Daisy

DAISY: Hallo Leute, hier ist wieder eure Daisy.

In der letzten Folge hatten wir euch ja am Schluss noch erzählt, dass die Mama Kerstin am Karfreitag in die Tierklinik gefahren ist, weil der Oscar nur noch lag und nicht mehr aufstehen wollte. Und an dem Morgen wollte er nichts mehr fressen, nicht mal Löwenzahn, verzweifelt-MUIG.

OSCAR: Mir ging es soooo schlecht! Mein Fuß tat schrecklich weh und fühlte sich an als wolle er jeden Moment platzen, kläglich-MUIG. Und mir war kotzschlecht, würg-MUIG, ich konnte keinen Bissen runterkriegen.

TOFFEE: Als wir das gesehen haben, waren wir alle völlig erschüttert, schwer-mitgenommen-MUIG. Der Oscar frisst sonst ständig und immer und alles, was ihm begegnet. Wenn er nicht frisst, ist das Alarmstufe Rot.

DAISY: Ich hatte ganz furchtbare Angst, dass der Oscar sich aufmacht über die Regenbogenbrücke und mich hier zurücklässt, damit er drüben wieder laufen und springen kann auf lauter gesunden Füßchen, Kloß-im-Hals-MUIG.

OSCAR: Also, wenn ich ehrlich bin, habe ich an dem Morgen auch nicht mehr so richtig geglaubt, dass ich es schaffe wieder gesund zu werden, mutlos-MUIG.

JOYCE: Die Mama Kerstin hatte auch schreckliche Angst um dich, mitfühlend-MUIG. Und sie hoffte so sehr, dass den Tierärzten in der Klinik etwas einfällt, das dir richtig hilft.

PEBBLES: In der Klinik war es dann rappelvoll und man sagte der Kerstin, sie müsse mit 3 bis 4 Stunden Wartezeit rechnen, seufz-MUIG. Also hat sie sich mit dir und deiner Transportbox eine halbwegs ruhige Ecke im Wartezimmer gesucht, wo nicht ganz so viele Hunde vor sich hin winselten.


Pebbles

OSCAR: Wir sind dann nach etwa zweieinhalb Stunden in ein Behandlungszimmer gerufen worden, widerstrebend-MUIG. Dort stand auch schon wieder so eine junge Tierärztin, aber die aus unserer normalen Praxis war immerhin total lieb zu mir und sehr bemüht gewesen, wenn auch ein bisschen unsicher, während die hier in der Klinik sehr selbstbewusst war, aber gar nicht nett, feststell-MUIG.

JOYCE: An Feiertagen setzen sie immer die jungen und unerfahrenen Tierärzte in den Notdienst, wissend-MUIG. Die Chefs und Alteingesessenen haben keine Lust, sich diesen Stress anzutun.

TOFFEE: Ich nehme an, die Mama Kerstin hat den ganzen Verlauf deiner Fußprobleme geschildert seit das Ganze Mitte Februar anfing.

OSCAR: Ja, und die ganze Behandlung mit allen Medikamenten. Sie sagte zur Tierärztin, vielleicht gehe es mir auch gerade so schlecht wegen der vielen Medis. Das Antibiotikum hatte ich da ja schon seit drei Wochen und dazu zwei Schmerzmittel, börps-MUIG.

DAISY: Hat die Weißkittelfrau auch an deinem wehen Füßchen rumgedrückt?

OSCAR: Ja, klar, ich hab' alle Engel im Himmel singen hören, so weh tat das, halleluja-MUIG. Ich glaube, die kriegen eine Extragebühr, wenn sie es schaffen, dass es wehtut. Sie sagte dann, sie glaube nicht, dass in dem dicken Füßchen wieder ein Abszess sei, so dass sie jetzt lieber nicht in mein Füßchen schneidet, erleichtert-MUIG.

TOFFEE: Da hast du aber Glück gehabt, erleichtert-MUIG.


Toffee & Oscar

OSCAR: Sie wollte den Fuß dann röntgen, was die Mama Kerstin OK fand, weil sie sich selbst wunderte, dass das ganze Bein so dick war, besonders das Handgelenk und nicht nur der Ballen. Sie dachte, vielleicht habe die Schwellung ja eine ganz andere Ursache, z.B. einen Bruch oder eine Zerrung oder Verstauchung, mutmaß-MUIG.

JOYCE: Naja, einmal röntgen kann ja zumindest nicht schaden, beipflicht-MUIG.

OSCAR: Hast du eine Ahnung, schnaub-MUIG. Die Mama Kerstin durfte nicht mal mit mir mitgehen, sondern wurde wieder ins Wartezimmer geschickt, während ich in der Klinik weiter nach hinten gebracht wurde. Das Röntgen war dann ganz schrecklich, schmerzlich-MUIG.

PEBBLES: Die Kerstin hat erzählt, man habe fünf Bilder von dir gemacht und die Tierärztin hätte sie dann wieder ins Behandlungszimmer gerufen und ganz vorwurfsvoll gesagt, die Bilder seien alle nicht ganz scharf, weil der Patient nicht stillgehalten, sondern furchtbar gestrampelt habe, ungläubig-MUIG.

OSCAR: Das ist leider wahr, seufz-MUIG. Sie hat auch noch zur Kerstin gesagt, ob sie mich nicht habe schreien hören bis raus ins Wartezimmer, empört-MUIG. Ich sage euch, das waren aber auch schreckliche Schmerzen.

JOYCE: Die Mama Kerstin war total sauer, weil man dich so gequält hat und weil die Tierärztin so kalt und mitleidlos dir gegenüber war. Sie hätte sie am liebsten erwürgt, meuchel-MUIG.


Joyce

DAISY: Dann hat die der Mama Kerstin die Röntgenbilder gezeigt. Da gab es keinen Bruch, aber man konnte die Riesenschwellung erkennen, mitleidig-MUIG. Die Tierärztin sagte dann, der Knochen sei schon angegriffen durch die Entzündung und wenn man bedenke, dass der Oscar das schon seit zwei Monaten habe, dass die Behandlung nicht anschlage und jetzt auch noch der Knochen in Mitleidenschaft sei, solle man das Füßchen besser abnehmen, fassungslos-MUIG.

