Da bin ich. Hallo allerseits! Herzlich Willkommen zur 59. Folge von WwW - Wilbert weiß Warum! Chirpen

 

Erinnert ihr Euch noch, dass ich Euch in der Sondermeldung erzählte, dass Meerschweinchen chirpen, wenn sie dolle Angst haben? Zum "zwitschern" zumute war es tatsächlich vielen von uns Fellknäulen, als wir von unseren Gurkenschnipplern erfuhren, dass es so schlimm um unseren Verein steht. Doof, oder? Nur wegen dem Bezahl-geld der Zweibeins - wir sind ja trotzdem da!!! Dank Euch allen, und den vielen Spenden, chirpt es in den Gehegen nun weniger und wir können uns wieder den Karottenstückchen widmen, *jawohl-muig*! Aber einige Leser haben mir verdutzt geschrieben, was es denn nun, mit diesem zwitschern, auf sich hat. Darum will es Euch erklären.

Chirpen:

Das Chirpen, auch Zwitschern genannt, ist eine sehr seltene Lautäußerung beim Meerschweinchen. Jedoch von Seiten der Vokalisation, die lauteste. Es hört sich an, als hätte sich ein kleiner Vogel ins Zimmer verflogen und piepst nun aufgeregt in einer Tour. Das Chirpen ist vornehmlich nachts zu hören und betritt man als erstaunter Gurkenschnippler das Zimmer, um nach dem rechten zu sehen, hört das chirpende Schweinchen meist sofort wieder auf.

Beim Chirpen stößt das Meerschweinchen die Laute sehr rhythmisch und rasch, mir hoher Körperkraft, aus. Kann man das Zwitschern beobachten, sieht man die Bewegung im gesamten Bauch- und Flankenbereich, und natürlich am sich schnell öffnendem und schließendem Mäulchen. Meerschweinchen chirpen unterschiedlich lang. Im Schnitt werden in der Minute bis zu 100 einzelne Silben ausgestoßen und die Fellknäule können das bis zu 20 oder 30 Minuten am Stück durchhalten. Hier sieht man das Meerschweinchen Happy auf youtube in einem Beitrag von Melanie Beyer.

Happy beim Chirpen

Meerschweinchen chirpen in unterschiedlichen Situationen. Zum Einen als Reaktion des Erschreckens oder der Unsicherheit über ein unbekanntes Geräusch oder ein Angst einflößendes Ereignis. Die Anspannung des Tieres kann sich auch erst Stunden nach dem Ereignis, mit dem Chirpen, entladen. Zum Anderen zwitschern sie, wenn sie im sozialen Gefüge der Gruppe überfordert sind oder im höchsten Maße bedrängt. Mit dem Chirpen zeigen die Tiere an, dass sie unter Stress stehen und mit der Situation nicht klar kommen. Die anderen Gruppenmitglieder fallen während des Chirpens in eine Art Schockstarre. In dem Videobeitrag sieht man sehr gut bei dem Tier im Vordergrund, wie es verharrt. Vermehrt wird das Chirpen von Haltern beobachtet, wenn ein Weibchen brünstig und und der Bock sie sehr bedrängt. Auch während schwierigen Vergesellschaftungen, Rangstreitigkeiten oder unklarer, sozialer Lage in der Gruppe wird von den Tieren gezwitschert.

In der Fachwelt sind sich die Gelehrten noch nicht komplett einig, welche Faktoren zu 100% für das Chirpen verantwortlich sind. Doch klar ist, dass das Chirpen das eindeutigste Stresssignal ist, dass ein Schweinchen geben kann!

 

Uuuups...

 

Wilbert von Weizen hat sich mit hier, bei diesem ganzen "gepiepse", lieber mal mit Verstärkung in die Korkröhre geknäult und wartet ab, bis die Luft wieder rein ist! Denn jedes Fellknäul ist froh, wenn der Stress an ihm vorüber geht. Also, hat man ein chirpendes Schweinchen im Stall, sollte man versuchen, der Ursache auf den Grund zu gehen. In diesem Sinne...

 

***Genau-muig*** So ist das! Viel Spaß beim Lesen und bis nächsten Sonntag, wenn es wieder heißt: WwW - Wilbert weiß Warum

Die alten Folgen von WwW können hier nachgelesen werden: Wilbert weiß warum

 

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Hiermit distanziert sich Wilbert von Weizen ausdrücklich von den Inhalten der gelinkten Seiten in seiner Kolumne auf der Homepage von SOS Meerschweinchen!