Zugegeben: Die TIERisch gut-Messe 2017 ist schon ein paar Tage her - dennoch möchten wir es nicht versäumen, Euch für Euren Besuch am Messestand, allen unseren Sponsoren, unseren fleißigen Kuschelsachen-Näherinnen, den emsigen SOS-Messestand-Team und allen Helfern hinter den Kulissen zu danken!

Hier einige Impressionen unseres Messestandes, unseren Besuchern und unserem gut gelaunten Messestand-Teams:

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Hier unsere Messe-Sponsoren, bei denen wir uns nochmals ganz herzlich für Ihre großzügigen Spenden bedanken möchten!

Cavialand Hansemanns-Team Heukönig
Heukorb JR-Farm Kellis-Tiershop
Leckermaul Steppenlemming's Trixie



 

!!! SAVE THE DATE !!!


Auch bei facebook:

 


 

 

 


Oscar

OSCAR: Hallo Leute, hier ist euer Oscar.

Nach der vielen Botanik der letzten zwei Wochen haben wir erstmal genug von den schlauen Folgen. Uns brummt jetzt noch der Kopf, puh-MUIG. So schwierig hatte ich mir das gar nicht vorgestellt. Jetzt erzählen wir aber mal wieder was von uns.

TOFFEE: Ja, aus gegebenem Anlass wollten wir mal darüber sprechen, worauf man achten muss, wenn man so als Zweibein nicht nur Meerschweinchen hält, sondern auch noch andere Tiere.

CLARA: HUNDE zum Beispiel!!!

TOFFEE: Also, wir sind ja harmlos und lieb und tun keinem was, deshalb ist unsere Haltung für andere Tiere eigentlich immer unproblematisch. Wir sind ja auch Veganer und knabbern keine anderen Mitbewohner an.

JANE: Naja, aber man sollte auch keine Hamster oder Gerbils oder Mäuse zu uns setzen. So Mini-Nager und wir passen nicht zusammen. Die wohnen besser in einem eigenen Gehege.

TOFFEE: Nicht, dass die Clara sich versehentlich drauf setzt, kicher-MUIG.

CLARA: Wieso gerade ich??? Empört--MUIG.

 


Clara

OSCAR: Oder ich zum Beispiel, ritterlich-beisteh-MUIG. Größere Nager wollen wir aber auch nicht in unserem Haus. Die könnten uns auch gefährlich werden.

TOFFEE: Also Ratten, Frettchen und Co. bitte mit stabilen Gittern dazwischen und ordentlich Abstand. Denen schmecken wir nämlich, wenn sie uns erwischen. Und denkt bei deren Gehegen dran, dass die klettern können wie Teufel. Die brauchen also ein stabiles Dach über sich, damit sie nicht ausbüxen und uns besuchen. Gott-bewahre-MUIG.

CLARA: Fische und Meerschweinchen kann man gut in einem Haushalt halten. Da gibt es keine Berührungspunkte. Es muss nur gewährleistet sein, dass wir unter keinen Umständen in das Aquarium fallen können.

OSCAR: Wie sollte denn ein Meeri jemals in ein Aquarium fallen können?

CLARA: Keine Ahnung. Ich sag's ja bloß.

JANE: Meeris und Schlangen in einem Haushalt geht aber gar nicht.

TOFFEE: Warum? Die haben doch ein eigenes Terrarium, aus dem sie nicht raus können.

OSCAR: Aber Zweibeiner, die sich Schlangen halten, sehen Meeris und Mäuse und Küken oft nicht als Tiere mit eigener Lebensberechtigung. Für die sind wir nur Schlangenfutter.

TOFFEE: Iiiiek-MUIG. Ich weiß ja, dass wir in der Nahrungskette ziemlich weit unten sind, aber ich kann mir partout nicht vorstellen, einfach gegessen zu werden.

CLARA: Keine Sorge, du bist schon zu zäh. Außerdem würde dein ausladendes Hinterteil der Schlange im Hals stecken bleiben, revanchier-MUIG.

Aber viele Schlangenhalter holen sich billig junge Meeris aus heimlichen Kellerqualzuchten, wo die Meeris am Fließband produziert und für 5 Euro als Lebendfutter abgegeben werden, zornig-MUIG.


