Bevor sich das Jahr 2017 verabschiedet, haben zwei unserer Schützlinge ihr Daheim gefunden - das nennt man doch mal SCHWEIN-GEHABT!!!

Lange musste Skip auf sein Zuhause warten... Vielleicht kann sich der eine oder andere noch an seine schlimme Geschichte erinnern: Er sollte wegen eines Atheroms eingeschläfert werden, da die Halter die Operation nicht bezahlen wollten (**HIER** könnt Ihr seine Geschichte nocheinmal nachlesen).
Da sich zeigte, dass sich Skip und sein bisheriger Partner Milow (er hat bereits sein Zuhause gefunden) nicht besonders grün waren, wurden sie getrennt und durften sich fortan in der  Pflegestelle als Haremswächter erproben, was beiden deutlich besser gefiel und richtig aufblühten.

Skip hat nun das Glück, zwei bezaubernden Damen in diesem Bodengehege mit Zimmerauslauf den Hof zu machen zu dürfen:


Alles Gute im neuen Daheim, lieber Skip!

 

 

Lolli hat sich ganz schnell in die Herzen ihrer neuen Gemüseschnippler "geschweindelt". Zusammen mit SOS-Fuego und einer reizenden Nicht-SOS-Dame wird sie künftig das Gehege unsicher machen:

Wie man sieht, fühlt sich Lolli bereits Meeri-sau-wohl und lässt es sich zusammen mit Fuego und Dotti ordentlich schmecken - der Room-Service funktioniert anscheinend einwandfrei.

Liebe Lolli, alles Gute im neuen Zuhause!

 


 

WIR WÜNSCHEN ALLEN EINEN GUTEN BESCHLUSS DES JAHRES

UND EINEN GUTEN, GESUNDEN UND GLÜCKLICHEN START IN

2018!!!

 

 Ferkel, Schwein, Glück, Glücksschwein

 


 

Ihr beide kamt letztes Jahr in unser Leben und habt sofort im Sturm unsere Herzen erobert!

Ihr wart sofort bei uns zu Hause und habt euch unheimlich wohl und endlich angekommen gefühlt, das spürten und sahen wir.

Es schnürt uns immer noch die Kehle zu, wenn wir daran denken, dass ihr und eure Freundin Biggie-Lou (gestorben 01.12.2017, nicht SOS) jetzt nicht mehr da seid. Ihr fehlt uns unendlich und wir haben erst jetzt ein wenig Kraft gefunden, euch auf diesem Wege „Lebt wohl“ zu sagen.

 

 

Yannie                                                                           Olav (Olli)

 

 

Biggie-Lou

 

Hier ein paar Zeilen an euch persönlich gerichtet:

 

Yannie, auf Grund deines bereits sehr hohen Alters wurdest du direkt verpatet und wir konnten dich als unser erstes Patenschweinchen aufnehmen, nachdem wir uns entschieden hatten, Patenstelle zu werden. Als du da warst, hast du ganz unruhig darauf bestanden, aus der Transport-Box freigelassen zu werden und deine Umgebung zu erkunden. Du warst trotz deiner im Oktober letzten Jahres damaligen 8 Jahre sehr quirlig und mobil. Deine zottelige Wolle, die in alle Richtungen von deinem kleinen Körper abstand, mussten wir erst einmal entwirren. Ansonsten warst du aber soweit ganz fit.

In deinem neuen Zuhause angekommen, saßt du leider knapp 2 Wochen erst einmal alleine, da wir noch auf ein weiteres Patentierchen gewartet haben, welches mit dir deinen Lebensabend verbringen sollte. Da dies aber nicht zeitnah geklappt hat, haben wir dich dann zu unserer eigenen Gruppe gesetzt, in der du auch sofort auf Grund deines Ömchen-Bonus lieb aufgenommen wurdest und dich ganz schnell eingelebt hast.

Mit deinem Charme hast du sogar deinen Menschen-Papa im Null-Komma-Nix um dein Pfötchen gewickelt und er ist immer noch ganz verliebt in dich, wie ich auch. Du bist auch das Schweinchen, welches die meisten Spitznamen von uns bekomme hat, mein Mienchen.

