Wir wünschen uns.....

Immer gutes Futter zum Knabbern....

....viele gemütliche Plätzchen zum Kuscheln....

..... und liebe Freunde....

....in einem großen harmonischen Rudel...!

 

Und euch allen noch frohe Weihnachtsfeiertage! :santa:

 

(von oben nach unten: Lady Mia, Sindbad, Nukie mit Limbo und Emma und die Bommelzwerg-Gruppe  mit Rose und Alice)

 


 

 

Liebe Leser, liebe aktiven und passiven Mitglieder, liebe Paten und Sponsoren, 

SOS Meerschweinchen wünscht euch allen von Herzen gesegnete Weihnachten und wunderschöne Festtage im Kreise eurer Lieben. 

 

 

Dankbar blicken wir auf ein ereignisreiches Jahr zurück, der Verein durfte Geburtstag feiern, viele Meerschweinchen wurden von uns gepflegt, gepäppelt, in ein schönes, neues Zuhause vermittelt und so traurig es ist, wenn nötig auch auf ihrem letzten Weg begleitet. Wir danken allen, die unseren Verein nun schon seit 10 Jahren dabei unterstützen, ein Sprachrohr für Meerschweinchen zu sein, die immer noch vielfach als anspruchsloses Kuscheltier gesehen werden. Unsere kleinen Lieblinge sind doch so viel mehr und ihnen eine Stimme zu geben, die Aufklärung über ihre Bedürfnisse leistet, darin sehen wir unsere Aufgabe. Um dies auch im neuen Jahr leisten zu können, freuen wir uns über jede helfende Hand und jeden Zuspruch, denn längst sind die Aufgaben des Vereins als Beratungsstelle, Pflegestelle, Urlaubsbetreuung und Patenstelle für alte und kranke Meerschweinchen zu vielfältig geworden, um auf den Schultern Einzelner lasten zu können. 

Für das neue Jahr wünschen wir allen Mitglieder der großen SOS-Meerschweinchen-Gemeinde alles erdenklich Gute, allem voran beste Gesundheit für die Zweibeiner und natürlich auch für die Vierbeiner. 

 


 

 

Auch im November mussten wir wieder Abschied nehmen:

Am 01.11.2016 hat sich Tosca auf den Weg gemacht ins Regenbogenland. Tosca wurde im Juli 2009 geboren und kam 2010 zu SOS.

Sie wurde auch bald vermittelt und lebte in einer großen Gruppe. Sie kam dann wieder zu uns zurück und wir konnten sie bald in ein neues Zuhause vermitteln. Hier lebte sie mit zwei anderen Tieren in einer wunderschönen Außenhaltung.

Tosca war immer gesund.

Am 31. Oktober diesen Jahren bemerkte die Halterin dann, dass Tosca etwas abwesend war und nicht gleich zum Fressen kam. Am nächsten Vormittag dann fand sie Tosca auf ihrem Lieblingsplatz eingeschlafen vor.

Tosca durfte 7 Jahre alt werden. Komm gut an.


Tosca

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Am 08.11.2016 hat auch Ikina ihr Köfferchen gepackt. Ikina kam  mit ihrer Partnerin Ilana mit der sie 4 Jahre zusammen lebte 2015 zum Verein.

Sie konnte dann Mitte 2016 zusammen mit vier anderen SOS-Tieren in einen großzügigen Eigenbau ziehen und verlebte dort eine schöne Zeit.

Im Oktober 2016 dann stellte Ikina das Fressen ein. Es wurde eine schwere Blasenentzündung diagnostiziert und sie wurde daraufhin behandelt. Leider erholte sich Ikina nicht mehr und verstarb an ungeklärter Ursache.