Jane, Oscar, Toffee, Clara

OSCAR: Schlangenhaltung sollte definitiv verboten werden, außer für vegane Schlangen.

CLARA: Es gibt keine veganen Schlangen, Oscar.

OSCAR: Dann liebe Zweibeiner mit Meeris UND Schlangen im Haushalt: Kauft euren Schlangen bitte was an der Fleischtheke!

TOFFEE: Aber das Fleisch an der Fleischtheke waren doch auch mal Tiere, die nicht gegessen werden wollten, mitleidig-MUIG.

CLARA: So sind wir, stets uneigennützig und um das Wohl der anderen besorgt, spöttel-MUIG.

JANE: Vögel sind soweit OK, so lange das Zweibein nicht auf die Idee kommt, die Vogelvoliere unten mit Meeristreu einzustreuen und unten auf dem Boden Meeris zu halten, während oben die Vögel 'rumschwirren.

TOFFEE: Igitt-MUIG. Die sind doch nicht stubenrein. Die würden ja alles auf uns fallen lassen.

CLARA: Das wäre für uns ja als würden wir in einer Latrine wohnen, angewidert-schüttel-MUIG. Nein, Tierhaltung in horizontalen Schichten geht nicht. Ihr würdet euch auch nicht auf den Kopf kacken lassen wollen. Und ein Papageienhaufen ist ganz schön groß. Außerdem ätzt Vogelmist, besonders wenn wir ihn in die Augen kriegen. Geht gar nicht!

TOFFEE: Außerdem lassen Vögel nicht nur ihre Hinterlassenschaften fallen, sondern auch lauter Vogelfutter.

OSCAR: Vielleicht würde uns das ja schmecken?

CLARA: Es bekommt uns aber nicht. Vögel picken Körner und Körner sind Getreide. Das ruiniert unsere Darmflora.


Toffee

TOFFEE: Ich finde, umgekehrt ist es viel kritischer. Vögel essen bestimmt auch gerne Salat und Kräuter und frisches Gemüse und Obst. Stellt euch vor, unser Buffet wird serviert und ein Schwarm Vögel stürzt sich auf uns und unser Essen und schmatzt es weg oder schleppt die besten Stücke nach oben, wo wir nicht mehr dran kommen, schudder-MUIG.

CLARA: Nicht auszudenken. Außerdem bekäme ich bestimmt jedes Mal einen Herzinfarkt, wenn plötzlich so ein Flattermann über mir kreist. Da werden ja alle Urinstinkte und Fluchtreflexe wach und wir wären nur noch mit Raketenstarts beschäftigt.

JANE: Das wäre aber auch nichts für die Vögel, so über uns zu wohnen. Unsere Einstreu staubt ja doch immer ein bisschen und Vögel kriegen da schnell Atemwegsprobleme. Deswegen hält man sie ja auch auf nicht-staubendem Vogelsand. Das ist ein kalkhaltiger Quartzsand mit vielen klein zerstoßenen Muschelschalen. Vögel brauchen den und picken den auf wegen der Mineralien. Aber uns darf man darauf nicht halten, weil uns die scharfen Muschelkanten sonst die Füßchen zerschneiden, aua-MUIG.

OSCAR: Naja, die meisten Leute werden wohl Hunde und Katzen haben.


Jane & Clara

TOFFEE: Ja, Katzen sind mit Abstand die beliebtesten Haustiere. Als zweites kommen Hunde und als drittes die Kleintiere. Damit sind alle kleinen Nagetiere gemeint. Bei den Kleintieren sind Kaninchen am beliebtesten und danach kommen wir Meeris.

CLARA: Das ist mir unverständlich wie wir hinter den Katzen, Hunden und Kaninchen landen konnten. Es kann doch bestimmt nichts befriedigerendes geben als Meeris zu halten, überzeugt-MUIG.

TOFFEE: Also Meeris und Katzen in einem Haushalt ist schon machbar. Aber es kommt sehr auf die Katze an. Die Mama Kerstin hat mal im Internet ein Video gesehen, da lag eine Katze mitten im Meerigehege und hatte sich so in eine Kuschelrolle reingearbeitet, dass man nur vorne die Nase sah und hinten guckte der lange Schwanz raus und die Meeris saßen drumrum und guckten bedröppelt, weil ihre Kuschelrolle fremdbesetzt war.