Trotz deiner immer wieder kehrenden Arthrose-Schübe, deines vergrößerten Herzens und etwas Wasser in der Lunge warst du immer gelassen und lebensfroh. Ein echter Sonnenschein eben. Du warst so klein und leicht, dass man immer dachte, du bist ein Baby-Schweinchen, aber du wusstest immer ganz genau was du wolltest und vor allem auch was du nicht wolltest. Deine äußerst liebenswerte Art und absolute Gelassenheit hat uns alle verzaubert. Wenn es mal laut war im Wohnzimmer sind alle anderen geflitzt, nur du bist sitzen geblieben, weil du wahrscheinlich fast nichts mehr gehört hast. Auch der Staubsauger war dein Freund ;-)

Auch die 2 großen Abszesse an deiner Wange und dein Unwohlsein 2 Tage haben wir im Oktober diesen Jahres noch erfolgreich in den Griff bekommen.

Wir haben bereits im Sommer gemerkt, dass du optisch immer älter wurdest und die Arthrose-Schübe kamen auch immer in geringeren Abständen wieder.

Am Ende konnte dein kleiner Körper einfach nicht mehr…..Es tut immer noch so verdammt weh meine Süße!

Am 14.12.2017 dann haben wir gesehen, dass es dir nicht so gut ging und du keinen Appetit mehr hattest. Du hast dich auch von deinem Lieblingsplatz auf einen anderen gelegt und wolltest nur noch deine Ruhe haben. Am Abend haben wir dich dann mit zum Tierarzt genommen. Dort hattest du bereits Untertemperatur und warst ganz schlapp. Mit einer Infusion und ein paar anderen Medikamenten intus sind wir dann wieder mit dir nach Hause gefahren, haben aber bereits gespürt, dass du gehen wolltest. Daheim angekommen, lagst du eingebettet in Wärmflasche und Snuggle Safe in deiner Box zusammen mit uns auf dem Sofa. Dort hast du aber keine Ruhe gefunden und bist mit deinem Köpfchen immer Hin und Her gewandert. Ich habe dann entschieden, dich rauszunehmen. Wir beide haben dann die ganze Nacht uns gegenseitig gewärmt, indem du auf meiner Brust lagst und wir uns zugedeckt hatten. Keine 10 Minuten später warst du ganz ruhig und hast dich entspannt. Ich habe dir versprochen, dich auf deinem letzten Weg zu begleiten und bei dir zu sein. Du hast die ganze Nacht durchgehalten und ich hatte das Gefühl, dass du bei mir nicht gehen wolltest.

Ich habe dann entschieden, dich gut eingebettet zu deinen Freunden Yuri und Savannah zu legen.

Eine Stunde später bist du mit deinen ca. stolzen 9 Jahren dann ganz friedlich eingeschlafen…

Als wir nach dir geschaut haben, saß dein Yuri bei dir und hat auf dich aufgepasst.

Du hast jetzt keine Schmerzen mehr mein Schatz und bist jetzt bei deinen Freunden Biggie-Lou, Olli, Peaches, Flame und Remy!

*************************************************************************************

Olli, du und deine damalige Freundin Peaches wurdet auf Grund eurer behandlungsintensiven Vorgeschichte und wegen deiner schweren Athrose verpatet und durftet zu uns ziehen. Es war lange nicht klar, wann du von deiner damaligen Besitzerin freiwillig abgegeben wirst und auch, ob Peaches  mit dir mit darf. Aber dann war es kurz vor Weihnachten letztes Jahr dann so weit und ihr wart endlich da!

Sofort wart ich ihr beide präsent und habt das Gehege genau inspiziert und erobert. Du und Peaches wart ein Herz und eine Seele und habt eure gemeinsamen Tage sehr liebevoll miteinander verbracht, bis sie im März diesen Jahres dann plötzlich gehen musste. Du hast sie sehr vermisst so wie wir auch.

Damit du nicht alleine bleiben musstest, haben wir uns sofort um eine neue Partnerin gekümmert und so wurde die süße Flame für dich damals mitverpatet. Auch mit ihr bist du wahnsinnig liebevoll und fürsorglich umgegangen und sie war ganz verliebt in dich. Dann kam auch der Tag im Mai, an dem Flame plötzlich sehr schweren Herzens erlöst werden musste. Auch um sie hast du getrauert und sie sehr vermisst.