Ikina hieß bei ihren Haltern Schwanhild und wird schmerzlich vermisst. Schwanhild durfte 5 Jahre alt werden. Komm gut an kleine Schwanhild


Ikina

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  -  Auf den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon -
                                                    Jean de la Fontaine

 


 

Henry & Co.: Was bisher geschah.... 
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HENRY: Hallo Leute, hier ist wieder euer Henry.

Heute wollte ich euch mal die Weihnachtsgeschichte erzählen, denn heute ist der Hei­lige Abend. Den ganzen Tag lang...

TOFFEE: Ach deshalb ist es so dunkel.

JANE: Also eigentlich liegt es daran, dass im Moment die kürzesten Tage des Jah­res sind wegen der Wintersonnenwende.

CLARA: Wen interessiert das? Heute ist das Christkind geboren, darauf kommt's an.

TOFFEE: War das nicht schon letztes Jahr?

HENRY: Also eigentlich war das vor über 2000 Jahren, aber wir feiern das immer noch jedes Jahr.

TOFFEE: Warum eigentlich?

CLARA: Begeistert-MUIG. Wegen der Geschenke!

JANE: Also eigentlich, weil vor 2000 Jahren die Wintersonnenwende am 24. De­zem­­ber war. Heutzutage ist sie drei Tage früher, aber alle Lebewesen freuen sich, dass ab jetzt die Tage wieder länger werden und die Natur wieder neu durchstartet und dieser Neubeginn wird schon ewig gefeiert, schon lange bevor das Christkind ge­­boren ist.

CLARA: Jetzt hör doch auf mit deiner Astronomie-Schlaumeierei. Jeder weiß doch, dass wir Weihnachten feiern wegen der Äpfel.

TOFFEE: Aufhorch-MUIG. Äpfel???


Toffee

HENRY: Ja, vor gaaanz gaaanz langer Zeit lebten die Menschen und die Tiere alle im Pa­radies. Es gab immer schönes Wetter, immer grüne Wiesen, immer die herr­lich­sten Speisen, die kuscheligsten Schlafplätze und alle Lebewesen lebten ewig und in Frie­den miteinander.

TOFFEE: Wie schöööööön, sehnsüchtig-MUIG. Da waren bestimmt alle ganz glücklich.

CLARA: Nee, eben nicht.

HENRY: Die Sache hatte einen Haken. Es war nämlich verboten Äpfel zu essen. Alles war erlaubt, nur keine Äpfel. Und dabei gab es wundervolle Apfelbäume, an denen das ganze Jahr die süßesten und saftigsten Äpfel hingen und die waren immer reif.

TOFFEE: Aber warum waren die denn verboten?

JANE: Weil Äpfel schlau machen.

HENRY: So stand es halt in der Hausordnung.

CLARA: Also ich finde, für ein Paradies ist das ein ziemlicher Konstruktionsfehler.

HENRY: Da kannst du wohl Recht haben. Alle Bewohner starrten ständig diese Äpfel an und konnten kaum noch an was anderes denken. Und eines Tages standen alle Menschen und Tiere um einen Apfelbaum rum, da sagte plötzlich jemand, ich glaub' es war eine Schlange: "Hat noch jemand so Lust auf einen Apfel wie ich?" Und daraufhin stürzten sich alle auf den Baum und aßen ruckzuck alle Äpfel auf. Und den ersten Apfel aß ein Mensch, nämlich die Eva.


Jane

JANE: Na, Gott sei Dank war es keiner von uns. DAS wär' peinlich.

CLARA: Gut, dass Toffee nicht dort war.

HENRY: Jedenfalls wurden alle zur Strafe aus dem Paradies geworfen. Und es gab noch eine Menge anderer Strafen. Die Menschen hat es am schlimmsten getroffen. De­nen wurde ihr Fell weggenommen, so dass sie jetzt immer vor dem Kleider­schrank stehen müssen ohne zu wissen, was sie anziehen sollen. Und sie mussten jetzt arbeiten, um sich ihr Essen zu verdienen. Und die Tiere wurden eingeteilt in Fleisch­fresser und Grünzeugesser. Dadurch hatten die Fleischfresser plötzlich keine Freun­de mehr, weil sie die alle aufaßen. Und die Vegetarier mussten immer Angst ha­ben, dass sie aufgefuttert werden.

