Glücksschweinchen Silver Lining baut ein Osternest für unsere Aktion?

Nein, natürlich nicht, von diesem Nest wäre schließlich bald nichts mehr über! wink Stattdessen wollten wir daran erinnern, dass unsere Osteraktion 1 heute Abend um 20 Uhr auf unserer Facebook-Seite endet. Diese beiden Dekonester gibt es zu ersteigern, mehr Informationen dazu findet ihr HIER.

Übrigens: Die Schweinchenfiguren sind nicht in den Nestern befestigt, sie können auch herausgenommen und einzeln gestellt werden! laughing

Morgen stellen wir euch an dieser Stelle Osteraktion 2 vor, seid gespannt!!!


 

Hallo liebe Zweibeins,

heute möchte ich, Patenschweinchen Cortina, ein bisschen von mir erzählen! So ein großer Auftritt ist ja so gar nicht mein Ding, ich bin ja eher eine schüchterne Schweinchendame. *verschämt muig*

Wie ihr seht, verstecke ich mich gerne in Häuschen und Kuschelsachen, wenn mir meine Pflegemama mit dem Knipsdings zu nahe kommt. *kicher muig* Aber für euch traue ich mich auch mal entspannt vor die Kamera! *stolz muig*

Nun aber zu meiner Geschichte: Im August 2020 bin ich zu SOS-Meerschweinchen gekommen, weil die Haltung in meinem alten Zuhause beendet wurde und, nachdem klar war, dass ich so einige Wehwehchen mitgebracht habe, durfte ich als Patenschweinchen im September 2020 in eine Patentierpflegestelle einziehen. Hier lernte ich einen lieben Bub und ein anderes liebes Mädel kennen, wir drei haben uns gleich zu einer harmonischen Gruppe zusammengefunden. *freu muig* Hier seht ihr mich mit meiner Freundin Roberta:

Meine Wehwehchen, über die sollte ich vielleicht auch kurz erzählen. Bei mir wurde eine beginnende Herzinsuffizienz festgestellt, sowie Hüftgelenksarthrose links und Spondylose der unteren Lendenwirbelsäule. Außerdem sind meine Zähnchen etwas eigenwillig und neigen zur Brückenbildung. Ich bekomme natürlich einige Medikamente, die mir gut helfen und auch meine Zähne werden genau im Auge behalten. Damit komme ich sehr gut zurecht! *zufrieden muig* In meinem Alter, stolze sechs Jahre werde ich bald, kann man es ja auch ein bisschen ruhiger angehen lassen! *zwinker muig*

Im November 2020 hatte ich einige Probleme mit meiner Verdauung in Form von weichem Kot. *schäm muig* Aber meine Pflegemama hat das schnell in den Griff bekommen, nachdem sie festgestellt hat, dass ich wohl keine rote Bete vertrage. Im Januar 2021 habe ich mir eine fiese Hornhautverletzung an meinem linken Auge zugezogen und musste mit Augenmedikamenten behandelt werden. 10 Tage später war mein Auge aber wieder super verheilt und meine Pflegemama und ich waren sehr froh, dass die Prodezur vorbei war! *erleichtert muig* Natürlich bin ich eine liebe, geduldige Patientin, aber gerade zu Beginn fand ich diese Sache wirklich doof! *empört muig*

Mir geht es insgesamt wirklich gut, ich bin sehr glücklich in meinem Zuhause mit meiner Gruppe! Wie alle Schweinchen esse ich natürlich sehr gerne, als zartes Persönchen kann ich mir das auch leisten. *kicher muig*

Meine Kuschelsachen liebe ich auch sehr! Sie eignen sich auch prima, um in einem schützenden Versteck gemütlich eingekuschelt um Erbsenflocken zu betteln. Ganz ehrlich, wer kann denn so einer süßen Schnute widerstehen? Genau, keiner! *vorwitzig muig*

Ich grüße meine lieben Patinnen, ihr seid toll und ich hab euch ganz lieb!!! *bussi muig* Meinen Fans möchte ich noch verraten, dass in den gerade laufenden Osteraktionen auch etwas mir als Star zu finden sein wird, also haltet die Augen offen! *aufgeregt muig*

Einen schönen Frühlingstag wünscht euch

Cortina smile


 

Kaja kam im Mai 2019 zu uns in den Verein, da sie als letztes Tier der Gruppe übrig geblieben war und die Haltung beendet werden sollte. Bald darauf wurde Kaja auch schon angefragt und die schwarze Schönheit durft in ihr neues Zuhause ziehen. Wir haben sie einige Zeit später auch besucht und waren in Kontakt.
 