Dann kam deine Partnerin Nummer 3, die wunderschöne Insa, die ebenfalls wie Flame für dich mitverpatet wurde. Insa hast du damals mit Nachdruck aus ihrer Transport-Box geholt, da du dich so sehr auf sie gefreut hast und sie nicht freiwillig aussteigen wollte. Auch ihr wart nach ein wenig Gebrommsel und Hintereinander-Her-Laufen ganz schnell dicke Freunde. Insa hat immer auf dich Acht gegeben, wenn du dich oft wegen deinen kranken Beinchen ausruhen musstest. Auch beim Fressen hast du meist gelegen, da es für dich einfach angenehmer war. Das ist völlig in Ordnung mein Schatz!

Du warst ein wahnsinnig tolles Böckchen mit einem ganz speziellen Charme. Oft ein wenig trottelig und tollpatschig, aber dabei einfach wahnsinnig süß! Selbst alle Tierärztinnen, bei denen wir jemals waren, haben sich sofort in dich verguckt und sich schon immer gefreut, wenn du wieder kamst. Vor allem in der Augenklinik in Frankfurt waren wir beide fast wöchentlich Stammgast, da du dort deine Tränenkanäle gespült bekommen hast. Mit deinen Augen hattest du neben deiner Arthrose von Anfang an Probleme gehabt. Immer wieder waren sie entzündet oder haben ganz stark getränt, so dass wir sie meist jeden Tag behandeln und sauber machen mussten.

Täglich hast du deine Arthrose-Mittel bekommen und warst somit mindestens einmal am Tag draußen bei uns. Als Belohnung für deine Geduld hast du immer liebend gern dein Stück Gurke genommen und diese oft vor Freude und Übermut über den halben Tisch gefeuert ;-)

Neben Gurke waren Tomaten dein Favorit! Sie mussten aber so richtig schön saftig sein, damit du sie so richtig „schlotzen“ konntest. Dass du damit immer die komplette Glasscheibe deines Geheges eingesaut hast, war völlig egal, denn dir dabei zu zusehen, war das Größte! Man mag es kaum glauben, aber du warst unser Phantom….wenn man hingeschaut hat, saßt du noch in der einen und hat man dann kurz weggeschaut, saßt du schon in einer anderen Ecke ;-) Olli the phantom!!!!

Dann kam der 20.11.2017…an diesem Tag haben wir schon gemerkt, dass du weniger Appetit hattest als normal und du schlapper warst als sonst. Da uns das sehr komisch vorkam, haben wir dich mit zum Tierarzt genommen. Es konnte nichts Spezielles festgestellt werden, außer, dass du wohl schlecht Luft bekommen hast. Auf dem Röntgenbild war leider auch nichts zu erkennen, woran es gelegen haben könnte. So hast du etwas für deinen Kreislauf bekommen und wir haben dich wieder mit nach Hause genommen. Am Dienstag, den 21.11.2017 hatte sich dein Zustand verschlechtert. Da Biggie-Lou einen Termin zur Blasenstein-OP hatte, haben wir dich auch sofort eingepackt und sind mit euch zum Tierarzt gefahren. Dort konntest du unter Dauer-Beobachtung bleiben, da wir leider beide arbeiten gehen mussten.

Am Nachmittag habe ich dann angerufen und mich nach dir und Biggie-Lou erkundigt. Während sie mir sagte, dass Biggie-Lou die OP soweit gut überstanden hatte, bist du auf dem Arm der Helferin eingeschlafen…alles ganz friedlich.

Es kam alles so überraschend mein Schatz! Wir können es immer noch nicht begreifen und wir vermissen dich alle so schrecklich. Es tut mir so leid, dass ich auf deinem letzten Weg nicht bei dir sein konnte…

PS: Insa hat jetzt wieder einen liebevollen Partner, der sich auch so toll wie du um sie kümmert und muss nicht mehr alleine sein. Sie vermisst dich trotz allem sehr mein roter Renner! Der kleine Husch hat auch etwas Rot in seinem Fell….du bist also ein Stück doch geblieben.

Auch dein Schweinchen-Seelen-Freund Samson aus Königswinter vermisst dich und wünscht sich, dass du von da oben gut auf ihn aufpasst!

*************************************************************************************

 

Wir werden euch niemals vergessen, denn ihr lebt in unseren Herzen immer weiter und wir erinnern uns jeden Tag mit ganz viel Freude an euch! Ihr habt unser Leben unheimlich bereichert und dafür sind wir euch unendlich dankbar!

 

Savannah, Insa, Yuri, Husch, Thorsten und Laura.