OSCAR: Die hat wohl den Meeris nichts getan, wenn sie da so ein und ausging. Aber das ist wohl eher die Ausnahme. Katzen können uns ganz schön gefährlich werden.

CLARA: Aber die essen uns doch nicht. Wir sind doch keine Mäuse, sondern viel größer.

JANE: Katzen sind Raubtiere. Und viele von ihnen haben einfach Spaß am Jagen. Dann fangen sie Mäuse oder Vögel, manchmal spielen sie mit denen bis die dann tot sind und oft essen sie sie gar nicht, weil sie lieber ihr saftiges Katzenfutter essen. Aber wenn sie auf die Idee kommen uns zu jagen, kann uns ganz schnell der Schlag treffen oder wir kriegen einen Herzinfarkt oder erleiden Verletzungen durch die Krallen oder Zähne der Katze.


Jane

TOFFEE: Und wenn wir uns erschrecken und weglaufen, dann animiert das die Katze vielleicht erstmal, uns nachzulaufen.

OSCAR: Deshalb sollten unsere Gehege in einem Haushalt mit Katze eine Abdeckung haben, die so beschaffen ist, dass die Katze sie nicht öffnen und zu uns reinklettern kann. Ein schwerer Holzrahmen mit einem Maschendraht zum Beispiel, der so aufliegt, dass die Katze ihn nicht verschieben oder anheben kann.

CLARA: Und die Zwischenräume eines Gitters oder Maschendrahts müssen so eng sein, dass die Katze nicht mit den Pfoten reinhakeln und nach uns greifen kann, sonst ist das purer Stress für uns und wir könnten auch verletzt werden, wenn die Katze uns kratzt. Bei sowas kann man auch mal schnell ein Auge verlieren.

TOFFEE: Es gibt Katzen, die liegen dann stundenlang auf unserem Gehege und beobachten uns. Naja, wir sind ja auch total interessant.

OSCAR: Eigentlich haben wir ja lieber eine unvergitterte Aussicht ohne Katze. Aber wenn wir wissen, dass sie nicht zu uns rein und uns nichts tun kann, dann gewöhnen wir uns auch daran, dass sie auf unser Haus springt und sich da hinlegt. Dann machen wir deswegen auch keine Raketenstarts mehr. Wir sind ja nicht dumm.

CLARA: So, jetzt kommen wir aber mal zu den Hunden, damit wir unser eigenes Erlebnis erzählen können.

TOFFEE: Ach ja, das war was, Junge-Junge-MUIG. Also, unsere Raven ist jetzt 18 Monate alt, also eine richtige Teenager-Bratze, und ihr wisst ja, dass sie ein Labrador ist. Das ist nämlich wichtig.

OSCAR: Genau. Es gibt ja wahnsinnig viele Hunderassen und ohne Ende Mischlinge. Aber man kann sie alle in nur zwei Kategorien aufteilen: Hunde mit Jagdtrieb und Hunde ohne Jagdtrieb. Wenn man einen Hund mit Jagdtrieb hat, hält man besser daneben keine Meerschweinchen oder andere Kleintiere.


Oscar, Toffee, Clara, Jane

JANE: Ja, der Jagdtrieb macht, dass ein Hund allem nachrennt, was sich bewegt, und es fängt und dann meistens auch totbeißt. Die Mama Kerstin hat eine Bekannte, die hat ihre beiden Meeris mal in einem Gartengehege laufen lassen. Dann kam Besuch mit einem Dackel. Der sollte eigentlich im Auto bleiben, aber als sein Frauchen die Autotür aufmachte, um auszusteigen, hat sich der Dackel rausgequetscht, ist pfeilschnell in den Garten gerannt, in den Meeriauslauf gesprungen und hat die beiden armen Meeris totgebissen, bevor jemand eingreifen konnte. Hunde können uns richtig gefährlich werden.