Bei einer Nachfrage im Juni 2020 durch den Verein stellte sich heraus, dass es Kaja gar nicht gut ging und die Situation für die Familie sehr belastend war. Daraufhin durfte Kaja nur wenige Tage später in ihre Patenpflegestelle ziehen, wo sie erst mal von Verfilzungen freigeschoren und gebadet wurde. Sie hatte am rechten Schenkel mehrere Verletzungen, diese verheilten durch intensive Pflege bald. Ebenso wurde ein Ballenabszess vorne rechts festgestellt, welcher täglich behandelt und verbunden werden musste. Auch hatte die Maus beidseitig große Ovarialzysten und als wäre das alles nicht genug, hatte sie zudem eine Wasserzyste mit mehreren Kammern an ihrer rechten Brustdrüse, welche aber nicht in die Tiefe wuchs und daher erst eimal kein Grund zur Sorge bereitete sondern beobachtet werden musste.
Kaja konnte nicht laufen, der frühere Tierarzt vermutete einen Beckenbruch, eine weiterer Tierarzt, bei dem eine Zweitmeinung eingeholt wurde, vermutete einen Oberschenkelbruch. Daraufhin wurde ein CT von ihr angefertigt, welches offenbarte, warum die Maus nicht laufen konnte: sie hatte sehr starke Arthrose in fast allen Gelenken.
Der Zustand und die Diagnosen waren sehr dramatisch, aber Kaja war zu diesem Zeitpunkt ein so lebensfrohes, aufgeschlossenes Mäuschen, sie nahm aktiv am Leben teil, war keineswegs das schwächste Glied der Gruppe, im Gegenteil, sie liess sich von ihren Gruppenmitgliedern nichts gefallen, und Fressen war ihre größte Leidenschaft. Und solange sie solchen Lebensmut und solche Lebensfreude besass, sind wir den Weg mit ihr geganen, haben mit ihr und für sie gekämpft.
 
Es gab zwischendurch immer mal ein paar Tage, an denen es Kaja nicht so gut ging, aber die meiste Zeit war sie eine muntere Schweinedame mit grosser Persönlichkeit. Sie war zwar durch die sehr starke Arthrose eingeschränkt, aber nicht vollständig immobil, sie kam voran, wenn sie das wollte. Natürlich liebte sie besonders Kuschelsachen sehr und genoss es, so schön weich und geplostert zu liegen. Ihre Verdauung funktionierte auch mit der eingeschränkten Bewegung super.
Sie wurde intensiv versorgt, bekam Futter, Heu und Leckereien immer in unmittelbare Nähe gelegt, war natürlich medikamentös eingestellt, so dass sie keine Schmerzen leiden musste, ihre Füsse und Beine wurden gepflegt usw.
 
So verging die Zeit, in der Kaja eine enorme Lebensqualität hatte, das ist etwas, das uns immer besonders wichtig ist und worauf wir wert legen. Kaja war vor allem mental unheimlich stark, sie wollte leben, sie hatte einen wachen Blick, dem nichts entging.
Doch natürlich baute Kajas Körper weiter ab, auch wenn ihr Geist so enorm willig war, so kam dann der Tag an dem es anfing, beschwerlich für Kaja zu werden, sie begann, weniger zu fressen und auch nicht mehr mit so viel Freude wie noch kurz zuvor, es fiel ihr auf einmal schwer, das Köpfchen zu heben, sie fing an, nur noch minimal auf ihre Artgenossen zu reagieren, es war sehr deutlich, dass der Abbau nun sehr rasch gehen würde und es war klar, was unausweichlich kommen würde.
Um Kaja die letzte Würde zu bewahren und ihr ein Dahinsiechen zu ersparen, wusste ihre Pflegemama, dass nun der Zeitpunkt erreicht war, an dem es genug war und so liess sie zusammen mit der behandelnden Tierärztin am 01.02.2021 die liebe und tapfere Maus in Frieden gehen.
Es war eine sehr schwere und schmerzvolle Entscheidung, gerade wenn man ein Tier so intensiv pflegt und man so zusammengewachsen ist, aber es war im Sinne von Kaja und sie entschlief auch sehr schnell und friedlich. Kaja hat alles bekommen, was möglich war, alles weitere wäre unnötiges Leid gewesen.
 