 

 


 

 


Toffee

TOFFEE: Hallo Leute, hier ist eure Toffee. Heute wollen wir mal wieder was Lehrreiches erzählen. Jetzt haben wir fünf Folgen lang von uns erzählt und ihr habt den Oscar kennengelernt und gehört, wie es bei uns am Anfang so lief. Jetzt wird's mal wieder Zeit, Henrys Vermächtnis weiter zu erfüllen, pflichtbewusst-MUIG.

CLARA: Ihr wisst ja, der Henry hat uns gebeten, weiter zu schreiben, wenn er nicht mehr da ist, und den Zweibeinern alles beizubringen, was es über uns Meeris so zu wissen gibt, damit es in Zukunft nur noch gut gehaltene und glückliche Meeris gibt und gar keine Notschweinchen mehr.

OSCAR: Für mich ist das ja noch ganz neu, aufgeregt-MUIG, und ich hab' mir gewünscht, erst mal über ein leckeres Thema zu schreiben, damit ich einen Einstieg in die schlauen Folgen kriege. Und so haben wir uns für Löwenzahn entschieden, weil der total lecker ist und uns jetzt, wo so trübes Wetter ist, an den schönen Sommer erinnert, wehmütig-MUIG.

TOFFEE: Und die Jane hat wieder im Internet recherchiert bis sie ganz rote Augen hatte vor lauter Bildschirmlesen.

CLARA: Äh, Toffee, aber Jane hat doch auch rote Augen, wenn sie nicht gerade surft.


Jane

 TOFFEE: Bist du sicher? Sie recherchiert doch immer gerade irgendwas schlaues.

JANE: Das war übrigens diesmal wieder ganz schön schwierig. Wenn man einmal mit einem Thema anfängt, wird es immer größer und verzweigter. Und die Botanik ist ein ganz schön großes Thema. Und unsere Mama Kerstin war auch ganz schön überrascht, was wir ihr über Löwenzahn so alles erzählen konnten.

CLARA: Hihi-MUIG. Das ist wahr. Sie dachte bisher, dass Löwenzahn die einzige Pflanze ist, die sie immer und überall ganz zuverlässig erkennt. Aber von wegen.

OSCAR: Löwenzahn ist nämlich nicht gleich Löwenzahn. Fang doch mal an zu erzählen, Jane.

JANE: Ihr werdet es nicht glauben, aber es gibt tatsächlich DREI verschiedene Pflanzengattungen, die alle den deutschen Namen Löwenzahn tragen. Die sehen sich zwar ähnlich und sind auch miteinander verwandt, sind aber doch verschieden, schmecken verschieden und haben auch unterschiedliche Inhaltsstoffe. Vom ersten erzählen wir euch heute und von den beiden anderen nächste Woche.

TOFFEE: Das Schöne ist, dass wir alle essen dürfen und dass alle drei Stauden sind. Das heißt, dass sie zwar im Herbst verwelken und im Winter sieht man sie nicht, aber die Wurzel lauert im Boden darauf, dass der Frühling kommt und dann treibt sie wieder aus, freu-MUIG.

CLARA: Ja, ungefähr drei bis vier Jahre lang. Dann ist die Pflanze alt und kommt im nächsten Frühling nicht wieder.

JANE: Das, was wir meistens unter Löwenzahn verstehen und was in unseren Breiten auch am häufigsten vorkommt, heißt mit dem botanischen Namen "Taraxacum". Von dem erzählen wir euch heute.

Dieser Löwenzahn gehört zur Ordnung der Asternartigen, darin zur Familie der Korbblütler und darin zur Unterfamilie der Zichorien. In dieser Unterfamilie ist Taraxacum eine eigene Gattung, die wieder ganz viele Arten hat. Die häufigste Art hierzulande ist der "Gewöhnliche Löwenzahn" oder "Wiesenlöwenzahn", dozier-MUIG.


Taraxacum-Löwenzahn

CLARA: Und dabei ist der Taraxacum-Löwenzahl so vielfältig, dass die Menschen nicht mal wissen, wie viele Arten es davon gibt. Manche sagen, es gibt 400, andere kommen sogar auf 2000 verschiedene Arten! Mann-oh-Mann-MUIG.

TOFFEE: Und alle schmecken genial, jubel-MUIG. Ich würde mich gerne mal durch alle der Reihe nach durchfuttern, sehnsüchtig-MUIG.