TOFFEE: Und was hat das mit dem Christkind zu tun?

JANE: Nun wart' doch mal ab.

HENRY: Ganz besonders schlimm war, dass allen das ewige Leben weggenommen wurde, so dass alle nach einer bestimmten Lebensspanne sterben mussten und danach kam nichts mehr.

TOFFEE: Gar nichts? Entsetzt-MUIG. Kein Regenbogenland?

HENRY: Null-komma-nichts. Aber man munkelte, dass eines Tages jemand kommen würde, der den Chef vom Paradies wieder umstimmt, damit er alle wieder rein lässt. Und dieser Retter würde dann auf die Erde kommen und allen Lebewesen zeigen, dass sie erlöst sind. Das sollte ein Mensch sein, weil ja auch ein Mensch den ersten Apfel gegessen hatte. Und vor etwas über 2000 Jahren war es dann soweit.

TOFFEE: Was für ein Glück, erleichtert-MUIG.

CLARA: Ja, aber die Menschen haben es schon wieder ziemlich vermurkst.

HENRY: Streng-MUIG. Nichts vorweg verraten! Also: In Judäa, das ist ganz weit weg, da lebten die Maria und der Josef. Die waren verlobt. Aber dann kam ein Engel zur Maria und sagte "Pass mal auf, du bist ausgelost worden, dein Sohn soll der Retter sein, auf den alle warten. Aber der Josef soll nicht der Vater sein, sondern das übernimmt der Chef vom Paradies selber. Der schickt dir einen Stellvertreter, der das für ihn erledigt. Das Codewort lautet: Heiliger Geist. Alles klar?" Und die Maria sagte "Wenn's sein muss. Sieht der Typ denn gut aus?" Und so war sie dann schwanger.


Jane (als Maria mit dem Engel)

JANE: Armer Josef. Den hat keiner gefragt.

HENRY: Nein. Die Maria hat ihm dann gebeichtet, dass sie schwanger ist und was der Engel gesagt hatte. Der Josef war natürlich nicht so begeistert. Aber weil er die Maria liebte und ein netter Kerl war und selbst auch kein Kind von Traurigkeit und weil die Maria ihm sagte, dass sie ganz vorsichtig war und deshalb immer noch Jungfrau ist, sagte der Josef "Na gut, wenn das so ist, dann will ich das nochmal durchgehen lassen. Aber dass mir das nicht nochmal vorkommt, wenn wir erst verheiratet sind." Und das hat ihm die Maria dann ganz fest versprochen.

TOFFEE: Puuh-MUIG. Das hätte auch schiefgehen können.

HENRY: Dann kam die Geburt immer näher und auf einmal tauchten überall Engel auf und erzählten jedem, dass jetzt bald der Retter geboren wird. Aber die Menschen haben das total missverstanden. Die hatten nämlich einen König, den sie nicht leiden konnten, den Herodes, und nun dachten sie, da käme jemand, der sie vor diesem König rettet und selbst neuer König wird. Das fanden alle gut, nur der Herodes nicht.

JANE: Das wundert mich nicht.

HENRY: Und dann war auch noch kurz vor der Geburt eine Volkszählung angesetzt. Alle Menschen mussten sich in dem Ort registrieren lassen, in dem der Rudelchef geboren wurde, also das männliche Familienoberhaupt. Deshalb musste der Josef nun von Nazareth, wo er mit der Maria wohnte, nach Bethlehem reisen und die Maria mit ihrem dicken Bauch musste mit.

TOFFEE: Wie lange fährt man denn da so?

CLARA: Da gab's noch keine Autos. Da musste man wohl oder übel laufen. Be­stimmt 150 km und das dauerte etliche Tage.