OSCAR: Mir war auf einmal ganz kalt und schlecht, elend-MUIG. Das hatte damals die Tierärztin auch vorgeschlagen als ich in meinem früheren Zuhause den Ballenabszess im Hinterfüßchen hatte, aber die Frau in der Notstation hat nicht zugestimmt, sondern mein Füßchen wieder gesund gepflegt, dankbar-MUIG.

DAISY: Das hat die Mama Kerstin der Tierärztin aber auch erzählt.

TOFFEE: Ja, ja, die Tierärzte! Damit sind sie schnell bei der Hand, einem wehrlosen Tier mal eben ein Bein abschneiden, weil ihnen nichts mehr einfällt, um eine Entzündung in den Griff zu kriegen, resigniert-MUIG.

OSCAR: Die Kerstin hat mich ganz fix wieder in meine Box gepackt, erleichtert-MUIG, und gesagt, dass wir noch lange nicht am Ende sind mit der Behandlung. Aber die Tierärztin hat nur mit den Schultern gezuckt und gesagt, die Kerstin solle sich allmählich mit dem Gedanken anfreunden, dass das am Ende unausweichlich sei, trocken-schluck-MUIG.

DAISY: Ist es das denn wirklich, furchtsam-MUIG?


Daisy

OSCAR: Ich habe keine Ahnung, sorgenvoll-MUIG. Ich hoffe, nicht. Ich habe schon arg Angst. Das dauert alles schon so lange und ich kann jetzt schon seit über zwei Wochen nicht mehr auftreten und muss das Füßchen die ganze Zeit hochhalten, bekümmert-MUIG.

PEBBLES: Die Kerstin hat gesagt, sie wird ALLES tun, um dein Füßchen zu retten und wieder gesund zu pflegen, tröstend-MUIG.

OSCAR: Zum Abschluss des Gesprächs sagte die Tierärztin dann tatsächlich, die Kerstin könne ja mal versuchen, meine Schmerzmittel wegzulassen, entsetzt-MUIG, worauf die Mama Kerstin total empört war und sagte, man könne ja wohl nicht bei einem Tier, das solche Schmerzen hat, einfach das Schmerzmittel weglassen, aufgebracht-MUIG. Dann doch besser das Antibiotikum, das seit drei Wochen nicht wirkt.

JOYCE: Recht hat sie!

OSCAR: Die Tierärztin sagte dann, die Mama Kerstin habe doch selbst gesagt, dass es mir wahrscheinlich wegen der vielen Medikamente schlecht gehe, elend-MUIG, aber man könne auch das Antibiotikum absetzen und weiter Schmerzmittel geben. Oder man setzt alles ab.


Toffee

TOFFEE: Das hört sich an wie "Mach, was du willst, am Ende schneiden wir den Fuß doch ab!", bitter-MUIG.

DAISY: Schlimme-Idee-hab'-MUIG: Meint ihr, die braucht noch ein paar Amputationen auf ihrer Liste, um als Fachtierärztin für Chirurgie oder sowas zugelassen zu werden?

OSCAR: Jetzt, wo du das so sagst... Da war ein dreibeiniger Hund im Wartezimmer und der Stumpf seines ehemals linken Hinterbeins sah noch ganz frisch operiert aus, nachdenklich-MUIG.

JOYCE: Hm, man hört ja oft von unnötigen Operationen, weil die Ärzte daran am Besten verdienen, resigniert-MUIG. Das ist bei den Zweibeinern so und wird wohl bei den Tierärzten nicht anders sein. Und Tierkliniken sind teuer zu unterhalten.

PEBBLES: Man sollte NIEMALS so weitreichende medizinische Entscheidungen treffen, ohne vorher eine zweite Meinung dazu eingeholt zu haben, überzeugt-MUIG.

OSCAR: Das hat die Mama Kerstin auch gesagt, zustimmend-MUIG, und dass der Fuß bestimmt nicht abgeschnitten wird, bevor nicht absolut JEDE denkbare Alternative ausprobiert wurde, die das vermeiden könnte, erleichtert-MUIG.

JOYCE: Und was war dann?

OSCAR: Dann haben wir gemacht, dass wir fix wegkommen aus der Klinik, aufatem-MUIG, und sind wieder heimgefahren.


Oscar

DAISY: Die Mama Kerstin war ganz komisch als ihr wieder da ward. So hab' ich sie vorher noch nie gesehen, irritiert-MUIG. Ich glaub', sie hat geweint, aber sie hat trotzdem irgendwie 'rumgewütet und geschimpft.

TOFFEE: Ja, so ist das, wenn ein Zweibeiner zu viele verschiedene Gefühle gleichzeitig hat. Schreckliche Angst um Oscar und sein Füßchen, totalen Frust wegen der Unfähigkeit der Tierärzte, wahnsinnige Wut auf die mitleidlose Tierärztin, die Oscar weh getan hat und seinen Fuß amputieren wollte, Hilflosigkeit und Verzeiflung, weil sie nicht wusste, was sie machen soll, und ganz viel Liebe für den armen tapferen Oscar und außerdem eine grimmige Entschlossenheit, Oscar wieder gesund zu pflegen und zwar mit allen vier Füßen dran, aufzähl-MUIG.

DAISY: Das sind aber auch eine Menge Gefühle, staunend-MUIG. Gut, dass sie nicht geplatzt ist.

PEBBLES: Aber nach 10 Minuten hat die Mama Kerstin gesagt, jetzt sei es genug, sie habe die Nase voll von den Ärzten, pah-MUIG, und der Oscar gehe jetzt bestimmt nicht noch zum nächsten Tierarzt. Jetzt sei die Zeit für gesunden Menschenverstand und eine konventionelle Behandlung gekommen und für ein paar alte Hausmittel aus Omas Trickkiste.

OSCAR: Die Mama Kerstin hat mir dann erstmal eine große Spritze Päppelbrei angerührt, weil sie sagte, das sei erstmal das Dringlichste, dass ich wieder anfange zu essen.

PEBBLES: Aber dir war doch so schlecht.

OSCAR: Wisst ihr, ich glaub', das lag tatsächlich an den Antibiotika und dem zweiten Schmerzmittel. Aber die Mama Kerstin hatte mir das Zeug an dem Morgen schon nicht mehr gegeben und als wir aus der Klinik kamen war es schon Nachmittag und tatsächlich fühlte ich mich ein bisschen besser und hatte auch ein kleines Hüngerchen und sogar ein bisschen Appetit, freu-MUIG.

