Hasita und Akuti waren zwei Weibchen aus der Bühler Notfallabgabe, Akuti hatte bei uns auch ein kleines Böckchen auf die Welt gebracht. Beide mussten erst aufgepäppelt werden und als sie dann irgendwann endlich vermittelbar waren, hatten sie schon zwei schöne Plätzchen gefunden und haben sich daher gar nicht auf der Homepage vorgestellt.

Hasita ist in die Patentiergruppe unserer Pflegestelle Karlsruhe gezogen zu Zorro, Gian Luca, Benito, Janosz, Domino (alle SOS) und zwei weiteren Weibchen.

Akuti hat ein Plätzchen bei den SOS Tieren Anakin und Liah in einer unserer Patenpflegestellen gefunden:

Yana durfte zu den SOS Tieren Pago, Panda2, Peg und Else nachrücken, nachdem dort ein Weibchen verstorben war.

Und zuguterletzt ist Bodie gestern abgeholt worden. Er durfte nach dem Tod seines Vorgängers Rocki zu den Damen Nicki, Ebony und einem weiteren Weibchen ziehen.

 


 

Henry & Co.: Was bisher geschah.... 
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HENRY: Hallo Leute, ich bin's wieder, euer Henry.

Mann, wir hatten kürzlich richtig Tumult hier. Da waren wir alle komplett aus dem Häuschen vor Empörung. Es fing damit an, dass ich wieder tränende Augen hatte. Das Fell drumrum war ganz verklebt und mir haben die Äugelchen auch richtig weh getan.

TOFFEE: Da sagt man immer, rote Augen seien so empfindlich, dabei bist du der einzige, der ganz schwarze Augen hat, auch beim Fotografieren, und du hast immer wieder Tränaugen.

HENRY: Keine Ahnung, woran das liegt. Aber da war es richtig schlimm und ich hab' mich total schlapp gefühlt und mochte gar nicht mehr 'rumlaufen.

CLARA: Noch weniger als sonst.

HENRY: Hab' du erst mal eine Entzündung irgendwo. Das macht einen total fertig. Die Mama Kerstin hat gleich gemerkt, dass ich mich nicht gut fühle und meine Augen haben total gebrannt. Aber die Kerstin hatte zufällig sowieso schon einen Termin bei der Weißkittel-Frau für den nächsten Morgen ausgemacht, weil die Mackenzie geimpft werden musste, also hat sie mich da gleich mit eingepackt und mitgenommen.

JANE: Und ich bin mitgefahren, damit der Henry nicht so alleine ist.

HENRY: Die Weißkittel-Frau hat erst die Mackenzie gepiekt und dann holte die Mama Kerstin mich aus der Box und setzte mich auf den Behandlungstisch. Und dann kam sie, die Unverschämtheit, bei der mir glatt die Luft wegblieb, empört-MUIG.

TOFFEE: Nun sag schon, die Leser warten.

HENRY: Die Weißkittel-Frau sagte, "Na, das ist aber ein MOPPELCHEN"!!!

TOFFEE: Unerhörtheit! So was Freches!

CLARA: Naja, du bist nicht gerade ein Muskel-Prinz, aber Moppelchen geht entschieden zu weit.

HENRY: Die Kerstin hat noch protestiert und gesagt, sie solle mal meinen Hintern anfassen, der ist nämlich ganz knochig. Die Kerstin sagt immer, ich hätte einen Hintern wie ein tapeziertes Skelett. Aber die Weißkittel-Frau hat mir ins Genick gekniffen und gesagt, hier hätte ich einen Specknacken.

JANE: Und dann hat sie MICH angeschaut, obwohl ich mich ganz klein gemacht habe in der Transportbox, weil ich ja nur als Begleiterin mitgekommen war und nicht als Patient, und sie hat ehrlich gesagt, ich sei DICK!

TOFFEE: So ein Unsinn. Du bist doch nicht dick. Das sieht man doch, dass das nur das viele längere Fell ist. Außerdem bist du ein total langes Meeri.

JANE: Sie sagte, ich hätte eine WAMME!

TOFFEE: Naja, aber eine kleine Wamme macht doch nicht gleich fett. Das sind wohlgefällige Rundungen. Meerschweinchen müssen ein kleines bisschen rund sein, sonst würde man uns ja nicht Knutschkugeln nennen oder Fellbällchen.


Clara

CLARA: Eine Wamme hat gar nichts mit dem Gewicht zu tun, nur mit einem schwachen Bindegewebe. Und so lange man beim Laufen nicht drauftritt, sehe ich da gar kein Problem.

HENRY: Ich bin mir nicht sicher, ob deine Meinung da wissenschaftlich fundiert ist.

JANE: Jedenfalls fahre ich dort auf keinen Fall nochmal hin. Ich hab' mich richtig beleidigt gefühlt.

CLARA: Was hätte sie wohl zu Toffees Hüftgold gesagt?

TOFFEE: Was hackst du jetzt auf MIR rum? Du steckst auch ganz schön spack im Frack. Dein Fell hättest du auch eine Nummer größer nehmen können.