Clara ("Das Ding ist zu klein als Kuschelsack")

HENRY: Genau. Die beiden hatten nur einen Esel dabei, aber der konnte die Maria auch nicht die ganze Strecke tragen. Das hält auch der stärkste Esel nicht aus. Das war also ganz schön anstrengend. Und als sie dann endlich in Bethlehem ankamen stellte sich heraus, dass der Josef vergessen hatte ein Zimmer zu buchen und nun waren alle Hotels und Herbergen rappelvoll und es war kein Bett mehr zu kriegen. Überall wo sie nachfragten wurden sie weggeschickt.

CLARA: Der Doofmann. Kein Wunder, dass der nicht der Vater von dem Erlöserkind sein sollte.


Clara, Henry, Toffee, Jane

TOFFEE: Die arme Maria. Ich weiß wie das ist mit so einem Babybauch und wenn ein Baby dann raus will, dann braucht man schon ein sicheres ruhiges Plätzchen.

HENRY: Ganz genau. Und so weit war es dann auch. Die Maria bekam Wehen und der Josef hat im letzten Moment noch einen kleinen Stall gefunden, in dem außer einer Gruppe Meerschweinchen und ein paar Mäusen nur ein Ochse drin stand, weil die Hirten mit ihren Schafen draußen auf den Feldern unterwegs waren. Also stellten sie ihren Esel zu dem Ochsen und die Maria legte sich daneben ins Stroh und wartete auf die Geburt. Aber zumindest waren sie vor der Kälte geschützt.

JANE: Aber eigentlich ist das Christkind gar nicht im Dezember geboren, sondern im Sommer, weil im Winter die Schafe nicht auf der Weide gewesen wären, sondern im Stall. Wir feiern den Geburtstag nur am 24. Dezember, weil die Wintersonnenwende so ein schönes symbolträchtiges Datum für einen Neubeginn ist.

CLARA: Du und deine Sonnenwende. Du verdirbst noch die ganze Geschichte.

HENRY: Dann wurde das Baby geboren und die Maria wickelte es in eine Windel und weil keine Wiege da war, legte sie es mit Stroh in die Futterkrippe vom Ochsen. Und die Maria und der Josef nannten das Kindlein Jesus, weil der Engel damals zur Maria gesagt hatte, dass sie es so nennen sollten. Und alle Tiere im Stall bewunderten das Baby und die Meeris gratulierten der Maria ganz herzlich.


Krippe mit Meeri

JANE: Ich hätte geschworen, dass wir erst etliche Jahrhunderte später aus Süd­ame­ri­ka über's Meer gekommen sind.

CLARA: Als hättest du da Ahnung von. Du warst da doch gar nicht dabei.

HENRY: Dann kamen noch ein paar Engel dazu und die brachten gleich noch die Hirten mit ihren Schafen und Hütehunden mit, die sie draußen getroffen hatten. Die Engel haben den Hirten nämlich die frohe Botschaft verkündet, dass das Jesuskind jetzt geboren worden ist. Also wollten alle Hirten und Hunde und alle Schafe das Baby sehen und den Eltern gratulieren. Und weil das ziemlich viele Schafe waren, dauerte es ziemlich lange bis die alle durch waren.

TOFFEE: Die arme Maria. Die wollte bestimmt schlafen nach der Geburt.

HENRY: Da war erstmal nicht dran zu denken. Aber in der Zwischenzeit war noch was passiert. Es hatten sich im Morgenland drei weise Männer auf die Reise gemacht, weil sie in den Sternen gelesen hatten, dass ein neuer König geboren wird, dem sie huldigen wollten.

CLARA: Das ist was für Jane. Echte Sterngucker.

JANE: Aber an der Geschichte siehst du's ja. Es steht alles in den Sternen und die Sterne lügen nicht.