JOYCE: Also hast du den Päppelbrei gegessen.


Toffee

TOFFEE: Gegessen? Reingegulpt hat er das Zeug, dass die Mama Kerstin Tränen in den Augen hatte vor Glück und Erleichterung.

OSCAR: Der war aber auch lecker. Und auf einmal hatte ich wieder richtig Hoff­nung. Dann hat die Mama Kerstin zu mir gesagt, ich solle niemals aufgeben und niemals kapitulieren, eindringlich-MUIG!

JOYCE: Und auf einmal haben wir alle wieder Mut gefasst, weil diese grimmige Entschlossenheit unserer Mama Kerstin irgendwie mitreissend war, aufgeregt-MUIG.

PEBBLES: Aber was kann denn die Mama Kerstin, was ein Tierarzt nicht kann?

TOFFEE: Oh, da hat sie eine ganze Menge zu bieten, nämlich ganz viel Liebe und Entschlossenheit und die Bereitschaft, eine ganze Menge Zeit aufzuwenden und Einsatz zu leisten. Und immerhin hat sie nur EINEN Patienten, auf den sie sich ganz konzentrieren kann.

JOYCE: Und man findet so einiges im Internet, wenn man lange genug sucht.

DAISY: Außerdem haben einige liebe Zweibeiner der Kerstin viele gute Ratschläge geschickt, was dem Oscar vielleicht noch alles helfen könnte.

TOFFEE: Wir bekamen dann alle einen Riesenteller mit frischem Gras und den haben wir erstmal vertilgt, schmatz-MUIG, also das Gras natürlich, nicht den Teller. Und der Oscar hat ordentlich mitgefuttert.

OSCAR: Und dann ging's los mit der Mama-Kerstin-Strategie zur Rettung meines Füß­chens.

DAISY: Und wie diese Strategie aussieht und welchen Erfolg sie bis jetzt hat, das erzählen wir euch nächste Woche. Nur so viel schon heute: Wir haben wirklich Hoffnung, dass Oscars Füßchen wieder gesund wird.


Pebbles, Toffee & Joyce

PEBBLES: Hey, ich hör' grad' die Balkontür. Scheinbar hat die Kerstin wieder Gras für uns geschnitten, Wasser-im-Mäulchen-zusammenlauf-MUIG.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Hallo meine Schätze des Abendlandes. Seid ihr fertig für heute? Ich habe euch Gras im Garten geschnitten.

PEBBLES: Au fein, Wasser-im-Mäulchen-zusammenlauf-MUIG.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Jawoll, haut rein.

JOYCE: Danke, Mama Kerstin. Also tschüss dann, mampf-schmatz, bis nächste Woche...

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Mit Verspätung aber von ganzem Herzen möchten wir heute Abschied von unseren Engelchen im Februar nehmen.

 

 
 
 

Bereits am 08.08.2018 musste die hübsche Jella erlöst werden. Die Nachricht erreichte uns kürzlich. Jella kam erstmals gemeinsam mit ihrer damaligen Gruppe im Dezember 2012 zu uns in den Verein, da die Haltung aus gesundheitlichen Gründen beendet werden musste. Bald darauf wurde sie bereits angefragt und dann auch vermittelt. Doch wie es manchmal leider so passiert, änderten sich auch im neuen Zuhause die Umstände und Jella kam etwa 2 Jahre später wieder zu uns zurück, da die Haltung beendet wurde. Doch sie musste nicht lange warten und durfte bald darauf in ihr endgültiges Zuhause in eine grössere Schweinchengruppe ziehen. Sie fühlte sich sehr wohl, kam prima mit ihren Mitschweinchen aus und nutze auch das ganze Gehege samt Etage aus, war quirlig und aktiv. So lebte die Maus ohne besondere Vorkomnisse glücklich bis sie am 08.08. von ihrer Halterin nach der Arbeit im Gehege liegend vorgefunden wurde. Jella war sehr kraftlos, konnte sich zu dem Zeitpunkt nicht mehr auf den Füssen halten und war bereits leicht unterkühlt. Beim Tierarzt blieb dann nur noch die Möglichkeit Jella sanft entschlafen zu lassen. Jella wurde 6 Jahre alt.


Jella

 

 

Am 14.10.2018 erlag der liebe Lais einer Krebserkrankung. Lais kam im November 2012 als Babyböckchen mit seiner Mama und einem weiteren (trächtigen) Weibchen aus ganz schlimmen Verhältnissen zu uns in den Verein. Der hübsche kleine Bub musste nicht lange warten, bereits kurze Zeit später durfte er schon in die eigene Gruppe einer damals Aktiven ziehen. Hier genoss er sein Leben, wuchs zu einem stattlichen Schweinemann heran, und lernte im Laufe seines Lebens so manches Schweinchen kennen, das die Gruppe bereichterte. Letztlich hatte der Krebs hatte in die Lunge gestreut und Lais entschlief am 14.10. im Kreis seiner Schweinefreunde. Lais wurde 6 Jahre alt.

 

 

Lais

 

 

Im Februar diesen Jahres erfuhren wir durch Nachfrage unsererseits, dass Quesedilla verstorben ist. Leider erhielten wir keine genaue Angabe zum Zeitpunkt und zu den genauen Umständen, lediglich ist sie wohl schon einige Zeit vorausgehend krank gewesen, hatte Blasengries und erhielt Herzmedikamente, sie wurde letztlich beim Tierarzt erlöst. Quesedilla wurde im Juli 2011 im Alter von etwa 1 Jahr bei uns abgegeben und kurze Zeit darauf an ihre Halterin vermittelt, somit verbrachte die liebe Maus fast ihr ganzes Leben dort im neuen Zuhause. Quesedilla wurde etwa 7 Jahre alt.


