Bereits Ende Oktober haben wir einen schönen Bericht von den Mitte Oktober vermittelten Jungschweinchen Bernadette und Theodora erhalten. Nun kommen wir endlich dazu, auch allen anderen Interessierten den Bericht zur Verfügung zu stellen.

Die beiden Schweinemädchen sind zwar zusammen ausgezogen, jedoch in unterschiedliche Gruppen der gleichen Halter gezogen, jeweils zu einem Kastraten und einem Weibchen, um etwas Schwung in die Bude zu bringen. Der Plan ist den Berichten zufolge wohl aufgegangen...

 

Bernadette, die jetzt Nina genannt wird:

"Nachdem ich kurze Zeit in der Pflegestelle Rüsselsheim war, stand am 17.10.14 der Umzug in ein neues Heim an. Mit meiner Mitbewohnerin Theodora machte ich mich auf den Weg, denn auch sie durfte umziehen.

Dort angekommen, konnte ich nun meine neuen Freunden Sunny und Rob kennenlernen. Nach ein paar Tagen hatten wir uns alle ausgiebig beschnüffelt und kommen sehr gut miteinander aus. Wenn die Gurkenschnipplerin kommt, bin ich meistens noch vor Rob zur Stelle. Sie ist der Meinung, dass ich ein „ kleines Hexchen wäre“, weil ich so wuselig bin und tolle Sachen ausprobiere. Zum Glück gibt es auch hier wieder eine obere Etage, wo ich den Ausblick genießen kann.

Damit Ihr auch meine Freunde sehen könnt, haben wir ein Foto von uns gemacht:"

 

 Rob, Nina (SOS Bernadette) und Sunny

 

 Nina (SOS Bernadette)

 

Theodora, die jetzt Kim genannt wird:

"Vielleicht habt Ihr schon den Bericht von Bernadette gelesen, denn ich bin mit Ihr am 17.10.14 gemeinsam losgezogen, um ein neues Heim zu beziehen. Ich hatte mich entschieden, bei der zweiten Gruppe einzuziehen.

Meine neuen Freunde heißen Tash und Jackson. Jackson hat mir gleich gezeigt, wo es die leckeren Sachen gibt und mit Tash habe ich mich auch von Anfang an super verstanden. Bei uns gibt es gar keinen Stress und wenn es ums Futtern geht, bin ich schon gar nicht mehr schüchtern. Wenn der Gurkenschnippler und seine Frau kommen, mache ich manchmal sogar Männchen, weil ich die Zeit gar nicht erwarten kann. Manchmal lasse ich mich auch schon etwas kraulen. Die Mami sagt immer, was für ein liebes Mädchen ich doch bin, grins.

Auf dem Bild könnt Ihr mich und meine neuen Freunde sehen."
 

 Gemeinsames Heu- und Kräuter-knuspern (v.l.n.r.: Jackson, Kim (SOS Theodora) und Tash)

 

 Kim (SOS Theodora) erklimmt den Heuberg ;-)

 

Schön, dass es den beiden Flitzemäusen gut geht und danke für das tolle Zuhause und Feedback! :-)

 


 

Wir freuen uns, dass wir am vergangenen Sonntag bei der Tierweihnacht im Tierheim Heidelberg dabei sein durften. Die Stände waren alle im Haus, sodass weder Standdienst noch Besucher ungemütlich frieren mussten. Da der Platz dadurch etwas eingeschränkt war, hatten wir nur eine kleinere Auswahl dabei, aber einen Überblick zu allen Themen rund ums Meerschweinchen gab es natürlich trotzdem.

Die Tierweihnacht war gut besucht und so konnten wir zahlreiche Gespräche führen. Dies war nun unser letzter Einsatz für 2014, nächstes Jahr sind wir ab dem Frühjahr wieder zwischen Karlsruhe und Frankfurt auf vielen Events anzutreffen. Wir melden alles rechtzeitig.


Unsere Flyer wurden wieder gerne mitgenommen und unser umfangreicher Gemüsekorb und die
So-Nicht-Kiste mit falschem Futter werden regelmäßig bestaunt und regen zu Gesprächen an.

Throsten hat die erste Schicht übernommen....

...und Ina und Chris die zweite. Ina ist übrigens auch eine unserer Näherinnen für den Kuschelsachen-Nachschub...wink

Danke euch allen!