Jane

HENRY: Die Weisen dachten natürlich, dass ein neuer König auch im Königspalast in Jerusalem wohnt, also sind sie da hin, aber da saß nur der Herodes und der fand das gar nicht lustig als die drei Jungs da bei ihm aufliefen und ihn fragten, wo der neue König ist.

CLARA: Dem sein Gesicht hätte ich gerne gesehen. Breit-grins-MUIG.

HENRY: Der Herodes hat dann geheuchelt und den Weisen gesagt, wenn sie das Baby gefunden hätten, müssten sie unbedingt zu ihm zurück kommen und es ihm sagen, damit er dann auch hingehen und huldigen kann. Aber die Weisen haben es gemerkt und sind fix abgedüst und auch nie zum Herodes zurückgekehrt.

TOFFEE: Das ist gut. Was hat der böse Herodes wohl im Schilde geführt?

JANE: Was ganz schlimmes. Das kommt aber noch.


Die heiligen drei Könige, rechts Henry

HENRY: Damit die Weisen jetzt keine Umwege mehr machen mussten, erschien dann extra ein ganz heller Stern mit einem ganz langen Schwänzchen dran am Him­mel und der Stern zog dann den Rest des Weges bis Bethlehem wie ein Wegweiser vor ihnen her und dann blieb er genau über dem Stall stehen, in dem das Jesuskind geboren wurde.

CLARA: Sag's nicht...

JANE: Doch! Das war kein Stern mit Schwänzchen, sondern ein Komet. Der Halley'sche Komet. Der kommt immer wieder und ist berühmt.

HENRY: Als die Weisen am Stall ankamen war dort die Party schon ordentlich in Schwung. Aber ihre Ankunft erregte ganz schön Aufsehen, weil sie nämlich angeritten kamen. Einer auf einem Kamel, einer auf einem Pferd und einer sogar auf einem Elefanten. Der passte aber nicht in den Stall und konnte nur mit dem Rüssel durch's Fenster gratulieren.

TOFFEE: Hach, ist das aufregend.

HENRY: Außerdem hatten die drei Weisen an etwas gedacht, was kein anderer hatte.

CLARA: Geschenke!!! Yippieh-MUIG. Deshalb schenkt man sich heute was zu Weihnachten.

JANE: Diese Umsicht zeichnet einen wahren Weisen aus.

HENRY: Die Weisen brachten Gold, Weihrauch und Myrrhe. Das Gold kam gut an, weil die Familie arm war. Aber das Weihrauch- und Myrrhe-Zeug hat die Maria nach den Feiertagen heimlich umgetauscht und dem kleinen Jesus was zum Anziehen und ein anständiges Spielzeug gekauft.

CLARA: Daran hat sich bis heute nichts geändert. Nicht jedes Geschenk kommt gut an.


Clara ("Nicht für DIE mickrige Gage…")

HENRY: Aber irgendwann kehrte endlich Ruhe ein und die Familie schlief erstmal ganz lange aus. Aber dann kam schon wieder ein Engel und diesmal warnte er den Josef, dass es höchste Zeit wurde, aus Bethlehem zu verschwinden, weil der böse Herodes inzwischen auch rausgekriegt hatte, wo das Kindchen geboren wurde und nun schickte er böse Männer, die sollten in Bethlehem alle männlichen Babies umbringen, damit der kleine Jesus bloß später mal nicht an seinem Königsstuhl sägt.

TOFFEE: Um Himmels Willen, das ist ja schrecklich!

HENRY: Der Josef hat also fix ihre wenigen Habseligkeiten gepackt und weil er sich auch nicht mehr nach Hause nach Nazareth getraut hat, ist er mit der Maria und dem kleinen Jesus nach Ägypten geflüchtet und dort sind sie dann etliche Jahre geblieben bis der böse König Herodes tot war und sie wieder zurückkehren konnten. Aber die anderen kleinen Baby-Jungs in Bethlehem wurden alle getötet.