Wir sind von ganzem Herzen traurig, Kaja war eine so liebe, starke und lustige Schweinedame. Durch ihre Stärke war sie viel länger bei uns als sich auf den ersten Blick vermuten liess, für diese gemeinsame Zeit sind wir enorm dankbar.
 
Kaja durfte 6+ Jahre alt werden. Komm gut an, liebe Maus!
 
Ihre Familie möchte ihr noch folgende persönliche Zeilen widmen:
 
Kleine Kaja-Maus,

wir sind unendlich dankbar dafür, dich kennengelernt zu haben. Anfangs hatten wir aufgrund deines Zustandes befürchtet, dich nicht lange bei uns zu haben. Dennoch hast du es mit deinem ungebrochenen Lebenswillen und deinem Kampfgeist geschafft, uns jeden Tag wieder zu beeindrucken.
 
Auch wenn deine Arthrose immer schlimmer und deine Bewegungen immer eingeschränkter wurden, hast du mit einem Appetit gegessen, der seinesgleichen sucht. Mit hellen und wachen Augen hast du deine Kuschelrolle regelmäßig in ihre Schranken verwiesen und man hat einfach gemerkt, dass du trotz allem Freunde an deinem Leben hattest.

Vielen Dank, dass du unsere Leben für einige Monate bereichert hast. Gerne hätten wir dein kleines Näschen noch viele weitere Monate um uns gehabt!

In Liebe,
deine Pflegeeltern
 
"Aus dem Leben bist du uns genommen,
aber nicht aus unseren Herzen."
Unbekannter Verfasser
Mach es gut, kleine Black Beauty! Danke, dass du bei uns warst!

Der hübsche Brownie sollte eigentlich die bestehende Bockgruppe in seinen Daheim "bereichern" - leider stellte sicher heraus, dass er nicht mit anderen Jungs zusammen leben möchte.
Deshalb sucht er nun als tüchtiger, junger Kastrat ein Zuhause in dem er seiner Bestimmung als tüchtiger Haremswächter starten kann.

Ihr wollt Brownie näher kennenlernen oder ihm sogar sein Daheim geben? Hier geht's zu seinem Profil auf unserer Externen Vermittlungsseite: >>>*KLICK*<<<


 

In letzter Zeit erreichen (viele) Notstationen vermehrt Hilferufe zu Bockhaltungen und deshalb möchten wir das zum Anlass nehmen um einmal speziell auf die möglichen Probleme und Tücken einer Böckchenhaltung aufmerksam zu machen.

Böckchengruppen können funktieren, aber...

 

Natürlich ist das Böckchen-Problem schon länger bekannt, aber seit den Corona- und Lockdownzeiten wurden auffällig viele Meerineueinsteiger zunächst zu stolzen und später leider teilweise zu unglücklichen Böckchenbesitzern.

Sehr oft durch falsche Beratung oder auch Unwissenheit hat man sich für junge, männliche und meistens für unkastrierten Zuwachs entschieden und belässt es dann auch oft bei dieser Variante. Solange sich die Tiere auch nach der Pubertät verstehen stellt dies auch kein Problem dar. Sollte jedoch der vertraute Partner frühzeitig oder auch später versterben, beginnen meistens die Probleme für den Verbliebenen.

Einen neuen Bock zu einem vorhandenen Bock ohne viel Platzangebot (oder etwa in einem kleinen Käfig) kann schwierig werden und deshalb sehen die meisten Notstationen auch mittlerweile von einer solchen Vermittlung ab.

Der Halter findet somit nur schwer wieder einen passenden männlichen Partner für den immer noch unkastrierten oder sogar den älteren "Opi". Sofern dieser evtl. aufgrund des Alters oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kastriert werden kann, müssen die Tiere ein einsames Dasein bis zu ihrem Tod fristen.