CLARA: Manche Hunderassen sind deshalb mit uns Wutzen gar nicht kompatibel. Jack-Russell-Terrier sind z.B. speziell für die Rattenjagd gezüchtet worden. Wenn die uns Meeris sehen, geht alles mit denen durch. Als Meerschweinchen in einem Jack-Russell-Haushalt würde ich mir ein einbruchsicheres Haus mit kräftiger doppelter Rundum-Vergitterung wünschen auf einem soliden sehr hohen Tisch in einem immer abgeschlossenen Zimmer. Noch besser wäre, wenn der Hund auszieht.

TOFFEE: Gott sei Dank sind Labradors Hunde ohne Jagdtrieb. Viele Labradors kuscheln sogar mit ihren tierischen Mitbewohnern, wenn alle Tiere gut sozialisiert und aneinander gewöhnt sind. Und die Mama Kerstin hat sich schon viel Mühe gegeben, Raven und uns aneinander zu gewöhnen, aber weil sie noch jung und stürmisch ist, gab es bisher nur gegenseitiges Anschauen und Beschnuppern unter Aufsicht, weil die Raven immer gleich so begeistert ist und dann vergisst sie vielleicht wie stark sie ist.


Toffee

OSCAR: Außerdem hat die Kerstin ihr beigebracht, dass sie unter keinen Umständen in unseren Wohnzimmerauslauf steigen darf.

JANE: Dummerweise ist jedes Verbot nur so gut wie die Möglichkeit zu kontrollieren, dass es eingehalten wird.

CLARA: Deshalb würde die Raven nie bei uns in den Auslauf einsteigen, so lange die Mama Kerstin irgendwo in der Wohnung ist. Ein schriller Pfiff von uns und die Kerstin wäre in einer Sekunde da, zack-MUIG. Das weiß die Raven natürlich.

OSCAR: Neulich musste die Mama Kerstin aber kurz weg während wir im Auslauf waren und sie konnte die Raven nicht mitnehmen. Also hat sie die Wohnzimmertür zugemacht, damit Raven nicht zu uns ins Auslaufzimmer konnte.

TOFFEE: Das ist eine über zwei Meter hohe und breite und ziemlich schwere Holzschiebetür in einem großen Durchgang zwischen Wohn- und Esszimmer. Aber die Kerstin hat zwar die Tür ganz zugeschoben, aber den Riegel nicht richtig eingehakt. Sie hat es aber nicht bemerkt und ist gegangen.

CLARA: Raven hatte es natürlich bemerkt und kaum war die Mama Kerstin zur Tür raus, fing Raven an die Schiebetür zu bearbeiten und weil sie ziemlich stark ist, dauerte es nicht lange bis wir ihre dicke schwarze Nase durch den Türspalt sehen konnten. Und dann stand sie schon bei uns im Wohnzimmer und schaute in unseren Auslauf.

OSCAR: Uns war schon ein bisschen mulmig zumute, bange-MUIG. Sie ist ja doch ganz schön groß. Wir haben auch ordentlich gequiekt als sie über die Absperrung in unser Gehege gestiegen ist und sind erstmal in den verschiedenen Verstecken verschwunden. Aber für uns hat sie sich gar nicht interessiert. Sie wollte bloß schauen, was es bei uns leckeres für sie zu essen gibt. Als sie das aufgegessen hatte, ist sie einfach wieder gegangen.


Oscar

TOFFEE: Als die Kerstin zurück kam und die offene Tür sah war sie total schockiert. Aber wir kamen gleich alle hungrig nach vorn gerannt und hofften auf ein Leckerchen. Da war sie sehr erleichtert, weil uns nichts passiert war und wir da heil und fröhlich saßen. Das hätte auch schief gehen können.

OSCAR: Mir ist noch nicht ganz klar, woher die Kerstin eigentlich so genau wußte, dass Raven tatsächlich in unserem Auslauf war. Sie hätte ja auch bloß im Wohnzimmer gewesen sein können.

CLARA: Ganz einfach, Oscar. Als die Kerstin zurück kam lag kein einziger Köttel mehr von uns im Auslauf. Die hatte die Raven alle gefressen. Und die Kerstin weiß ja wie scharf Raven auf unsere Köttel ist. Für die sind unsere Köttel eine echte Delikatesse. Es war also ein sehr kurzer Indizienprozess mit einer so erdrückenden Beweislage, dass kein Zweifel an Ravens Täterschaft bestand.