TOFFEE: Das ist einfach grässlich. Warum tun Menschen bloß sowas?

JANE: Das wirft in der Tat einen ziemlich dunklen Schatten auf unsere Weih­nachts­stim­mung.

CLARA: Also bei sowas könnte ich zur Furie werden. Dieser Engel war doch ein Stümper! Wenn er sich ein bisschen mehr Mühe gegeben hätte, dann hätte er doch die Eltern der anderen Babies auch warnen können. Dann hätten die auch flüchten können mit ihren Jungs. Die konnten doch auch nichts dafür. So einer ist Engel und andere werden aus dem Paradies geworfen wegen einem Apfel!

TOFFEE: Da hast du total Recht, Clara.

JANE: Das Leben ist einfach ungerecht. Deshalb sollten wir für jeden Tag dankbar sein, an dem es uns gut geht. Und wir sollten glücklich sein und nicht immer über Kleinigkeiten meckern.


Toffee & Henry

HENRY: Jedenfalls hat sich der kleine Jesus prächtig entwickelt und als er groß war hat er eine Menge Wunder vollbracht. Aber ich sagte ja schon. Die Menschen haben seine Mission völlig missverstanden. Besonders die Mächtigen hatten Angst, dass er ihre Autorität untergräbt, also haben sie gesagt, er ist ein Ketzer und Verbrecher und dann haben sie ihn an ein ganz großes Holzkreuz genagelt.

TOFFEE: Fassungslos-MUIG! Aber sowas tut man doch nicht!

HENRY: Aber dann passierte etwas ganz Großartiges und auf einmal wussten die Menschen, warum der Jesus was ganz Besonderes war und warum man ihn den Erlöser nannte. Es erschien plötzlich zum Allererstenmal eine große leuchtende wunderschöne Regenbogenbrücke und über die ist er rüber ins Regenbogenland gegangen. Und damit war allen Lebewesen die Sache mit den Äpfeln vergeben und das Regenbogenland war eröffnet.

CLARA: Waaaaasss??? Dass den Tieren vergeben wurde, das sehe ich total ein. Aber dass die Menschen erst den Jesus kreuzigen und dann dafür ins Regenbogenland dürfen, kann doch wohl nicht wahr sein!?!?! Für'n Appel raus aus dem Paradies und für's Kreuzigen wieder rein?

HENRY: Das hat man damals ganz anders gesehen. Der Jesus hat gesagt, er hätte sich ja nun extra geopfert und so ein großes Opfer müsse auch angenommen wer­den, so dass Vergebung jetzt quasi Pflicht ist.

JANE: Menschenopfer waren früher in vielen Kulturen in Mode.

HENRY: Das Regenbogenland ist also jetzt das neue komplett überarbeitete Paradies. Die Konstruktionsfehler von damals sind beseitigt, man darf jetzt auch Äpfel essen. Man kommt jetzt aber erst rein, wenn man vorher auf der Erde gelebt hat, damit man das Regenbogenland dann auch richtig zu schätzen weiss. Und weil die Menschen solche Härtefälle sind, gibt es bei denen eine Einlasskontrolle. Die guten dürfen gleich rein und die bösen müssen erstmal eine Weile in die Hölle zum Bereuen, bevor sie dann auch aufgenommen werden.

CLARA: Das finde ich OK, da hat mal einer mitgedacht.

TOFFEE: Und was ist mit den vielen Lebewesen, die gestorben sind als es noch kein Regenbogenland gab?

HENRY: Die wurden alle rehabilitiert und sind jetzt auch im Regenbogenland.

TOFFEE: Da bin ich aber erleichtert.

CLARA: Warum war denn in der Geschichte eigentlich der Weihnachtsmann nicht dabei?