OSCAR: Dann kriegst du nie wieder Verdauungsprobleme, weil dieser Löwenzahn eine ganz alte Heilpflanze ist. Der hat nämlich ganz viele Bitterstoffe, die den Stoffwechsel anregen und Verdauungsprobleme beseitigen, indem sie die Sekretion der Verdauungsdrüsen fördern, d.h. die ganze Verdauung und die Galle kommen in Schwung, Blähungen werden beseitigt, er hilft bei Rheuma, Gicht, Nieren-und Blasenleiden und gegen Warzen und chronische Müdigkeit, ist entzündungshemmend und krampflösend und durch den hohen Kaliumgehalt hat er eine harntreibende Wirkung.

Hab' ich das gut gesagt? Hab' ich auswendig gelernt, stolz-MUIG.


Oscar

JANE: Ganz prima, Oscar.

CLARA: Aber man darf nicht zu viel auf einmal davon essen, sonst kriegt man Magen- und Leberschmerzen und Durchfall, weil der Milchsaft im Löwenzahn leicht giftig ist. Das schadet uns aber nicht, wenn wir nicht ganze Berge davon essen.

TOFFEE: Im Gegenteil. Löwenzahn ist total gesund und enthält ganz viel Vitamin C und andere Vitamine, Mineralstoffe wie Eisen und Kalium, außerdem Cholin und Inulin, Kieselsäure und Calcium. Man sagt, dass er das Blut reinigt, besonders als Frühjahrskur. Deshalb sollten wir unbedingt jedes Jahr so eine Löwenzahn-Frühjahrskur machen, schmatz-MUIG.

CLARA: Aber immer schön langsam anfüttern.

JANE: Genau, und weil man von dem Löwenzahn ganz doll pieseln muss, hat er noch ganz viele volkstümliche Namen wie Bettnässer oder Bettseecher. Viele kennen ihn als Hundeblume oder Kuhblume.

TOFFEE: Manche nennen ihn auch Butterblume, weil man früher mit Löwenzahn die Butter schön gelb gefärbt hat. Aber da muss man aufpassen. Es gibt nämlich auch noch den Scharfen Hahnenfuß, der wird auch Butterblume genannt. Der ist aber giftig, den dürfen wir nicht essen, warnend-MUIG.


Links: Löwenzahn (schmatz!)          Rechts: Hahnenfuß  

OSCAR: Die Mama Kerstin hat im Frühjahr versucht, extra für uns diesen Löwenzahn auszusäen. Da ist aber nichts draus geworden. Nur ein paar mickrige Blätter, die nicht wachsen wollten und geblüht hat er auch nicht. Das war ziemlich enttäuschend. Aber inzwischen wissen wir, was sie falsch gemacht hat.

JANE: Ja, sie hat den Löwenzahn in einen großen flachen Bottich auf der Terrasse ausgesät, damit sie bequem ernten kann, ts-ts-ts-MUIG. Aber Löwenzahn hat eine Pfahlwurzel, die kann locker einen Meter lang werden, das wusste die Kerstin nicht. Der wächst praktisch überall, in jeder Ritze und an den unmöglichsten Stellen, aber nach unten braucht er richtig Platz.

CLARA: Deshalb ist es so lächerlich, wenn die Menschen in ihren Gärten versuchen ihn auszustechen mit kleinen Messerchen oder ihren viel zu kurzen Wurzelausstechern. Wenn nur ein kleines Stückchen Wurzel im Boden bleibt, wächst er daraus wieder munter neu, befriedigt-MUIG. Und unsere Kerstin sät für uns nächstes Jahr einfach eine neue Tüte Löwenzahnsamen aus, diesmal auf dem Rasen, freu-MUIG.

TOFFEE: Hoffentlich wird das was. Leute, ihr wisst ja noch, dass wir uns einen Labrador halten, also, die Raven macht ja leider keine Geschäfte in den Garten, weil sie denkt, der gehört noch zur Wohnung...

OSCAR: Was hat denn die Raven mit unserem Löwenzahn zu tun?

JANE: Stickstoff, Oscar. Der Taraxacum-Löwenzahn liebt Stickstoff und wächst am liebsten da, wo ganz viel davon im Boden ist, z.B. auf stark überdüngten Rasenflächen oder an Weg- und Straßenrändern, wo ganz viele Hunde Pipi machen. Deshalb wachsen die größten und schönsten Löwenzähne oft auf ziemlich ekligen Baumscheiben.

OSCAR: Und was hat Pipi mit Stickstoff zu tun, rätsel-MUIG?