HENRY: Mädels, nun hackt nicht auch noch gegenseitig aufeinander 'rum. In solchen Situationen müssen wir zusammen halten.

TOFFEE: Überall steht, dass wir Meeris eine schmucke Birnenform haben sollen, schmoll-MUIG.

CLARA: Ja, aber mit nicht zu viel Fruchtfleisch dran, läster-MUIG.

HENRY: Die Weißkittel-Frau hat der Kerstin dann ein Merkblatt gegeben wie man Meerschweinchen ernährt. Da stand genau das drauf, was wir immer kriegen. Und verboten war alles Mögliche, was wir noch nie hatten. Das hat die Kerstin dann auch gesagt und noch gefragt, wie wir denn genug Vitamine kriegen sollen, wenn sie das gute Zeug auch noch reduziert. Da wußte die Weißkittel-Frau auch keine Antwort. Am Heu kann man ja nicht sparen. Davon muss immer genug da sein. Aber sie sagte, wir sollten nicht zu viel frisches Gras essen. Dabei hatte da die Gartensaison erst angefangen.

TOFFEE: Aber Heu ist doch auch nur Gras, bloß dass Heu viel leckerer ist, wenn es noch Gras ist.

CLARA: War das eigentlich dieselbe Weißkittel-Frau, die damals empfohlen hatte uns hartes Brot zu füttern?


Jane

JANE: Ja! Ich weiß auch nicht, warum die Kerstin da nochmal mit uns hin ist.

HENRY: Die ist top mit Hunden und es war ja Mackenzies Termin. Die Mama Kerstin wollte ja für mich nur Augentropfen haben wegen meiner Bindehautentzündung. Die richtig guten sind nämlich verschreibungspflichtig.

TOFFEE: Ich verstehe das mit dem Gewicht und dem Essen sowieso nicht. Wir sind doch Veganer.

JANE: Ja. Und?

TOFFEE: Wie kann man denn von VEGANEM ESSEN so TIERISCHEN SPECK kriegen?

CLARA: Eine berechtigte Frage. Das verstehe ich auch nicht.

HENRY: Es gibt auch bei veganem Essen Sachen, die mehr Kalorien haben als andere. Knollengemüse zum Beispiel ist gehaltvoller als Salatblätter. Und Möhren haben viel Zucker, deshalb schmecken sie so lecker süß, machen aber dicker als Gurken.

CLARA: Jedenfalls hat uns diese Weißkittel-Frau eine ganz grausame Diät eingebrockt. Darauf hätte ich echt verzichten können.

HENRY: Die Kerstin hatte ein bisschen Zweifel daran, dass wir wirklich zu dick sind. Aber sie hat eine ganze Woche lang kein Knollengemüse mehr serviert und sonst war das Buffet auch recht übersichtlich.

CLARA: Und es gab die ganze Woche keine Sonnenblumenkerne, frustriert-MUIG.

TOFFEE: Und keine Erbsenflocken, leidend-MUIG.


Toffee

JANE: Ich hab' jedes Mal ganz laut gepfiffen, wenn ich die Kerstin irgendwo gehört oder gesehen habe. Meine besten Hungerpfiffe und Verzweiflungsquieker, aber die Kerstin ist echt hart geblieben.

HENRY: Das ist ihr nicht leicht gefallen. Am Ende der Diätwoche wurden wir dann gewogen.

JANE: Das ganze Hungern hatte Erfolg. Jeder von uns hat ungefähr 20 Gramm...

CLARA: ...ZUGENOMMEN!!! Haha! Befriedigt-MUIG.

HENRY: Die Mama Kerstin war ziemlich konsterniert, dass die Diätoffensive so nach hinten losgegangen ist. Aber dann hat sie beschlossen, dass Diäten Quatsch sind und unser Gewicht genau richtig ist.

CLARA: Wir liegen ja auch nicht nur faul in der Ecke 'rum, sondern sind ganz schön aktiv und flitzen hier rauf und runter und so.

HENRY: Die Kerstin hat dann mal wieder im Internet gesurft und dort stand, dass das Gewicht OK ist, so lange man beim Laufen noch unter dem Bauch durchgucken kann. Wenn der aber so weit runter hängt, dass er beim Laufen fast den Boden berührt, dann sind wir zu klein für unser Gewicht.

JANE: Daraufhin hat die Mama Kerstin uns wieder tagelang beobachtet und immer versucht uns beim Laufen von der Seite zu betrachten.

TOFFEE: Ja, das kann ich gar nicht leiden. Wenn ich merke, dass ich beobachtet werde, setze ich mich am liebsten in ein Versteck und warte erst mal ab.

HENRY: Das tun wir alle. Deshalb hat es ja auch Tage gedauert bis die Kerstin sich vergewissert hatte, dass man bei uns allen tatsächlich unter'm Bauch durchschauen kann beim Laufen. Aber dann hat sie beschlossen, dass wir einfach OK sind, so wie wir sind. Und dann war das mit der Diät endgültig vom Tisch.


