doch eine Säge. Aber im Prinzip geht das Aussägen ratz-fatz.

Hier mal ein paar Beispiele:

dreieckhaus rindedsc02216

Ein typisches kleines Dreieckhäuschen bekam rechts und links vom vorhandenen Eingang die Seitenwände entfernt, Ergebnis: ein toller Rundumblick!

dreieckhaus helldsc05855

Bei einem etwas größeren Dreieckhaus haben wir die Seiten etwas niedriger abgesägt, auch sehr beliebt so

baumstammdsc02079

Selbst Baumstämme haben oft Fenster an der Seite ( so ein Blödsinn!), hier haben wir eben Seitenausgänge draus gemacht...

wellenhaus kleindsc02217

Hier ein Modell mit Original-Tür (links) und Fenster daneben, das zur zweiten Tür ausgesägt wurde. Die seitliche Wand habe ich mit der "Hammer-Methode" auch noch rausgeklopft, so kann man das Häuschen auch gut für Ecken oder auf zweiten Ebenen verwenden
baumhausdsc02081

Das gleiche Modell in größer, hier haben wir an der Seite nur zwei Bretter rausgenommen, sodass die Meeris hier sich mal etwas bücken müssen, aber so "Schleichwege" bei größeren Häuschen finden sie auch mal spannend...

rindenhaus grodsc02211

Oft macht es auch Sinn, einfach Kaninchenhäuser zu kaufen, die sind dann wenigstens schön groß. Dieses hier ist 45*30 cm groß. Zunächst haben wir das Fenster wieder zum Zweiteingang gemacht...

rindenhaus gro offendsc02212

.....und dann noch die seitliche Wand herausgeklopt, aus der mir mein Mann dann mit Hilfe von vier dicken Aststücken noch einen hübschen Unterstand gebastelt hat

Also Leute, lasst Euch was einfallen und macht es Euren Lieblingen gemütlich!

 


 

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