 

Quesedilla

 

Ende Januar 2019 verstarb ganz plötzlich der liebe Matteo. Matteo kam im Oktober 2014 zu uns in den Verein. Der hübsche Bub musste nicht lange warten und durfte bald darauf zusammen mit seiner Freundin aus der Pflegestelle zu einem einsamen Weibchen ziehen. Im neuen Zuhause wurde er in Theo umbenannt. So ging es dem lieben Bub sehr gut, er genoss sein Leben, im Laufe der Zeit überlebte er beide Partnerinnen und durfte sich noch vor kurzem über die Gesellschaft von zwei bezaubernden Schweinedamen freuen. Die drei bildeten ein tolles Team. Alles war gut und wie immer bis Theo plötzlich Ende Januar eine heftige Aufgasung bekam, er stellte das Fressen ein und wurde sehr ruhig. Seine Halter brachten ihn sofort zum Tierarzt, hier wurde alles getan um seine Verdauung und den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen, doch nichts half und Theo baute zusehends ab. Bereits am Nachmittag ging es ihm rapide schlechter, er bekam kaum noch Luft, so dass es nur noch einzig den Weg der Erlösung gab was man für ihn tun konnte. Seine Halter sind sehr traurig und geschockt, ihren lieben Schatz in so schneller Abfolge verabschieden zu müssen. Theo wurde nur knapp 5 Jahre alt.

 

 

Theo/SOS-Matteo

 

 

Am 01.02. verstarb ebenfalls ganz unvermittelt die süsse Caramel. Gerne möchten wir nachfolgend erlaubterweise die wunderbaren Zeilen ihrer Halter an uns veröffentlichen, sie beschreiben was passierte und lassen uns an Caramel´s herrlichem Charakter teilhaben:

Als vor einigen Tagen Caramel´s neuer Partner eingezogen ist, ging es ihr gut und sie wurde wieder viel aktiver und hatte einen guten Appetit. Montagsabends war sie dann schon etwas ruhiger und dienstagsmorgens viel ihr das Atmen schwerer. Daraufhin sind wir mit ihr sofort zum Tierarzt gefahren. Dieser konnte eine Wasserablagerung in der Lunge feststellen, spritzte ihr etwas zur Entwässerung und gab uns Medikamente mit. Ihr Zustand war zwar nicht überragend gut, aber da wir bereits in der Vergangenheit Schweinchen mit diesem Problem hatten, war unsere Prognose und die des Tierarztes nicht so schlecht und wir sollten die Tage darauf wieder beim Tierarzt vorbeischauen. Umso überraschender und schockierender war es dann, als wir daheim ankamen. Caramel ist auf der Autofahrt nach Hause für immer in ihrer Kuschelrolle eingeschlafen.

Jetzt ist auch die letzte unserer ehemaligen 5-köpfigen Truppe gegangen. Caramel kam als ganz junges Schweinchen, auf der Pflegestelle geboren, zu uns. Damals war sie noch so klein gerade schwerer als 300g und flitzte in Höchstgeschwindigkeit durch das Gehege. Liebevoll wurde sie damals immer Flitzefloh gerufen, da man gar nicht so schnell gucken konnte, wenn sie von einer Ecke in die andere flitzte. Über die Zeit hinweg entwickelte sie sich zu einer selbstbewussten, freiheitliebenden jungen Meeri-Dame. Auch wenn zwischenzeitlich neue Meeries einzogen, stellte sie immer von Anfang an klar, dass sie auch etwas zu sagen hatte. So begrüßte sie unsere Emmi mit einem kleinen Zwack in den Po, als sie im Garten das erste Mal aufeinander trafen. Auch uns gegenüber zeigte sie immer was sie wollte. So wurde beim Krallenschneiden immer kräftig in die Schere gebissen. Und wehe man stupste sie einmal von hinten an: Das wurde stets mit einer Landung Urin quittiert. Den Garten liebte sie besonders. So konnte es durchaus vorkommen, dass sie sich in eine lauschige Ecke legte und dort einschlief. Nicht nur einmal musste ich sie suchen, da sie sonst das Abendessen verpasst hätte. Über die Zeit entwickelte sie sich außerdem zu dem schwersten Meerschweinchen, dass wir jemals hatten: Im Spätsommer brachte sie oft mehr als 1,3kg auf die Waage. Eine weitere große Liebe galt Heuhaufen. So klein der Haufen auch war, sie steckte immer ihren Kopf hinein oder kroch komplett hinein. Wir vermissen sie und ihre freche Art sehr !

Umso trauriger sind wir, dass sie so kurz vor ihrem 5.Geburtstag am 1.2, und so nah an Pythons Tod, verstorben ist.


 

Caramel

 

 

Am 04.02. ist ganz unvermittelt unser lieber Vermittlungsbock Oscar verstorben. Der liebe und gemütliche Teddymann war erst im Januar diesen Jahres aufgenommen worden. Die Haltung musste schwersten Herzens beendet werden und Oscar kam mit seinen beiden Damen in den Verein. Ganz charakteristisch war er sehr sanftmütig und wusste gutes Essen sehr zu schätzen. Es war in der kurzen Zeit nichts auffällig an ihm, es ging ihm gut. Am 02.02. hatte er einmalig starken Durchfall, er erhielt gleich die entsprechenden Medikamente, der Durchfall verschwand. Zum Fressen kam er und es ging ihm an sich nicht schlecht. Am Morgen des 04.02. fand die Pflegestelle Oscar ganz matt im Häuschen sitzend vor. Sie fuhr sofort mit ihm zum Tierarzt, dort angekommen, hattte er sich schon fast von selbst auf den Weg gemacht, es ging ihm schlecht. Die Tierärztin vermutete durch Tastbefund einen geplatzen Tumor in der Nierengegend. Es blieb keine andere Möglichkeit mehr offen, als ihm weitere Schmerzen zu ersparen und ihn sanft entschlafen zu lassen. Oscar wurde etwa 4 Jahre alt.


