Der Verein SOS Meerschweinchen e.V. vermittelt nicht bundesweit, sondern innerhalb eines gewissen Umkreises um unsere Pflegestellen und aktiven Mitgliedern. Damit stehen wir nicht alleine. Viele Tierschutzvereine, Tierheime und weitere Organisationen handhaben dies ähnlich.
Wieso vermitteln wir nicht in ganz Deutschland, wenn wir unseren Tieren damit doch mehr Chancen auf ein neues Zuhause geben könnten?
Dagegen sprechen einige Punkte, welche wir hier gerne kurz erläutern möchten:
- Besuche bei unseren Schützlingen
Wir möchten gerne nach einer gewissen Zeit bei unseren ehemaligen Schützlingen vorbeischauen und uns vergewissern, dass es ihnen auch weiterhin gut ergeht. Und gehen gerne mit den Haltern nochmals einige Punkte durch, in welchen sie sich unsicher sind und zu denen vielleicht Fragen aufgekommen sind. Da unser Verein nur regional ansäßig ist, haben wir nicht die Möglichkeit Besuche in Hamburg, Berlin, München usw. durchzuführen und wir müssen auch immer wieder hinterfragen, ob eines unserer Mitglieder in Ort X fahren möchte bzw. kann.
- Rückgaben unserer Tiere
Es passiert immer wieder, dass bereits vermittelte Tiere wieder an uns zurück gegeben werden müssen. Sei es durch entstehende Allergien, das Partnertier ist verstorben oder weiteren privaten Veränderungen. Nun stellt sich ganz klar die Frage: Würde der Halter aus Hamburg, Berlin, München usw. nun meherer Stunden Hin- und auch Rückfahrt im Kauf nehmen, nur um das Tier wieder an eine unserer Pflegestellen zurückzugeben? Natürlich wird es einige Halter geben, die dies sicherlich tun. Die Mehrzahl klagt aber jetzt schon, wenn sie z.B. in Karlsruhe wohnen und ein Tier z.B. in die Pflegestelle Biblis zurückbringen müssten. Wir werden daher das Risiko nicht eingehen, zum Wohle unserer Tiere!
- Probleme
Es geschieht leider immer wieder, dass bei Rücksprachen mit den neuen Halter Probleme entdeckt werden. Die Tiere verstehen sich nicht richtig, die Vermittlungsbedingungen werden nicht eingehalten usw. Gerade bei letzterem Punkt sind die Halter recht uneinsichtig und nicht diskussionsbereit. Wenn diese Halter dann außerhalb unseresVermittlungsgebietes leben, wird es schwer dort einmal vorbei zufahren, um dies zu klären oder die Tiere sogar wieder an uns zu nehmen.
Jetzt stellst sich vielleicht die Frage: Was passiert, wenn ein Halter nach einer gewissen Zeit außerhalb unseres Vermittlungsgebietes zieht? Dies passiert natürlich! Aber in einer sehr geringen Anzahl. Die meisten Halter ziehen immer wieder nur in einem gewissen Radius um, der auch weiterhin in unserem Vermittlungsgebiet liegt. Daher spricht auch dies nicht dafür unser Vermittlungsgebiet zu erweitern.
Aus gegebenen Anlaß noch eine Informationen: Diese Liste ist eine Zusammenfassung verschiedener Notstationen, Tierschutzvereine und Organisationen, welche Meerschweinchen aufnehmen und vermitteln. Diese bieten wir Haltern an, die bei uns Tiere anfragen, aber leider doch außerhalb unseres Vermittlungsgebietes leben. In dieser Liste können sie prüfen ob es weitere Notstationen in ihrer Umgebung gibt. Diese Notstationen sind keine Pflegestellen von uns. Wir haben zu diesen keinerelei Verbindung. Jede dieser Organisationen arbeiten selbstständig und unabhängig.
Auch wenn es für viele Halter immer wieder traurig ist, dass sie nicht mehr in unserem Vermittlungsgebiet (irgendwo ist immer eine Grenze, auch wenn sie vielleicht knapp ist) liegen und wir uns auch oft anhören müssen "Ihr wollt ja überhaupt nicht vermitteln", "wenn ihr weniger strenge Kriterien hättet, könntet ihr viel mehr vermitteln".... bitte denkt daran, uns geht es hier immer nur um unsere Tiere! Bei mehr als 280 vermittelten Tieren im Jahr 2010 würden wir auch nicht sagen, dass unsere Vermittlungsbedingungen als zu streng oder "überzogen" angesehen werden!