Clara

JANE: Weil es den zu Jesu Lebzeiten noch gar nicht gab. Der Nikolaus war ein christlicher Priester im 4. Jahrhundert. Der war vorher reich und hat dann sein gan­zes Vermögen an die einfachen Leute verschenkt. Und dann ist er an einem 6. De­zem­ber als Märtyrer ermordet worden. Deshalb hat man ihn heilig gesprochen und seit­dem feiern wir jedes Jahr den Nikolaustag mit Geschenken.

HENRY: Aber nur wer brav ist kriegt ein Geschenk. Der Nikolaus hat nämlich einen Be­gleiter, den Knecht Ruprecht. Der trägt für ihn den schweren Geschenkesack, aber auch eine Rute, mit der die bösen eins überkriegen.

CLARA: Ha! Das mag ich!

JANE: Warum wohl ausgerechnet du davon ausgehst, dass du ein Geschenk kriegst?

CLARA: Weil ich ein Gedicht aufsagen kann:

"Süß und klein bin ich geboren,
zum Beschenken auserkoren,
wäre jetzt nach meinem Geschmack
das leckerste Geschenk im Sack!"

JANE: Unglaublich. Und mit dieser Unverfrorenheit willst du ein Geschenk abstauben?

CLARA: Klar. Hat letztes Jahr geklappt und dieses Jahr auch.

HENRY: Früher gab es nur am Nikolaustag Geschenke. Aber dann fand der Martin Luther, dass die Kinder sich mehr auf's Christkind freuen sollten als auf den Nikolaus, deshalb sollte in Zukunft nur noch das Christkind Geschenke bringen. Das hat aber nicht geklappt, weil sich der Nikolaus nicht so einfach hat ausbooten lassen. Seine Marketingabteilung hat einfach den Geschenkeschlitten erfunden, der sollte von Tieren über den Himmel gezogen werden.

TOFFEE: Aber warum dürfen das ausgerechnet die Rentiere machen?


Toffee

HENRY: Die haben die Ausschreibung gewonnen, weil ihnen dieser PR-Trick mit der leuchtenden roten Nase eingefallen ist. Aber sie wussten nicht, dass der Schlitten sauschwer ist und jetzt kommen sie aus der Nummer nicht mehr raus, weil jetzt kein anderes Tier mehr den Job haben möchte.

CLARA: Genau. Das fehlte mir noch, wochenlang Tag und Nacht in der Kälte drau­ßen rumfliegen zu müssen mit so einem schweren Schlitten am Heck, und noch Ge­schen­ke auszuliefern, während am 24. alle anderen gemütlich unter'm Christbaum sit­zen und feiern.

TOFFEE: Wieso stellen wir eigentlich Weihnachtsbäume auf?


Henry

HENRY: Das erzählt besser die Jane.

JANE: Au fein. Also, Weihnachtsbäume sind immergrüne Nadelbäume und für die Men­schen verkörpern immergrüne Pflanzen Lebenskraft. Und schon seit ewigen Zei­ten haben Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen immergrüne Bäume zur Win­tersonnenwende geschmückt. Früher hat man damit einem Sonnengott ge­hul­digt.

CLARA: Das ist irgendwie zwanghaft bei dir mit dieser Wintersonnenwende, oder?

JANE: Nein nein, die ist halt der Grund für viele Bräuche. Die Römer zum Beispiel hat­ten keine Tannen, die nahmen dann Lorbeerzweige. Und im Mittelalter gab es in den christlichen Kirchen am 24. Dezember sogenannte Paradiesspiele, da wurden Bäu­me mit Äpfeln behängt. Und deshalb schmücken heute noch viele Menschen ihren Christbaum mit kleinen Äpfeln. Viele Bräuche haben sich im Laufe der Zeit vermischt.