 

Oscar

 

 

Ebenfalls am 04.02. ist die hübsche Sahara daheim im Kreis ihrer Freunde entschlafen. Sahara wurde im Mai letzten Jahres zusammen mit ihrer Partnerin Poppy bei uns abgegeben da die Haltung beendet wurde. Eine unserer Aktiven hat sich sogleich in die beiden Schweinedamen verliebt - und so durften die beiden kurzum eine der eigenen Gruppen in Schwung bringen. Beide fühlten sich auf Anhieb wohl und die Gruppe fand schnell zusammen. So ging es Sahra gut, sie genoss ihr Leben bis sie Mitte Januar plötzlich eine leichte Flankenatmung bekam. Der Tierarzttermin war bereits für den nächsten Tag vereinbart, morgens war Sahara dann auf einmal sehr schlapp und mochte kaum fressen. Beim Tierarzt zeigte das Röntgenbild dann Niederschmetterndes: Sahara´s Herzchen war stark vergrössert und sie hatte Wasser in der Lunge. Es sah nicht sehr gut aus. Sie erhielt Herz- und Entwässerungsmedikamente. Die Behandlung schlug an, und der lieben Maus ging es besser. Am Morgen des 04.02. lag sie dann morgens entschlafen in ihrem Häuschen, sie hatte sich heimlich still und leise auf den Weg gemacht. Die Vermutung liegt nahe, dass ihr Herzchen einfach doch zu schwach und krank war. Sahara durfte den Angaben nach nur 2 Jahre alt werden. Nachfolgende Worte stammen von Sahra´s Familie:

 

Für meine hübsche Maus

Als ich dich zum ersten mal auf der Homepage bei SOS gesehen habe war ich gleich hin und weg.
Deine Schwarzen Knopfaugen und dein schneeweißes Wuschelfell ließen mich dahin schmelzen.
Schnell war klar, das ich dir und deiner Freundin Poppy ein zu Hause geben möchte.
Ich hätte so gerne mehr Zeit mit dir gehabt, doch das Schicksal wollte es anders.
Du wurdest sehr krank, und trotz aller Bemühungen wollte dein schwaches Herzchen nicht mehr.
Es tut mir so unendlich leid, das ich dir nicht mehr helfen konnte, meine liebe Sahara.
Du fehlst uns sehr, wir denken sehr oft an dich und werden dich nie vergessen.

In Liebe
Petra

 

Sahra

 

 

Am 04.02. gab es noch ein Engelchen, die wunderschöne Arwen musste schwersten Herzens erlöst werden. Arwen kam im Mai 2016 zusammen mit ihrer Partnerin zu uns in den Verein, da die Haltung beendet werden sollte. Ganz kurz darauf wurden beide Mädchen auch schon angefragt, und durften dann auch in eine uns gut bekannte, wunderschöne Haltung ziehen, hier haben die Schweinchen ein ganzes Zimmer zur Verfügung und leben in einer tollen grossen Gemeinschaft zusammen. Die Vergesellschaftung lief dann auch ganz harmonisch ab und die beiden waren sehr schnell integriert und Teil der Schweinefamilie. Arwen hatte mal wieder ein bischen gesundheitliche Schwierigkeiten mit Darm und Blase, aber sie sprach sehr gut auf die Homöopatika an und so waren die Probleme gut im Griff. Ansonsten ging es der lieben Maus gut und sie fühlte sich wohl. Ende Oktober letzten Jahres viel eine Kurzatmigkeit bei ihr auf, der Tierarztbesuch bestätigte den Verdacht, Arwen hatte Herzprobleme bekommen. Sie wurde medikamentös eingestellt und es ging ihr daraufhin wieder gut. Sie war eine tapfere Maus, die sich nie hängen liess und immer mitten im Geschehen dabei war. Jedoch verschlimmerte sich ihr Herzleiden Ende Januar rapide, die Entwässerung griff nicht mehr gut, das Wasser liess sich trotz verschiedener Therapien nicht mehr ableiten. Sie baute ab und als sie am 04.02. anzeigte, dass es nicht mehr ging, eilte ihre Halterin mit ihr zum Tierarzt um Arwen schwersten Herzens erlösen zu lassen, um ein Leiden zu verhindern. Nachfolgende Worte hat sie ihrer lieben Maus geschrieben. Arwen wurde etwa 5 Jahre alt.

 

Liebe Arwen,
es bricht mir fast das Herz, dass wir Dir nun nicht mehr besser helfen konnten.
So sehr habe ich mir gewünscht, dass Du das Wasser, dass sich durch Deine Herzschwäche angesammelt hat, wieder los wirst und noch ein paar Monate mit Deinen Freundinnen und Frodo bei uns sein könntest, aber leider hat alles Mühen keinen rechten Erfolg gebracht.
Am Montag früh wusste ich, dass Du Dein Köfferchen schon gepackt hattest, nicht mehr die Kraft hattest, länger bei uns zu verweilen. So viel hast Du in den 2,5 Jahren, in denen wir Dich haben durften, über Dich ergehen lassen und warst immer tapfer, immer unheimlich lieb und zutraulich.
Aber nun war Dein kleiner Körper einfach erschöpft vom Kämpfen und ich konnte Dich nur noch zur Regenbogenbrücke begleiten.
Du fehlst uns sehr, Du wunderbare kleine Elfe.
Ich hab Dich sehr lieb
❤❤, Deine Mama

           


Arwen

 

Am 06.02. musste auch schwersten Herzens der liebe Domenico erlöst werden. Domenico kam im September 2013 zu uns in den Verein, da die Haltung durch einen Umzug beendet werden musste. Zuvor hatte der liebe Bub 3 Jahre alleine gelebt. Bei uns wurde er kastriert und bei diesem Eingriff wurde ihm auch ein kleines Knötchen neben der Zitze entfernt, dieses stellte sich glücklicherweise als harmloses Lipom heraus. Im Dezember 2013 durfte er zusammen mit seinem Partner Como aus der Pflegestelle in  sein neues Heim ziehen. Im Oktober 2016 verstarb Como, und Domenico bekam eine neue Partnerin an seine Seite. Mit der Schweinedame verstand er sich ebenfalls sehr gut. Leider entwickelte Domenico Schwierigkeiten mit den Zähnen, hier bedurfte es regelmässigem Kürzen. Jedoch frass er mit gutem Appetit. Im Laufe der Zeit kam noch Arthrose in den Hinterbeinen dazu. Zum 06.02. hatte sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechtert und an diesem Tag verweigerte er das Fressen und hatte eine starke Aufgasung. Beim Tierarzt blieb nur noch der Weg der Erlösung. Der liebe Domenico durfte 8 Jahre alt werden. Nachfolgende Zeilen hat ihm seine Familie geschrieben:

Lieber Domenico,

für uns bist Du das beste Meerschweinchen der ganzen Welt! Mit Deinen etwa acht Jahren bist Du ein ganz altes Meeri geworden und bist fast bis zu Deinem letzten Tag immer fit, gut gelaunt, neugierig und ein bisschen verfressen gewesen. Wir denken daran, wie schön es war, wenn man zu Dir gegangen ist, Dir ein Leckerli gegeben und Dich gestreichelt hat. Drei nette Partnerschweinchen hattest Du - Como, Dorie und Marie - mit denen Du ein sehr nettes Verhältnis hattest. Zwar warst Du nicht immer der Chef im Gehege, aber mit Deiner liebevollen und zutraulichen Art konntest Du jedes Herz erobern. Jeder fand Dich sofort total süß. Wir hoffen, dass wir Dir ein schönes zuhause geben konnten und Du bei uns ein schönes Meerschweinchenleben führen konntest. Wir haben Dich super dolle lieb und werden Dich niemals vergessen.