 

Vorletzte Woche erhielten wir eine E-Mail von Bommel und seinen Weibchen Brownie und Schokie (nicht SOS), Rose und Alice.

Das Heim von Bommels Rudel war schon einige Male in den News zu bestaunen, sie wohnen in Außenhaltung in einem tollen großen geschütztem Haus und angrenzendem Freilauf.

"Liebe SOS-ler!

Wir schicken euch winterliche Grüße, wollten euch zeigen, dass es uns gut geht. Trotz der frostigen Temperaturen gehen wir fast jeden Tag eine Runde im Garten spazieren, aber nur, wenn unser Zweibein nach uns pfeift und bei uns sitzen bleibt, schließlich soll sie auch etwas an die frische Luft kommen! Das bischen halbe Stunde am Morgen zum Frühstück und die eine Stunde Mittags ist da zu wenig.

Wir bekommen unsere Hütten dick mit Stroh und Heu gepolstert und jeden zweiten Tag frisch, damit wir es trocken und duftend haben, dazu noch reichlich gutes Frischfutter und bestes Bioheu, so mögen wir das und sind auch alle pummelig gesund ;-) *räusper
Bommel wiegt 1430g, Brownie und Schokie 1100 mit paar Gramm Unterschied, Alice 870, Rose 812g, TÜV ist bei allen einwandfrei.

Aber schaut selbst, ganz aktuelle Fotos von letzter und dieser Woche!

Ganz quietsch-vergnügte Grüße an euch und eine schöne Vorweihnachtszeit wünschen allen die Bommels und Renate"

 

Hier kann man schön sehen, dass das Rudel von Bommel sehr gut an die kalten Temperaturen Ende November gewöhnt sind und trotz Kälte gerne einen Ausflug aufs Grün wagen :-)

Das Rudel stürmt die Wies'n: Alice, Brownie und Schokie (nicht SOS), Bommel und "auf dem Sprung" Rose

 

Alice beim TÜV :-) (sogar mit Fußballweltmeister-Gedenk-Serviette in der Wiegeschale)

 Frühstück bei Bommels, aktuell mit Grünkohl, der wird geliebt!

(Aufgrund der frischen Temperaturen sind sie hier etwas aufgeplustert)

 

Wir freuen uns sehr, dass es Bommel, Alice und Rose (und natürlich auch die zwei nicht SOS Weibchen) so toll getroffen hat und sie bei solch Meeri-begeisterten Menschen gelandet sind und wir immer wieder ein schönes Feedback von der Truppe bekommen.

SOS Meerschweinchen sagt: Danke!

 


 

Zusammen mit Inevera (die schon im Vermittlungsbereich nach einem neuen Zuhause sucht) sind die beiden zurück in den Verein gekommen.

Bei Joker fiel direkt auf, dass es einen sehr staksigen Gang hatte, durch einen Tierarztbesuch stellte sich heraus, dass zusätzlich zu seiner Arthrose sein Rückgrat angebrochen war und zwei Lendenwirbel zusammen gewachsen sind.

Sanna darf dem kranken Joker Gesellschaft leisten und ist dabei mit ihren sieben Jahren selbst nicht mehr die Jüngste.

Joker und Sanna sind ein wirklich herziges Paar und wünschen sich nun liebe Menschen, die für sie eine Patenschaft übernehmen wollen :-)

 


 

Am 13.11. erblickten bei mir in der Pflegestelle zwei Babies das Licht der Welt: Humphrey und Lauren. Bisher entwickeln sich beide normal und wachsen und gedeihen zum Glück sehr gut. Obwohl ihre Mama Adelina selbst eigentlich noch viel zu jung zum Nachwuchs bekommen war, ist bisher alles gut gegangen. Wie sehr so eine Säugephase aber an den Müttern zehrt, merkt man am Gewichtsverlauf von Adelina, sie stagniert seit der Geburt, Kraft zum Wachsen hat der Körper z.Zt nicht mehr. Aber selbst das ist schon positiv, denn viele erwachsene Weibchen nehmen während der Babyaufzucht sogar ab. Natürlich gibt es viel gesundes und kräftiges Futter und Adelina frisst wirklich ordentlich. Ich kann es eigentlich immer noch nicht fassen, dass sie - obwohl sie bei der Aufnahme nur 234 gr wog, bereits gedeckt worden war.