OSCAR: Hihi-MUIG. Aber Raven kam dann doch auf Bewährung frei, weil die Kerstin so erleichtert war, dass sie uns kein Haar gekrümmt hatte.

JANE: Jedenfalls wisst ihr jetzt, liebe Zweibeiner, dass eure Wachsamkeit nie nachlassen darf, wenn es um unseren Schutz geht. Man kann so schnell eine Kleinigkeit übersehen und dann hängt unser Schicksal am seidenen Faden.

TOFFEE: Aber jetzt machen wir mal fix Schluss und essen schnell unsere Leckerchen. Wir haben uns nämlich irgendwie verquatscht heute und die Kerstin steht schon da mit Gurke und Möhre für uns.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Hier, meine Süßen, euer Episodengemüse.

JANE: Danke. Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche...

 

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Hier verabschiedet sich noch ein November-Engelchen von uns...

Folgende liebe Worte sind der süßen Mercedes gewidmet:

 

Ich erinnere mich noch ganz genau an den Tag, als wir erfahren haben, dass wir ein Patenweibchen aufnehmen können. Wir kamen aus dem Urlaub voller Freude und diese wurde durch dich Mercedes noch gesteigert. Im Dezember 2016 bis du schon bei uns eingezogen. Der Versuch, dich in unsere Gruppe zu integrieren, hat leider nicht geklappt. Unsere 4-er Gruppe war zu lebendig und aufgeweckt für dich. Mit 8 Jahren, Arthrose und einem Tumor am Mäulchen warst du überfordert und hast dich nicht wohlgefühlt. Da du unser Herz im Sturm erobert hast, war sofort klar, dass wir dich nicht mehr freiwillig hergeben. Somit ist extra für dich die wuschelige Peruaner Dame Katina verpatet worden und im Januar 2017 in eine eigene Etagen mit dir gezogen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurdet ihr ein Traumpaar und habt ständig nebeneinander geschlafen und wart unzertrennlich. Auch deine geliebten Kuschelsachen hast du gerne mit Katina geteilt.

Katina hat immer sehnsüchtig auf dich gewartet und dich nicht aus den Augen gelassen, wenn du mal wieder zur Medikamentengabe zu uns musstest. Da sich dein Gesundheitszustand ziemlich schnell verschlechtert hat, warst du sehr oft bei uns. Der Tumor ist immer größer geworden, die Arthrose hat dir das Laufen immer mehr erschwert und dein kleines Herzchen wurde auch immer schwächer, wodurch du Wasser auf der Lunge bekommen hast. Durch die vielen Medikamente konntest du die meiste Zeit einen angenehmen Lebensabend vollbringen. Du warst immer die Erste am Näpfchen voller Leckereien, die dir etwas Gewicht auf deine schmalen Hüften zaubern sollten. Und auch den Päppelbrei hast du ganz gierig gefressen. Aber nur aus der Spritze hat er so richtig gut geschmeckt. Du wusstest einfach immer ganz genau was du willst und was nicht. Der heiße Sommer hat deinem Herzen große Probleme bereitet. Du warst so schlapp, dass du noch nicht mal mehr zum Fressen Kraft hattest. Auch dies hast du überstanden und dich wieder erholt. Hier hatten wir schon große Angst um dich, aber du warst eine Kämpferin.

Dein Watschelgang, deine Kulleraugen und dein eigener Kopf haben unser Herz jeden Tag zum Strahlen gebracht. Im Oktober 2017 durftest du noch einen wunderschönen Urlaub mit Katina bei deiner ersten Pflegemama verbringen. Diesen hast du auch noch in vollen Zügen genießen können. Im November hat sich deine Arthrose so stark verschlechtert, dass du kaum noch laufen konntest und auch die Schmerzmittel in Hochdosen haben zu keiner Besserung mehr geführt. Am 27. November haben wir den schweren Entschluss gefasst, dass unser süßes Mäuschen ein Engelchen wird. Du durftest knapp 9 Jahre alt werden. Wir sind so glücklich fast auf den Tag genau 1 Jahr mit dir verbracht zu haben. Es war eine sehr intensive Zeit, die wir genossen haben und nie vergessen werden. Du fehlst uns und der Abschied ist uns sehr schwer gefallen. Aber es ist nicht wichtig wie lange die gemeinsame Zeit war, sondern die Erlebnisse und Erinnerungen zählen und hiervon gibt es viele. Du bleibst immer in unserem Herzen.