Deine Familie
Luise, Elli, Claudia und David


Domenico

 

 

Am 10.02. wurde der liebe Senior Emil erlöst. Emil kam im Januar 2014 zu uns in den Verein, nachdem die Haltung aus Zeitgründen beendet werden sollte. Im April des gleichen Jahres durfte er dann in sein neues Zuhause zu mehreren Schweinedamen ziehen. Die Tiere verbrachten den Sommer in einer sehr schönen Aussenanlage und die kalte Jahreszeit dann im Winterquartier im Haus. Es ging Emil immer gut, unseres Wissens nach war er nie krank gewesen. Wir haben ihn in den knapp 5 Jahren, die er bei seiner Familie verbrachte, ein paar Mal besucht, immer begrüsste uns der Schatz munter und fidel. So wurde der liebe Bub ein Senior, der aber bis zuletzt sein Mädels im Griff hatte. Im Februar dann erreichte uns die Nachricht, dass Emil am 10.02. erlöst wurde, seine Familie vermisst ihn sehr. Emil wurde stolze 8 Jahre alt.


 

 

Emil

 


Am 14.02. musste die liebe Faya erlöst werden. Faya war eines der Waldfindelkinder. Die Tiere waren von einer Dame im Wald gefunden worden, und über die Polizei kamen sie in unsere Pflegestelle. Alle waren in desolatem Zustand, konnten aber durch viel liebevolle und intensive Pflege allesamt aufgepäppelt werden. Eine unserer Aktiven verliebte sich in die kleine Faya und so durfte sie bald als es ihr besser ging in ihr Zuhause ziehen. Die schlimmen Erlebnisse haben sie geprägt, aber im Laufe der Zeit wurde sie sehr ausgeglichen und zeigte ihr wunderbares Wesen. Ausser einem schlimmeren Milbenbefall war Faya nie krank gewesen. Sie kam langsam ins Altern, wurde gemütlicher, und in ihren Hinterbeinen begann sich langsam Arthrose bemerkbar zu machen. So war es ein enormer Schock als Faya aus dem Nichts eine heftige Aufgasung bekam, die nicht in den Griff zu bekommen war. Sie wurde stationär beim Tierarzt aufgenommen, das Gas operativ abgeleitet. Leider verschlechterte sich ihr Zustand über den Tag immer mehr, es ging ihr sehr schlecht, letztlich blieb nur noch der Weg der Erlösung. Sie entschlief im Beisein ihrer Halter. Die genaue Ursache für diese schlimme Aufgasung konnte nicht benannt werden. Faya wurde 5 Jahre alt.

Faya war ein ganz besonderes Schweinchen. Sie war wunderschön von aussen und von innen. Sie hinterlässt eine grosse Lücke, folgende Worte sind für sie:

Geliebte Maus,
ich danke dir für die schöne gemeinsame Zeit. Nun geh guten Mutes, ich bin sicher, die anderen haben schon auf dich gewartet. Komm gut an, mein Mädchen.
Es endet hier nicht, du bist fest auf deinem Platz in der Mitte meines Herzens.
Ich freue mich schon heute bis wir uns wiedersehen. Wir haben dich lieb,
deine Familie

 

 

Faya

 

 Nichts ist mehr ohne dich,
so wie es war,
doch du lebst weiter in unseren Herzen.
-unbek. Verfasser-

 

 

Am 20.02. musste schwersten Herzens der liebe Bumblebee erlöst werden. Bumblebee kam im Bäuchlein seiner trächtigen Mama zu uns in den Verein, und wurde bei uns geboren. Seine Mama kam mit mehreren Schweinchen von einem Massenvermehrer, der seine „Zucht“ beendete. Die Tiere lebten dort unter sehr unschönen Umständen. Nun, wir haben die letzten Tiere vor Ort abgeholt und aufgenommen. Bumblebee wurde zusammen mit seinen drei Geschwisterchen am 08.06.2013 geboren. Er durfte in der Pflegestelle bleiben und lebte hier superglücklich mit ganz vielen Schweinefreunden in einem wunderbaren Aussenparadies. Im Jahr 2018 begann dann seine Krankheitsphase, er hatte immer wieder Probleme mit Ballenabszessen und mit gestörter Wundheilung sowie abbrechende Zähne. Er lebte dann auch im Haus (natürlich in Gesellschaft), bekam geraspeltes Gemüse und wurde zugefüttert. Dennoch nahm er weiterhin ab. Dabei war er aber putzmunter und frech wie immer. Es wurden sämtliche Untersuchungen gemacht, da die Vermutung nahelag, dass für die Krankheitsbilder eine gemeinsame Ursache zugrunde lag, diese blieben jedoch ohne Befund. Der Schatz wurde gehegt und gepflegt, zum Schluss dann konnte er kaum noch laufen und war sehr schmerzgeplagt. Da er auch wenig Gewicht hatte und im Grunde austherarpiert war, blieb traurigsterweise nur noch das Erlösen als letzte Hilfe, die man ihm noch geben konnte. Da bei dem Vermehrer so schlimme Zustände geherrscht hatten und Inzucht vorlag (in der wievielten Generation ist unbekannt) ist es denkbar, dass Bumblebees Erkrankung darin begründet liegt. Bumblebee wurde 5,5 Jahre alt.