HENRY: Ja, und wir haben heute auch Geschenke bekommen. Unter anderem hat jeder von uns einen großen schönen Apfel bekommen. Hmmmmh, lecker. Die essen wir nach und nach gemeinsam auf. Außerdem hatte die Kerstin mal versprochen, dass wir Weihnachten jeder eine Gurkenscheibe kriegen, die sie längs aus der Gurke schneidet. Und sie hat Wort gehalten, schmatz-MUIG. Und Kuschelsachen gab's auch noch.


Henry

TOFFEE: Ja, wir waren wohl alle ganz brave Schweinchen das ganze Jahr über, weil wir so feine Sachen bekommen haben.

HENRY: Es gibt jetzt nur ein kleines Problem.

JANE: Ein Luxusproblem.

HENRY: Genau. Wir sind nämlich alle so pappsatt von all den Leckereien, dass ge­ra­de nichts mehr in uns reinpasst.

TOFFEE: Nicht mal die übliche Gurkenscheibe am Ende dieser Folge, seufz-MUIG.

CLARA: Das ist das Weihnachtswunder 2016!

HENRY: Mal sehen wie wir das lösen. Duuuuuuuuuhuuuu, Keeeeeerstiiiiiiin?

KERSTIN-ZWEIBEIN: Ja, mein Süßer.

HENRY: Wir würden uns jetzt gerne erst ein bisschen auf's Ohr hauen, weil wir so satt und müde sind. Meinst du, du kannst uns so in einem Stündchen wecken und uns dann die Gurkenscheibe bringen?

KERSTIN-ZWEIBEIN: Aber klar doch, ist doch Weihnachten.

SCHWEINCHEN-CHOR: Suuuuuuuupeeeeeeeer...


Toffee

HENRY: Also tschüss dann, liebe Leser. Ein frohes und friedliches und pappsattes Weih­nachtsfest für euch, erholsame Feiertage und nächste Woche kommt die letzte Henry-Folge dieses Jahres...

 

..... Fortsetzung folgt nächste Woche Samstag....

 


 

Am späten Abend des 19.12.2016 mussten wir unsere liebe Anika über die Regenbogenbrücke ziehen lassen.

Anika kam im August diesen Jahres zu uns in den Verein, da ihr langjähriger Partner verstorben war und die Haltung nun schweren Herzens beendet werden sollte.
Anika litt unter großen, sich immer wieder füllenden Zysten, die tierärztlich entleert werden mussten. Leider diagnostizierte die behandelnde Tierärztin schnell noch etwas anderes in Anikas Bäuchlein - hier wuchs noch ein Tumor.

Nach reiflicher Überlegung wurde beschlossen, Anika eine so schwere Operation nicht mehr zuzumuten. Ihre Pflegemama verwöhnte sie von nun an, die Maus sollte ihr Leben in vollen Zügen geniessen können - und das tat sie!

Am Morgen des 19.12.2016 war sie noch munter im Gehege unterwegs und freute sich über ihr Frühstück. Auch protestierte sie wie immer lautstark gegen das Eincremen ihrer Füßchen. Mittags ließ sie sich noch ihren Erbsenflocken-Mittagssnack munden – am Abend fand sie ihre Pflegemama schwer atmend und unterkühlt an ihrem Lieblingsplätzchen unter der Hängematte. Sie konnte kaum mehr ihr Köpfchen heben.
Ihre Pflegeeltern fuhren sofort mit ihr in die Tierklinik. Bei der dortigen Untersuchung kollabierte die liebe Maus, somit entschloss sich Anika's Pflegemama zusammen mit dem Tierarzt sie schwersten Herzens gehen zu lassen. Es ist zu vermuten, dass der Tumor in die Lunge gestreut hatte.

Anika wurde 5,5 Jahre alt.

Wir sind sehr traurig über diesen Verlust, sie war ein so liebenswertes und sonniges Schweinchen!

 

Komm' gut an, liebe Anika!

Wenn der Tod unsere Augen schließt,
werden wir in einem Lichte stehen,
von welchem unser Sonnenlicht
nur der Schatten ist.

Arthur Schopenhauer