CLARA: In Urin ist Harnstoff und Harnstoff ist das Endprodukt des Eiweißstoffwechsels beim Menschen und bei uns Tieren. Er wird in der Leber gebildet und wir Lebewesen scheiden damit überschüssigen Stickstoff aus, den wir als Eiweiß aufgenommen haben, erklär-MUIG. Wenn also die Hunde an die ganzen Wegränder pieseln, dann düngen die dort den Boden mit Stickstoff und der Löwenzahn wächst wie verrückt.

TOFFEE: Aber Löwenzahn nimmt ganz viele Stoffe aus dem Boden auf, deshalb sollen wir keinen Löwenzahn von solchen Pipistellen essen. Ist ja auch unappetitlich, bäh-MUIG.

OSCAR: Das ist aber doof. Die schönsten, dicksten Löwenzahnpüschel sollen wir nicht essen wegen der Hundehinterlassenschaften, aber wo dann kein Pipi ist, wächst nur so murkeliger kleiner Löwenzahn, frustriert-MUIG.

JANE: Das Leben ist halt kein Wunschkonzert, seufz-MUIG. Außerdem sollen wir vor allem die jungen Löwenzahnblätter essen, weil die älteren Blätter viel mehr Oxalsäure enthalten und zuviel davon ist schädlich für uns.


Taraxacum-Löwenzahn

TOFFEE: Sollten wir den Löwenzahn jetzt nicht mal beschreiben?

JANE: Meinst du nicht, jeder weiß, wie der aussieht?

CLARA: Wer weiß, aber wenn wir denken, dass jeder schon alles weiß, brauchen wir ja nichts mehr erzählen.

JANE: OK, zustimmend-MUIG, also, Löwenzahn hat gezähnte Blätter, die in einem Kreis aus der Erde wachsen wie eine Rosette. Die Blätter können total unterschiedlich aussehen, bis ca. 30 cm lang oder ganz kurz, breit oder schmal, mit eckigen oder runden Zähnen oder fast glatten Rändern. Sie können vorne spitz sein oder rund und eher hellgrün oder eher dunkelgrün. Aber obwohl sie so verschieden aussehen können, sind sie so typisch, dass man den Löwenzahn eigentlich immer gut erkennt.


Taraxacum-Löwenzahn

CLARA: Aus der Mitte der Rosette wachsen die Blütenstiele. Die sind glatte Röhren und innen hohl und überall in der Pflanze ist der weiße Milchsaft, der so typisch ist für den Taraxacum-Löwenzahn.

OSCAR: Und oben auf jedem Stiel sitzt ein einzelner Blütenkopf, der bis zu fünf cm Durchmesser haben kann. Da drin sind kreisförmig 200 bis 300 kleine zungenförmige gelbe Blüten angeordnet, die aussehen als würden sie zusammen eine große Blüte bilden, dabei ist jede kleine gelbe Zunge eine vollständige Blüte und die vielen Blüten sitzen zusammen in dem großen grünen Blütenboden wie in einem Korb. Deshalb nennt man den großen Blütenkorb eine Scheinblüte und Löwenzahnpflanzen auch Korbblütler und Zungenblütler.


Taraxacum-Blüte

JANE: Und die große Scheinblüte öffnet sich tagsüber und schließt sich nachts. Außerdem klappt sie zu, wenn es regnet oder zu heiß oder zu trocken ist. Das schützt die vielen kleinen Einzelblüten.

TOFFEE: Und aus jeder kleinen gelben Blütenzunge wird, wenn sie verblüht, eine kleine Frucht mit einem neuen Löwenzahnsamen drin. Aus der Frucht wächst oben ein kleiner Stiel raus, an dem ein kleines Flugschirmchen befestigt ist. Die Früchte sitzen mit ihren Schirmchen rund um den dicken Kopf vom Stängel, so dass es aussieht wie eine weiße Kugel am Stiel. Und wenn dann Wind kommt oder ein Mensch sie anpustet, dann fliegen sie alle los, manche kilometerweit, und landen irgendwo und dort wächst dann aus den Samen neuer Löwenzahn. Juhuu-MUIG.


Taraxacum-Löwenzahn-Pusteblume

CLARA: Deshalb nennt man den Löwenzahn, wenn er so einen kugeligen weißen Kopf hat, auch Pusteblume. Und die Samen sind 10 Jahre lang keimfähig. Da haben auch die nächsten Meerigenerationen noch was von.