Oder sie landen dann in den Notstationen/Tierheimen, die das oben angesprochene Problem inklusive der Kosten für die hoffentlich noch mögliche Kastration zu tragen haben. Denn auch hier kann einem unkastrierten Böckchen nicht gleich wieder zu einem Partner verholfen werden, da ein Platz in einer Weibchengruppe erst nach der Kastration und der Absitzzeit möglich ist.

Weitere mögliche Probleme bei der Bockhaltung können sein, dass sich zwei Babyböckchen, welche zusammen eingezogen sind, sich in oder nach der Pubertät einfach nicht mehr verstehen wollen. Es kann zu teilweise schlimmen Machtkämpfen, Beißereien und ernsten Verletzungen kommen. (Früh-)Kastrationen können hier zwar greifen, aber oftmals ist es nach erstmal eingetretenen Beißereien mit dem harmonischen Zusammenleben vorbei! Mussten die Tiere sogar getrennt werden, klappt selten (auch nach einer Kastration) nochmal eine neue Vergesellschaftung. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollten Beide kastriert werden und nach einer Absitzzeit von mind. 4 Wochen zu Weibchen ziehen dürfen. Ein Kastrat und mehrere Weibchen ist naturgemäß nun mal die artgerechteste und sicherste Haltung die man den Kleinen bieten kann!

Shaggy saß mit seinem Partner 4 Jahre zusammen in einem 1,20er Käfig -beide unkastriert. Nach Abgabe an den Verein wurden beide in ein größeres Gehege gesetzt. Durch den neu gewonnen Platz fing sein Partner an Shaggy zu attackieren und fügte ihm viele tiefe Bisswunden zu. Als knapp das Auge verfehlt wurde, entschied man sich die Beiden, nachdem sie sich vier Jahre lang sehr gut verstanden haben, zu trennen. Beide wurden vom Verein aus kastriert und durften nach der Absitzzeit zu Weibchen. Obwohl Shaggy bis dato nie bei einem Weibchen saß, hatte er seine Gruppe mit schwierigen Damen perfekt im Griff und ist bis zu seinem Tode ein perfekter Haremsführer gewesen, welcher seinem Nachfolger sehr gut sozialisierte Weibchen "übergeben"hat. Denn auch dieser ist ein unkastrierter Bock gewesen, welcher bis dahin alleine in einem Hamsterkäfig leben musste.

Fazit:

Bockhaltung kann mit der richtigen Zusammensetzung, viel Platz und der richtig strukturierten Einrichtung natürlich auch sehr gut funktionieren und Spaß machen, aber man braucht gute Nerven und sicher einiges an Erfahrung!

eine gut funktionierende Männerfreundschaft

Verantwortungsbewusste Halter sollten sich also vor einem (vorschnellen) Kauf von zwei oder mehreren männlichen Tieren auf jeden Fall an erfahrene Notstationen zwecks Beratung wenden! Wenn sich die Buben erstmal zerstritten haben, können wir in der Regel leider auch nicht mehr helfen die Streithähne wieder zu versöhnen!

Daher lautet unser heutiger und dringende Appell:

Bitte lassen Sie Ihre Tiere immer schon nach dem Kauf und/oder in jungen Jahren kastrieren! Eine Kastration ist wie alle OP`s mit einem gewissen Risiko (und Kosten!) verbunden, aber bei Böcken ein weitestgehend harmloser Eingriff, verglichen mit der Kastration eines Weibchens! Hierzu sollten Sie sich an meerschweinchenerfahrene Tierärzte wenden. Auf unserer HP finden Sie dazu auch eine Liste geeigneter Tierärzte oder fragen Sie dazu bei uns an.

Wir als verantwortungsbewusste Notstation würden uns jedenfalls sehr darüber freuen, wenn wir künftig wesentlich weniger traurige Aufnahmen hätten oder Absagen machen müssten, weil einfach kein geeigneter Partner gefunden werden kann.  Ältere Risiko-Buben sollten nicht allein leben müssen, nur weil evtl. unwissende Halter ihren Tieren eine OP ersparen wollen oder die damit verbundene Mühe oder auch die Kosten gescheut haben.

Jeder Bock, der früh oder überhaupt kastriert worden ist, wird Ihnen später sehr dankbar sein evtl. nicht seinen Lebensabend alleine verbringen zu müssen.


 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.