Pflegestelle Frankenthal:
Letzten Dienstag, als ich im Urlaub war, ist Jill verstorben.
Anfang Mai hatte Jill plötzlich eine Hinterbeinlähmung und starken Durchfall. Ich hatte ihr kaum Chancen zugeschrieben als ich zur Tierärztin fuhr, aber glücklicherweise durften wir beide die Tierarztpraxis lebend verlassen. Jill bekam Medikamente und ihre Hinterbeine (die sie seitlich von sich streckte und nicht mehr unter dem Körper halten konnte) habe ich auf anraten der Tierärztin mit Mullbinden zusammen gebunden. Mein Mann hat ab und zu mit ihr Reha-Übungen gemacht und trotzdem war die Diagnose der Tierärztin "vorsichtig", also sobald es Jill schlechter ginge, sollten wir sie erlösen.
Zu unserer (und der Tierärztin) Überraschung erholte sie sich jedoch wieder von der Hinterbeinlähmung und sie sprang wie eh und je im Gehege umher. Der Durchfall hielt jedoch an, mal mehr mal weniger und sie bekam dagegen zweimal täglich ein Darmflora-aufbauendes Mittel. Damit kam sie auch recht gut zurecht und sie war auf dem Weg der Besserung und nahm zu. Montagabend sah sie dann nicht so fit aus und mein Mann wollte am nächsten Vormittag zur Tierärztin gehen. Doch da war es leider schon zu spät.
Jill haben wir damals zusammen mit Xaver aufgenommen, sie war eigentlich nicht "geplant", mein damaliger Kastrat war leider verstorben und unsere Zickenbande brauchte wieder einen neuen "Bändiger". Als wir zur Abholung nach Mannheim-Wallstadt fuhren, holte Sabine ihre geschicktesten Überredungskünste hervor und stellte die arme Jill als schwer vermittelbar hin, da sie ja so dominant sei und Xaver sie so gut behüten würde. Da der Platz in unserem Gehege ausreichte, haben wir uns "erbarmt" und Jill einfach mit dazu genommen.
Jill war eigentlich immer ein recht unauffälliges Schweinchen, nie richtig zahm aber auch nicht wirklich schreckhaft. Sie darf nun an der Seite von Ann und Lupin ruhen.
Machs gut kleine Maus, ich dachte, wir hätten das Gröbste hinter uns...