 

Deine Mama Bettina und Papa Tobias

 

 

 

Komm gut an kleine Maus!!

 


 

SOS-Kayo und sein Kumpel Steven fiebern der Rückrunde der Fußballbundesliga entgegen:

Kayo: "Steven, ich muss Dir das doch nochmal mit dem Abseits erklären - gib' mal das Daddeldings her!"

 


 

 


Clara

CLARA: Hallo Leute, hier ist eure Clara.

Ihr erinnert euch ja, dass wir in der letzten Folge darüber gesprochen haben, dass es tatsächlich drei verschiedene Pflanzengattungen gibt, die alle Löwenzahn heißen. In der letzten Folge habt ihr ganz viel über den bekannteren Taraxacum-Löwenzahn gelernt. Heute erzählen wir euch von den beiden anderen, nicht so bekannten Löwenzähnen.

TOFFEE: Der erste davon heißt mit botanischem Namen "Leontodon". Das ist griechisch und kommt von Löwe und Zahn.

OSCAR: Manche nennen ihn auch Milchkraut oder Schaftlöwenzahn.

JANE: Dieser Löwenzahn gehört erst mal genau wie der Taraxacum-Löwenzahn von letzter Woche zur Ordnung der Asternartigen, darin zur Familie der Korbblütler und darin zur Unterfamilie der Zichorien. In dieser Unterfamilie gibt es einige verschiedene Gattungen, unter anderem die Gattung Taraxacum-Löwenzahn mit vielen Arten und die Gattung Leontodon-Löwenzahn, die auch viele Arten hat, aber nicht so viele wie der Taraxacum, sondern nur ungefähr 50.

TOFFEE: Wir haben noch nie Leontodon-Löwenzahn gegessen, weil die Mama Kerstin bis vor kurzem noch nicht wusste, dass es ihn gibt und wie er aussieht, schade-MUIG. Und jetzt ist die Saison längst 'rum und im Winter wächst keiner. Aber bald ist wieder Sommer. Ach, wenn das der Henry noch hätte erleben dürfen, wehmütig-MUIG.


Toffee

OSCAR: Also der Leontodon ist auch eine Staude und kommt ein paar Jahre lang jedes Jahr wieder bis er alt ist und meint, dass er sich genug fortgepflanzt hat. Aber er ist hier viel seltener als der Taraxacum-Löwenzahn, weil die meisten Leontodon-Arten in Südeuropa wachsen.

CLARA: Wahrscheinlich ist er deshalb hier nicht so bekannt. Außerdem blühen die meisten Leontodon-Arten nicht im Frühling, sondern eher im Sommer und Herbst und er hat auch viel kleinere Blüten als der Taraxacum.

TOFFEE: Hoffentlich findet die Mama Kerstin dann nächstes Jahr überhaupt welche, wenn die hier so selten sind, besorgt-MUIG.

JANE: Sie wird sich bestimmt Mühe geben. Und wenn hier keine wachsen, schicken wir sie über die Alpen, damit sie uns von dort welche holt.

OSCAR: Ihr erinnert euch, dass der Taraxacum 200 bis 300 kleine Blütenzungen hat, die zusammen eine große Scheinblüte bilden. Der Leontodon hat meistens nur etwa 20 bis 50 kleine Zungenblüten, damit schafft er auch nur eine kleinere Scheinblüte.


Leontodon-Blüte

CLARA: Und wo der Taraxacum immer sein typisches Löwenzahngelb hat, kann der Leontodon nicht nur gelb sein, sondern auch weißlich-hellgelb oder gelb-orange und die äußeren Zungenblüten haben auf der Unterseite oft rötliche oder grünliche Streifen, wie hier auf dem Bild.


Leontodon-Blüte

TOFFEE: Ich bin mal auf den nächsten Herbst gespannt, ob mir die Leontodon-Blüten besser schmecken als die vom Taraxacum. Von dem mag ich nämlich nur die leckeren Blätter, sabber-MUIG, obwohl wir die ganze Pflanze essen dürfen.