JANE: Der Taraxacum-Löwenzahn vermehrt sich außerdem noch so interessant. Wir Tiere und die Menschen haben ja in jeder Zelle zwei Chromosomensätze, einen vom Vater und einen von der Mutter. Das gilt auch für einige Taraxacum-Löwen­zahn­pflanzen.

Der Löwenzahn blüht von ca. Ende März bis Juni, deshalb nennt man ihn auch Frühlingslöwenzahn. Manchmal produziert er aber im Herbst nochmal eine kleine Nachblüte. Er hat total viele Pollen und Nektar und die Bienen freuen sich, weil sie gleich am Anfang der Saison so was feines kriegen.

OSCAR: In den Pollen befinden sich die männlichen Spermienzellen der Pflanze. Und die Bienen tragen die Pollen von Blüte zu Blüte und bestäuben sie. Das heißt, dass sie den Pollen mit den Spermien drin auf das weibliche Blütenorgan der anderen Blüten, das Fruchtblatt mit der weiblichen Eizelle drin, übertragen. Da drin passiert dann die Befruchtung. Jede Pflanze kann aber nur mit Pollen einer anderen Pflanze bestäubt werden, nicht mit ihren eigenen.

TOFFEE: Also ohne Bienen gibt's keine Befruchtung und ohne Befruchtung gibt's später keine Samen und ohne Samen gibt's keinen neuen Löwenzahn. Gut, dass es Bienen gibt.

CLARA: Ja, ohne Bienen würden die meisten Pflanzen in kürzester Zeit aussterben und danach sterben dann die Tiere und die Menschen, weil es nichts mehr zu essen gibt. Deshalb sollten die Menschen viel besser auf die Bienen aufpassen.


Clara

JANE: Ja, aber beim Taraxacum-Löwenzahn sind Bienen nur für die Pflanzen nötig, die wie wir jeweils zwei Chromosomensätze pro Zelle haben. Man sagt, die sind "diploid". Die meisten Taraxacum-Löwenzähne sind aber "triploid", die haben drei Chromosomensätze pro Zelle. Die vermehren sich alleine, indem sie ohne Befruchtung Samen produzieren, aus denen später Klone der Ursprungspflanze werden.

TOFFEE: Ui-MUIG. Wenn ich das könnte, würde ich mich vervierfachen und könnte dann viermal soviel Löwenzahn essen, ach wär' das fein.

JANE: Durch das Klonen verbreiten sich Mutationen total schnell, weil die neuen Pflanzen exakt mit der Mutation kopiert werden. Deshalb gibt es so viele verschieden aussehende Taraxacum-Löwenzähne und die Wissenschaftler streiten sich, ob jetzt jede Mutation eine eigene Art bildet oder alle Löwenzähne nur einer Art angehören, die halt total viele Varianten hat.

CLARA: Ist mir total wurscht, Hauptsache, der Geschmack mutiert nicht weg.

OSCAR: Bestimmt nicht. Der Löwenzahn ist außerdem eine total schlaue Pflanze, die sich total anpassen kann. Wenn man eine Wurzel teilt und die Teile an verschiedenen total unterschiedlichen  Stellen einpflanzt, z.B. auf einer saftigen Wiese, auf einer Schutthalde oder an einem Berghang, dann wachsen aus den Wurzelstücken total verschiedene Pflanzen, weil der Löwenzahn sich perfekt seinen Unweltbedingungen anpasst.

TOFFEE: Deshalb muss man ihn auch ungestört wachsen lassen, damit er viele große saftige Blätter kriegt. Wenn er auf einer Wiese wächst, die dauernd gemäht wird, kriegt er nur winzige Blätter und eine Miniblüte ohne Stiel, damit er sich unter dem Rasenmäher wegducken kann. Was sollen wir denn da essen?


Toffee

JANE: Aber ist das nicht toll, wie schlau Löwenzahn ist, dass er sich sogar vor einem Rasenmäher verstecken kann?

TOFFEE: Es ist ja kein Wunder, dass wir auch so schlau sind, wenn wir so schlaue Pflanzen futtern.

CLARA: Pfffth-MUIG. Dann müssten wir ja auch grün sein, weil wir so viel Gras essen.

OSCAR: Ich bin da ganz Toffees Meinung. Schlau wird man halt schneller als Grün.

JANE: Naja, zweifelnd-MUIG  Ich denke, wir machen für heute Schluss. Nächste Woche erzählen wir dann von den beiden anderen Löwenzähnen.

Keeeeerstiiiiiiinnnn, quiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeek....