 
Bumblebee
 
 

Am 21.02. verstarb der liebe Kirby. Kirby kam im März 2017 zu uns in den Verein, da die Haltung aus persönlichen Gründen schwersten Herzens beendet werden musste. Der wunderschöne Bub musste nicht lange warten, er wurde bald darauf angefragt und durfte in sein neues Zuhause ziehen, in dem seine neuen Schweinedamen schon warteten. Er fühlte sich auf Anhieb wohl. So ging es ihm gut bis Ende Januar, Kirby hatte auf einmal Probleme beim Fressen. Nachdem der tapfere Schatz auch nach der Zahnkorrektur nicht wieder vollständig ins selbstständige Fressen kam wurde letztlich ein Röntgenbild des Kiefers in Narkose gemacht, hier sah man Schlimmes: in Kirby´s rechtem Unterkiefer sass ein bereits weit fortgeschrittenes, großflächiges Osteosarkom. Wie zu sehen war befand sich die äussere Knochensubstanz bereits in Auflösung. Die Prognose war denkbar schlecht, Kirby musste bereits unheimliche Schmerzen haben, um ihm weiteres Leid zu ersparen, blieb der liebe Schatz in Narkose und entschlief sanft. Kirby wurde knapp 4,5 Jahre alt.

Folgende Zeilen haben ihm seine Halter geschrieben:

Ausgeglichen, freundlich, etwas empfindsam aber im Umgang mit seinen Damen immer zur Stelle wenn er gebraucht wurde - so läßt sich unser Kirby am besten beschreiben.
Leider musste er vergangene Woche nach schwerer Krankheit von uns gehen.
Im Gehege hinterlässt er eine große Lücke. Streß und Aufregung jeder Art waren ihm immer suspekt. So war das Zusammenleben mit seinen drei Damen immer geprägt von seiner unaufgeregten und repektvollen Art.
Sollte eine der Damen doch einmal über die Stränge schlagen, war er sich aber auch nicht zu schade die betreffende Diva mit breitem Rücken in die Ecke zu stellen.
Der altersbedingte Verlust seiner geliebeten Dame Snickers nur wenige Wochen vor dem Ausbruch seiner Krankheit hinterließ auf seiner empfindsamen Seele aber auch deutliche Spuren.
Wir sind uns sicher, dass Kirby auch am Ende des Regenbogens über seine Damen wacht.
Wir werden ihn immer vermissen.


 
Kirby
 
 

Am 24.02. musste der liebe Speedy erlöst werden. Auch unser Speedy hatte ein bewegtes Leben. Im Februar 2014 kam er zum ersten Mal mit seinen Geschwisterchen zu uns in den Verein, da die Kleinen ungeplanter Nachwuchs waren. Bald darauf durfte Speedy mit einem seiner Brüderchen in eine Bockgruppe umziehen. Als Speedy vom kleinen Böckchen zu einem jungen starken Bock heranwuchs machte er klar, dass er nicht auf Dauer unter Männern  leben wollte. So kam er schwersten Herzens seitens der Halterin wieder in den Verein zurück. Bald darauf fand er sein Glück bei zwei SOS-Damen. Hier wurde er prima aufgenommen und lebte zufrieden bis 2018 beide seiner lieben Weibchen innerhalb von etwa 2 Monaten verstarben. Die Familie entschied sich aus privaten Gründen mit der Haltung aufzuhören, und so kam Speedy im September 2018 erneut zu uns zurück.

In der Pflegestelle fand Speedy sehr grossen Gefallen an Vermittlungsweibchen Cleopatra. Das schöne und auch sehr tragische: er hätte sogar mit ihr zusammen zu uns bekannten Haltern ziehen können, da hier vor kurzem traurigerweise ein Böckchenplatz frei wurde. Jedoch sollte es dazu nicht kommen: kurz bevor der grosse Tag kam, sass Speedy plötzlich ganz aufgegast und apathisch im Häuschen. Nach der Erstversorgung ging es zum Tierarzt, er wurde stationär aufgenommen, da er inzwischen in schwachem Zustand und auch in Untertemperatur war. Dort wurde er dann nach kurzzeitiger Stabilisierung gründlich untersucht. Es wurde unterhalb des Kiefers eine Umfangsvermehrung festgestellt, ob es sich um eine Entzündung/Abszess oder etwas tumoröses handelte liess sich zunächst nicht sagen. Zu weiteren Untersuchungen oder Behandlungen kam es dann auch nicht mehr, Speedy ging es rapide schlechter, er stand kurz vor einem Kreislaufkollaps, so war eine Narkose ohnehin völlig ausgeschlossen, seine Körpertemperatur sank trotz Gegenmassnahmen weiter, er baute massiv ab, und bald war klar, dass man für den lieben Schatz nur noch eines tun konnte: ihn sanft entschlafen zu lassen. Der ganze Verlauf ging so schnell, dass man vollkommen geschockt zurückblieb. Speedy wurde 5 Jahre alt.

 
Speedy
 

 

Kommt gut an, ihr Lieben!

Ihr werdet unvergessen sein!

 

 

 


 

"So, mein Kleiner, Du passt jetzt bitte auf alles auf, denn ich ziehe heute um zu meinen beiden Mädels in die Patenpflegestelle Malsch".
"Warum musst Du denn gehen??? Du bist doch mein Freund!?!"
"Ach mein Kleiner, ich will auch mal ankommen und in Ruhe leben. Das verstehst Du doch sicher!  Ich werde Dich so sehr vermissen! Deine Mama kann Dich ja jederzeit zu mir bringen, wenn Du mich brauchst."
"OK, wir sehen uns und bleiben immer in Kontakt <3!"

Dagobert und der kleine Sohn der Pflege-/Patenpflegestelle Au am Rhein.


 

Insa kam im April 2017 zu uns in den Verein, da die Haltung beendet wurde. In der Pflegestelle angekommen wurde festgestellt, dass Insa Zysten hatte, sowie ein Atherom, das entfernt werden musste, da es kurz vor dem Platzen war und drückte. Die Operation überstand die Maus mit Bravour. Als Insa noch in der Pflegestelle in der Heilungsphase der OP-Wunde war, verstarb Patenweibchen Flame und liess ihren Partner Patenböckchen Olav alleine zurück. Da es zu diesem Zeitpunkt kein Patenweibchen gab, das auf der Suche nach einem Plätzchen war durfte Insa zu Olav ziehen. Die beiden verstanden sich auf Anhieb gut, Insa lebte sich sehr schnell ein und genoss die Annehmlichkeiten in ihrem neuen Zuhause in vollen Zügen.