JANE: Der Leontodon vermehrt sich jedenfalls nur durch Bestäubung und kann sich nicht wie der Taraxacum selbst klonen. Deshalb gibt es ja auch viel weniger Leontodon-Arten, weil sich Mutationen nicht so leicht durchsetzen, wenn immer die Erbinformationen von zwei Pflanzen gemischt werden.

CLARA: Der Leontodon bildet auch massig Samen, aber weil er viel weniger Zungenblüten hat und jede nur eine Frucht ausbildet, hat er keine so beeindruckende Pusteblume wie der Taraxacum, sondern eher ein puscheliges rundes Pusteköpfchen.

OSCAR: Das liegt auch daran, dass die Flugschirmchen vom Leontodon direkt an der Frucht befestigt sind, während der Taraxacum noch einen Stiel dazwischen hat.

TOFFEE: Der Taraxacum hat also quasi einen Stockschirm und der Leontodon hat nur einen Knirps, hihi-MUIG.

JANE: Du musst Taschenschirm sagen, sonst ist es Schleichwerbung.

TOFFEE: Ist es gar nicht! Jeder weiß, dass Meerschweinchen keine Regenschirme benutzen, aber gerne Löwenzahn essen. Deshalb ist es nur eine Löwenzahnwerbung!

JANE: Meinetwegen-MUIG.

Jane

CLARA: Die Leontodon-Samenkapseln fliegen aber auch ohne langen Stiel am Schirm genauso gut und weit wie die vom Taraxacum.

OSCAR: Er hat auch eine lange Pfahlwurzel, ist aber nicht so wild auf Stickstoff, deshalb steht er nicht so auf den Hunde-Pipi-Plätzen 'rum. Der mag verschiedene Böden, je nachdem, welcher Art er angehört.

TOFFEE: Jedenfalls wachsen die Blätter vom Leontodon genauso in einer runden Rosette aus dem Boden wie die vom Taraxacum und sie haben auch genau so zahnige Blätter.

JANE: Gezähnte Blätter, korrigier-MUIG.

TOFFEE: Na, das ist ja wohl dasselbe!

JANE: Botanisch sagt man aber gezähnt.

TOFFEE: Naja, jedenfalls sehen die Blätter aus wie ein Zahnraffelgebiss.

OSCAR: Aber oft sind die Blätter viel schmaler und stärker eingekerbt als beim Taraxacum und die meisten Arten vom Leontodon haben behaarte oder sogar richtig borstige Blätter.


Leontodon-Blatt

CLARA: Deshalb haben viele Leontodon-Arten auch so Namen wie "Steifhaariger Löwenzahn" oder "Raues Milchkraut". Die kribbeln bestimmt auf der Zunge beim essen, frrrrr-MUIG.

TOFFEE: So, und jetzt passt auf:

Der bei uns bekannteste Leontodon ist der Herbstlöwenzahn, der heißt schon ewig auf botanisch "Leontodon autumnalis". Aber dann haben die Zweibeiner beim Vergleichen der Leontodon-Arten festgestellt, dass alle Leontodons unverzweigte Stängel haben mit nur einer Blüte oben drauf, bloß der Herbstlöwenzahn hat verzweigte Stängel mit je einer Blüte pro Verästelung, so dass da an einem Stängel mehrere Blüten sitzen. Also haben die Zweibeiner  entschieden, dass der Herbstlöwenzahn jetzt botanisch gar kein Leontodon mehr ist, sondern einer noch anderen Gattung der Zichorien angehört, die heißt Spotz... Schoz... Scorz... (Knoten-in-der-Zunge-MUIG).


Herbstlöwenzahn

JANE: "Scorzoneroides". Das ist auch eine eigene Gattung innerhalb der Unterfamilie der Zichorien, also die dritte Pflanzengattung mit Löwenzähnen. Die nennt man auch Schuppenlöwenzähne. Und der Herbstlöwenzahn ist jetzt neuerdings nicht mehr die Art "Leontodon autumnalis",  sondern die Art "Scorzoneroides autumnalis". Bei den Scorzoneroiden gibt es auch ein paar verschiedene Arten, z.B. neben dem Herbst(schuppen)löwenzahn auch noch den Alpenschuppenlöwenzahn.