Henry

CLARA: Dafür kriegen wir jetzt immer einen noch größeren Auslauf aufgebaut, damit wir auch ordentlich Bewegung haben. Und solange wir immer ordentlich 'rumfetzen, weiß die Kerstin auch, dass wir gesund sind und reichlich Kalorien verbrauchen. Bewegung macht schlank und hält fit.

TOFFEE: Wir könnten uns doch jetzt mal alle nach vorne bewegen zur Plexischeibe und schauen, ob die Kerstin schon unsere Gurkenscheiben vorbereitet hat.

CLARA: Hihi-MUIG, das ist meine Lieblingsbewegung.

HENRY: Na, dann mal los, Mädels. Und wenn wir vorne sind, Bauch einziehen!

CLARA: Zu Befehl, Chef.

HENRY: Hallööööööööchen, Liiiiieeeeblings-Zweibein... flöt-MUIG.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Na, du Schmeichler, seid ihr so weit?

HENRY: Ja, und schon ganz ausgemergelt vor Hunger.

KERSTIN-ZWEIBEIN: Ich seh's schon. Hier, bitte...

HENRY: Danke. Also tschüss dann, mampf schmatz, bis nächste Woche...

 

..... Fortsetzung folgt nächste Woche Samstag....


 

 

Wir freuen uns sehr über folgende neue Patenschaften:

 

Frau Alexandra Chapman hat eine Geschenkpatenschaft an Frau Beate Chapman für Yannie übernommen,

Frau Laura Lorenz hat eine Patenschaft für Gian Luca übernommen und

Frau Jutta Strohschein hat eine Patenschaft für Jaden übernommen.

 

Wir bedanken uns von Herzen für ihre Unterstützung!

 


 

Unsere Neuzugänge Berta und Fritz, sowie Flame stellen sich seit heute im Vermittlungsbereich vor. Die arme Flame saß längere Zeit alleine, hat sich jetzt aber sehr zufrieden in ihe neue Gruppe eingefügt. Berta und Fritz sind noch jung und suchen ein neues Rudel mit viel Platz zum Flitzen.


 

 

Traditionell ist die Weihnachtszeit ja jene Zeit, in der man darüber reflektiert, was im betreffenden Jahr so passiert ist und was man erlebt und einem bewegt hat. Und so möchte ich heute eine Geschichte erzählen, wie sie unsere Arbeit im Tierschutz geschrieben hat. Vielen werden bereits die Bilder in den Kopf schießen, von verwahrlosten und vernachlässigten Meerschweinchen, die gerettet und gepäppelt und versorgt werden müssen. Ja diese Geschichten gibt es immer wieder und sie machen auch uns immer wieder aufs Neue traurig, sprachlos und manchmal auch wütend. Aber nein heute möchte ich eine andere Geschichte erzählen, wie unsere Pflegestellen sie auch immer wieder erleben dürfen. Denn die Arbeit im Tierschutz, insbesondere als Pflegestelle für Vermittlungstiere, schreibt nicht nur traurige Geschichten.

Es ist die Geschichte von Loui und seinen Damen. Loui führte mit seinem Kumpel ein glückliches Leben in einer Männer-WG, doch es kam jener Tag, an dem sein geliebter Freund Chucky sehr krank wurde und schließlich über die Regenbogenbrücke zog. Nun blieb der kleine Kerl ganz alleine zurück und schnell war klar, dass er Gesellschaft von Damen bekommen sollte.

 

 

In einer unserer Pflegestelle wartete zu diesem Zeitpunkt gerade Susa auf eine neue Bleibe. Ihr Zweibein hatte sie schweren Herzens abgeben müssen, da sie ihr aus familiären Gründen und mehr gerecht werden konnte. Bewusst hatte sie einen Verein gesucht, der ihr geliebtes Schweinchen nur in beste Hände weitergeben würde.

 

 

Und auch Cupcake wartete damals auf ein neues Zuhause, da ihre Gurkenschnippslerin aus gesundheitlichen Gründen die Haltung beenden musste.

 

 

Und schließlich Keks, auch sie war gestrandet, da nach dem Tod ihrer Kameraden die Haltung nicht fortgeführt werden sollte.

 

 

Drei einsame Schweinedamen und alle drei kamen sie aus guter Haltung und ihren Zweibeinern blutete das Herz, sie abzugeben, doch leider schreibt das Leben oft seine eigenen Geschichten. Da wurde unsere Pflegestelle zum Retter in der Not und brachte die Suchenden zusammen. Manchmal ist man als Pflegestelle einfach der Vermittler zwischen jenen, die ein Tier abgeben müssen und jenen, die einem Tier ein neues Zuhause schenken möchten. Und so hatte diese Geschichte schnell ein Happy End: Susa, Cupcake und Keks durften bei Loui einziehen und haben dort ein neues Zuhause gefunden. Dieser Teil unserer Arbeit als Verein erfüllt unser Herz immer wieder mit Freude, wenn man sieht, wie aus gestrandeten Meerschweinchen eine neue glückliche Schweinchenfamilie zusammen wächst.