Im Juni 2018 machte sich bei Insa Arthrose bemerkbar, hier erhielt sie verschiedene Medikamente und es ging ihr besser, sie hatte auch Gewicht verloren und nahm nun wieder schön zu. Insgesamt merkte man ihr langsam an, dass sie alterte aber sie hielt sich tapfer, war munter und nach wie vor blitzschnell zu Stelle wenn das Essen serviert wurde. Inzwischen war auch Olav über die Regenbogenbrücke gezogen, und Insa bekam wieder einen lieben Schweinemann an ihre Seite, den sie ebenfalls sehr mochte.

Im Februar 2019 war die Arthrose weiter fortgeschritten und Insa wirkte gelegentlich etwas "tüttelig", es wirkte manchmal als ob sie mitten im Laufen vergass wohin sie wollte, sie blieb dann stehen und lief weiter wenn es ihr wieder einfiel. Auch dauerte es länger bis sie mitbekam wenn die Fütterung war usw. Doch kam sie trotz allem gut zurecht, und das alles machte sie umso liebenswerter. Die Senior-Schweinchen haben einfach einen ganz eigenen Charme.

Im April 2019 bekam Insa heftigen Durchfall und einen Arthrose-Schub. Es ging ihr zusehends schlechter, sie baute immer mehr ab und letztlich konnten alle vier Beinchen nicht mehr, der Durchfall ging nicht mehr weg und die Lebensqualität war einfach nicht mehr gegeben. Insa sollte nicht vor sich hin vegetieren müssen, als das Leid zu gross geworden wäre entschied sich ihre Pflegemama zusammen mit dem Tierarzt am 30.04.2019 schwersten Herzens, Insa sanft entschlafen zu lassen. Insa wurde 6 Jahre alt.

So nehmen wir heute traurigen Herzens Abschied von unserer lieben und so süssen, zauberhaften Insa.

 

 

 

Die Welt stand still, als Du gegangen bist.
Die Sonne ging unter für mich.
Aber es gibt irgendwann ein Wiedersehen
und darauf freue ich mich.

(unbek. Verfasser)

 

Komm gut an geliebte Maus!

 


 

Heute verabschieden wir uns traurigsten Herzens von unserer lieben Freia. Den nachfolgenden Text hat ihre Pflegemama geschrieben, sie lässt uns damit an Freia´s wunderbarem Chrarakter und der Zeit mit ihr teilhaben.

 

Freia kam im September 2018 mit zwei Jahren in unseren Verein. Da sie ein Satin-Meerschweinchen war, war sofort klar, dass sie im Verein bleiben würde. In dem Erbgut dieser Tiere liegt oftmals die tückische Krankheit Osteodystrophie, welche Knochenschwund verursacht. Noch war die Krankheit nicht ausgebrochen und wir hatten Hoffnung, dass Freia das Gen nur rezessiv vererbt bekommen hatte und es im Idealfall nie ausbrechen würde.

Freia hat sich sofort in der Patentiergruppe wohlgefühlt und bereits nach 20 Minuten den alten Hasen der Gruppe rotzfrech das Futter aus den Mäulchen geklaut. Sie war ein sehr aufgeweckter kleiner Zeitgenosse und hat wieder Leben in die Patentiergruppe gebracht. Die Gruppe war nach dem Tod von Patentier Felia nämlich sehr still, leise und teilnahmslos geworden.

Zweibeiner hingegen waren ihr nicht wirklich geheuer. Sie hat große Augen gemacht als sie dann feststellen musste, dass ihre neuen Freunde - statt weg zu rennen - dem Zweinbein auch noch entgegen gelaufen sind! Wie merkwürdig! Schnell war klar wieso: Zweibein hatte ab und an Leckerchen dabei, die es auch wirklich nur aus der Hand gab… Zwickmühle! Da der Appetit auf Leckereien allerdings größer war, hat Freia sind nach wenigen Wochen bereits mutig an Zweibein heran getraut und sich Leckerchen abgeholt. Sie hatte schnell Vertrauen gefasst und war irgendwann die erste, die nach Snacks bettelte und sogar ungestüm auf Zweibeins Hand kletterte, nur um schnellstmöglich allerlei feine Sachen abzustauben. Ein Quantensprung für die kleine schreckhafte Maus.

Ihre Schlafphasen waren ebenfalls sehr amüsant: Freia wurde meist von jetzt auf gleich müde und ist meist umgefallen wie ein Stein, egal wo sie gerade saß. Dann wurde erst einmal genüssliche eine Runde geschlafen. Heubett und Kuschelsachen waren hierbei immer die besten Schlafplätzchen, denn darin schlief es sich nämlich noch besser.

 

Im April dann der Tiefschlag: Freia ging es plötzlich schlecht. Die OD hatte urplötzlich und ohne Vorwarnung zugeschlagen. Innerhalb weniger Tage hatte Freia keinen Appetit mehr, verlor an Gewicht und war teilnahmslos geworden. Röntgenbilder haben daraufhin gezeigt, dass die Krankheit sie mit voller Härte getroffen hatte: innerhalb kürzester Zeit hatten Ihre Hinterbeine Hohlräume gebildet, ein Teil des Kiefers sich aufgelöst und im Ellbogen war ein Stück abgesplittert aufgrund des porösen Gewebes.

Da es bei OD keinerlei Heilungschancen gibt, wurde Freia umgehend erlöst.

Nachfolgende Worte sind für die wunderbare Schweinedame:

„Wir vermissen dich sehr kleine Freia. Du warst wie das berühmte Duracell-Häschen. Aufgedreht bei voller Energie, nur um dann bei ausgiebigen Schläfchen deine „Akkus“ wieder zu laden. Es war undenkbar, dass ein solch kleines, freundliches Geschöpf ein derartiges Schicksal ereilen würde. Und nach so kurzer Zeit sowieso nicht. Wir hatten mit vielen Jahren gerechnet und doch waren es wieder nur Monate, die wir zusammen verbringen durften. Du fehlst uns unendlich. Komm gut an kleiner Schatz und grüße die anderen von uns.“

 

 

 Obwohl wir dir die Ruhe gönnen

ist voll Trauer unser Herz,

dich leiden sehen und nicht helfen können

war unser allergrösster Schmerz.

Einen weiteren Weg wirst du nun gehen

ohne Schmerzen, ohne Leid

der Tod auf unserem Planeten

ist die Geburt zur Ewigkeit.

(unbek. Verfasser)

 

Komm gut an, geliebte Maus!

 


 

 

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