TOFFEE: Mann, ist das kompliziert, stöhn-MUIG.

JANE: So sind die Zweibeiner. Aber das kannst du sofort wieder vergessen. Wichtig sind bei allen Pflanzen nur zwei Kriterien:

Giftig, dann weg damit.

Oder ungiftig, dann her damit.

Und bei den ungiftigen gilt noch:

Schmeckt gut, dann reichlich davon.

Oder schmeckt nicht, dann liegen lassen.

Jedenfalls sind alle Löwenzähne essbar, egal welcher botanischen Gattung sie angehören. So-ist-das-MUIG.


Oscar

OSCAR: Aber die Leontodons und der Herbstlöwenzahn sind sich untereinander schon auch sehr ähnlich. Beide haben den typischen weißen Milchsaft, den auch der Taraxacum-Löwenzahn hat. Bloß hohle Stängel haben sie nicht, sondern sind mit einem Mark gefüllt.

CLARA: Die Leontodons und der Herbstlöwenzahn können 10 bis 80 cm hoch werden.

JANE: Aber sie sind keine Arzneipflanzen wie der Taraxacum. Bloß Futterpflanzen und auch gut für die Bienen.

TOFFEE: Der Herbstlöwenzahn kriegt aber keine richtig schöne weiße Pusteblume. Die sieht eher ein bisschen bräunlich und stachelig aus. Mehr wie eine pieksige Dornenkrone. Die Früchte sind ein bisschen gelblich mit gefiederten Härchen.

CLARA: Die verschiedenen Löwenzähne unterscheiden sich aber auch schon vor der Blüte. Beim Taraxacum und beim Herbstlöwenzahn stehen die Stängel mit den Knospen dran so aufrecht wie Soldaten und die Knospenspitzen zeigen nach oben, salutier-MUIG.

OSCAR: Genau. Und den Leontodon erkennt man daran, dass er bevor er aufblüht die Knospen so hängen lässt wie der Lesearm von der Wohnzimmerlampe unserer Mama Kerstin. Die Stängel sind also ganz gebeugt und die Knospen schauen nach schräg unten und stellen sich erst aufrecht, wenn sie aufblühen.


Leontodonknospen-Lesearm

JANE: Außerdem muss man beim Unterscheiden der ganzen Löwenzähne auf die Hüllblätter achten. Das sind die kleinen grünen Blätter, die oben am Stiel außen um den Blütenkorb wachsen. Beim Herbstlöwenzahn und beim Leontodon stehen diese Hüllblätter ganz gerade nach oben, aber beim Taraxacum sind sie immer umgebogen und schauen nach unten. Das sieht man hier auf den Bildern.

    
Taraxacum-Löwenzahn                                 Herbstlöwenzahn

TOFFEE: So. Jetzt habt ihr ganz viele Unterscheidungsmerkmale gelernt, um auch die Pflanzen als Löwenzahn zu erkennen, von denen ihr bisher nicht wusstet, dass sie auch Löwenzähne sind.

OSCAR: Eure Meeris werden es euch danken, wenn ihr die vom Spaziergang mitbringt und so den Speiseplan bereichert.

CLARA: Und irgendwann demnächst, aber nicht gleich nächste Woche, weil wir jetzt erst mal genug haben von all der Botanik, beschreiben wir euch noch den sogenannten "Riesenlöwenzahn" und zeigen euch ein paar Pflanzen, die man mit den ganzen Taraxacum- und Leontodon- und Spotzofonie-Löwenzähnen leicht verwechseln kann.

JANE: "SCORZONEROIDES"!!!

CLARA: Sag' ich doch!

JANE: Ich halt's nicht aus, stöhn-MUIG.

Keeeeerstiiiiiiinnnn, quiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeek....

KERSTIN-ZWEIBEIN: Hallo ihr Süßen. Ich hab' wieder dreimal Gurke für die Mädels und einmal Möhre für den Herrn, hier bitte.

OSCAR: Oh fein, lecker.

CLARA: Kann ich heut' auch Möhre haben?

KERSTIN-ZWEIBEIN: Die Küche sagt, Abweichungen von Gurke gibt's nur noch nach eintägiger Vorbestellung.

CLARA: Na gut, Gurke ist auch fein.

JANE: Danke. Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche...

 

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