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  • image1 Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.................... Charles Darwin
  • image2 Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen...... Erich Gräßer
  • image3 Alle lebenden Kreaturen haben die gleiche Seele, auch wenn ihre Körper verschieden sind....... Hippokrates

Tja, was ist denn nun der richtige Untergrund für unsere Lieblinge? Das kann man so einfach leider nicht beantworten, aber als Pflegestelle wird man dazu immer mal wieder gefragt und mit über 11qm Fläche, auf der die Meerschweinchen bei mir leben, habe ich doch schon einiges ausprobiert- aber wie alles im Leben, es gibt Vor-und Nachteile...

Jegliche Einstreu, die die Pfoten schont, ist erst mal okay, dh. Pellets fallen weg, da sie für die kleinen Meeri-Pfoten einfach zu scharfkantig sind.

Holzeinstreu (natürlich ohne Geruch, es gibt leider immer noch den Unsinn mit Citronen-Duft etc) kommt für mich nur in der staubarmen Variante in Frage (z.B. Allspan aus dem Pferdebedarf), hat den Nachteil, dass man immer so mit den gepressten Ballen kämpft, bis das Zeug verteilt ist, aber es hält trocken und ist nicht rutschig. Ich mache gerne Zeitung drunter, dann bekommt der Untergrund keine Flecken und auch gerne etwas Stroh obendrauf, dann fliegt nicht so viel herum, aber beides ist nicht zwingend nötig, da muss jeder sein System ausprobieren. Nun ja, beim Fressen wird so manches paniert, da die Herrschaften ja das Rüsselchen nicht über dem Schüsselchen lassen....aber es ist ja Holz und nicht giftig. Derzeit probiere ich Stroh-Mehl aus Roggenstroh aus, ist eher noch staubärmer, besteht aus kleinen weichen länglichen flachen Stücken, fühlt sich ganz gut an, ist aber leider rutschiger als das Holzeinstreu, dh. bei einer unruhigen Gruppe bilden sich leider Berge. Deshalb mische ich es im Moment mit Allspan, das geht eigentlich ganz gut. Dann gibt es noch Hanfeinstreu, das auch leicht zu verteilen und schön staubarm ist und man kann es sogar 1 bis 2 Mal überstreuen ohne zu wechseln. Dafür braucht man aber eine dickere Schicht als bei Holzeinstreu, dh. trotz seltenerem Putzen spart man keinen Abfall.  Es ist zwar auf den ersten Blick auch weich, aber ich fand die schmalen Stifte doch etwas pieksig und bei meinen Kastraten fand ich beim TÜV dann doch immer Stifte in der Perinealtasche steckend...

Am wenigsten staubt es natürlich auf Decken, auch das Futter bleibt da eher sauber, dafür muss man aber deutlich öfter wechseln. Man sollte nur Kunstfaser-Decken nehmen, also zum Beispiel glatte Fleece-Decken (die neuen weichen wuscheligen sind da eher nicht so geeignet, da alles in dem Plüsch hängen bleibt) Ich benutze einen Handfeger mit Gummi-Borsten, um Haare und Hinterlassenschaften oder auch verwehte Einstreu-Teile abzubürsten, bevor die Decken in die Waschmaschine wandern, sonst ist dort ständig das Sieb verstopft. Bei meinem großen Bodengehege habe ich halb Einstreu und halb Deckenhaltung, um eben Müll zu sparen, wenn man viel Fläche hat, geht das mit der Decke ganz gut, bei wenig Fläche und vielen Tieren ist sie doch sehr schnell nass. Ich habe als Trennlinie zwischen beiden Bereichen ein niedriges Brett, über das alle locker drüberhüpfen, sollte man alte Tiere haben, dann kann man auch eine kleine Lücke lassen, etwas Einstreu fliegt sowieso immer hinüber.

Eine Schicht Einstreu auf zweiten Ebenen geht genauso wie kleine Fleece-Decken, hier kann man durchaus auch alte Handtücher nehmen, jeder Belag schont halt den Holzuntergrund und die Bewohner rutschen auch nicht beim Laufen und nutzen die Ebenen lieber.

Fazit: Die ideale Einstreu gibt es nicht, man muss eben ausprobieren, was für seine Haltung am besten taugt. Preislich ist staubarmes Holzeinstreu am billigsten, dicht gefolgt von Strohmehl-Einstreu und Hanfeinstreu. Deckenhaltung kostet daür  Anschaffung und Wäsche. Ich kaufe immer große Ballen im Großhandel (Pferdebedarf), aber wie gesagt, ich habe auch über 11qm.....

Pflegestelle Mannheim-Wallstadt