KERSTIN-ZWEIBEIN: Hallo ihr Süßen. Dreimal Gurke, einmal Möhre, hier bitte.

OSCAR: Hey, du hast dran gedacht. Prima!

JANE: Danke. Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche...

Folge verpasst??? Kein Problem!!! *HIER* geht's zu den vorherigen Zwinki

 

Hier geht es zu den Henry&Co.-Folgen: **KLICK**


 

Wir freuen uns sehr über folgende neue Patenschaften und bedanken uns ganz herzlich bei:

 

 

Familie Mammitzsch für die Übernahme einer Patenschaft für Bilbo,

Frau Alexandra Chapman für die Übernahme einer Patenschaft für Anriko,

Frau Susanne Bauer für die Übernahme einer Patenschaft für Popcorn,

Familie Lenkisch für die Übernahme einer Patenschaft für Carmelo,

Familie Panne für die Übernahme einer Patenschaft für Latischa und 

Frau Gerlinde Gerber für die Übernahme gleich zweier Patenschaften für Parker und Brienne

 

sowie

 

Frau Beate Chapman für die Übernahme der zweiten halben Kastrationspatenschaft von Milow.

 

Haben Sie alle lieben Dank für Ihre Unterstützung!

 


 

Nachdem sich nun wohl auch in der freien Wildbahn herum gesprochen hat, dass der Briefträger öfter mal Post für den Tierschutzverein bei uns einwirft, hat Mitte November Klein-Tina ihren Weg zu uns gefunden:



Klein Tina

Beim abendlichen Biomüll-Runterbringen saß die Kleine mit knapp 300 g vor unserer Haustür. Natürlich haben wir für die Nacht sofort ein provisorisches Quartier eingerichtet und uns erstmal im Internet informiert. Schnell war klar, dass sie noch viel zu leicht und klein für diese Jahreszeit und den kommenden Winterschlaf ist. Tags darauf sind wir mit der Kleinen zu einer Igel-Notstation gefahren. Dort wurde sie entfloht und wir haben Entwurmung für sie und ein großes Paket an allen möglichen Informationen für uns mit bekommen.

Klein Tina hat von Anfang an das nun stressfreie Leben genossen und begeistert und gierig über Nacht Riesenportionen verschlungen. Mit mittlerweile einiges über 800 g darf sie jetzt in den wohlverdienten Winterschlaf, auf den sie sich schon auf dem geschützten Balkon vorbereitet. Im Frühjahr wird sie dann wieder in die Natur entlassen.

 

 

 

Anfang Dezember wurden wir dann gefragt, ob wir noch ein Igelchen bei uns aufnehmen könnten und so zog auch Albert-a bei uns ein. Vielleicht wird daraus auch noch Albert, da sich das kleine Stacheltier noch nicht so wirklich unter das Röckchen schauen lassen möchte

Der kleine Wurm hatte nur 270 g und wirkte auf den ersten Blick schon sehr entkräftet und ausgezehrt und hatte an der Seite außerdem auch eine Wunde, die versorgt werden musste und weswegen sie auch Antibiotika bekam.


Die/der winzige Albert-a

 

Albert-a genoss erstmal den warmen Snuggle-Safe, an Futter war sie anfangs noch nicht wirklich interessiert.

Entfloht wurde sie mit Hilfe der Igel-Notstation und einer Kotprobe beim Tierarzt abgegeben, da der Verdacht auf noch andere Parasiten bestand. Mit vielen Tipps der Notstation und auch der Tierärztin haben wir dann auch ihren Geschmack getroffen (Katzen-/Welpenaufzuchtsmilch und Hills a/d für Katzen) und sie fing an zu fressen. Mittlerweile war das Ergebnis der Kotprobe da, Lungenhaarwürmer und Lungenwürmer. Beides leider mit unterschiedlichen Mitteln und nacheinander zu behandeln. Aber wir sind hier nun im Endspurt und in ein paar Tagen sind dann hoffentlich alle Parasiten Geschichte. Albert-a hat zur Zeit etwas über 500 g und darf sich sehr gerne noch etwas Winterspeck anfuttern, bevor auch sie zum Winterschlaf auf den Balkon kommt, damit sie im Frühjahr gestärkt und ausgeruht ausgewildert werden kann.

 

Vielen Dank hier besonders an die Igelburg Mossautal für die tatkräftige Unterstüztung und das immer offene Ohr!

http://www.igelburg-mossautal.de