Bei den Böckchen hat man ja so einen Gewichts-Richtwert, da bei 250 gr in etwa die Hoden absteigen und die jungen Herren dann geschlechtsreif werden. Das kann bei großen und kräftigen Babies schon mit gut 3 Wochen der Fall sein oder bei langsam Entwicklern, z.B. bei großen Würfen, auch mal über 6 Wochen dauern. Aber auch der Zeitfaktor spielt dann eine Rolle, sind die Tiere einfach noch klein, aber schon über 6 Wochen alt, muss man auch bei geringerem Gewicht schon aufpassen. Der Tierarzt kann auf jeden Fall den Weg der Hoden tasten und so den optimalen Zeitpunkt der Frühkastration bestimmen.

Der schwarz- weiße Humphrey ist im Moment mit ca 170 gr. und gut drei Wochen alt normal entwickelt und wird weiterhin gewichtsmäßig beobachtet. Sein Schwesterchen Lauren wiegt immer ein paar wenige Gramm mehr als er, ist aber ebenfalls topfit. Interessant bei den Babies sind auch Haarwuchs und Farbverlauf. Der Weiß-Anteil bei Humphrey hat sich durch das Wachstum der ersten Wochen deutlich vergrößert. Scheinen die Babies am Anfang irgendwie nur aus Kopf und Hinterteil mit ein paar großen Pfoten zu bestehen, wächst in der ersten Phase vor allem der Körper in die Länge und schon bald sehen sie (fast) wie die Großen aus. Lauren hat einen niedlichen weißen Strich auf der Nase und teils weiße Pfoten, da hat sich nun nicht arg viel geändert. Aber bei beiden habe ich das Gefühl, dass da noch längere Haare wachsen könnten, schließlich ist Mama Adelina ja ein Sheltie. Der Haarwuchs setzt aber so richtig erst mit ein paar Monaten ein - es bleibt also spannend!

Ohne Gehegegitter und mit ein paar Leckerchen im Einstreu kann man dann die ganze Rasselbande sogar mal vor die Linse bekommen:

Wenn ich putze, lasse ich den Gruppen nach dem TÜV einen Teil vom Gehege und wenn die erste Seite fertig ist,
dürfen sie rüberlaufen und ich putze den Rest. Hier hatten sich Mama Adelina (hinten) und ihre Babies (links
Humphrey, rechts Lauren) hinter Rudelchef Nimo versteckt.

"Hilfe, unser Häuschen ist weg - der Putzteufel ist wieder da.....!"

Ein Blick ins offene Gehege: von links Nimo, Tonja, Adelina, vorne Humphrey und rechts
vor dem Hauseingang die kleine Lauren

"Immer wenn die mit dem komischen Blitzdings kommt, wirft sie mit Leckerchen um sich.... ts ts ts..."

Größenvergleich: Nimo (knapp 1000gr.) neben Tonja (740 gr.) und den Babies

"Ahh, schon wieder ein Foto... sitzt meine Frisur eigentlich...?!?"

Äh, ja - während Nimo sich mal kurz der Fellpflege widmet, für die Leser nochmal ein Größenvergleich vom restlichen Rudel:
Links Adelina (450 gr.), Mitte Agouti-Weibchen Tonja (740 gr.) und vorne die Babies (ca 170 gr.)

"Hmmm, lecker so ein Zwischen-Snack.....machst du morgen wieder Fotos...?"laughing

 

Wenn Humphrey dann frühkastriert ist und die Babies von ihrer Mutter abgenabelt sind und über 300 gr. wiegen, können alle drei vermittelt werden. Einen Vorteil bringen die Babies jedenfalls mit, sie sind optimal sozialisiert und kennen bisher nur artgerechte Haltung mit viel Platz und gutem Futter....Wir suchen- wie für alle unsere Schützlinge- bald ein schönes dauerhaftes Plätzchen für die beiden. Zuvor gehts dann aber noch zum Fotoshooting - vielleicht wieder mit Leckerchen als Belohnung....wink

 


 

 

Wieder einmal gab es Zuwachs in der SOS-Patentierabteilung:

Twister war bereits mehrfach vermittelt und zurückgegeben worden, nun hat er auch mit Zahnproblemen und erhöhtem Augeninnendruck zu kämpfen und wurde deshalb verpatet.

Larissa kam gemeinsam mit Twister und weiteren Tieren zurück zu SOS und hat zahlreiche gesundheitliche Probleme, unter anderem eine Herzinsuffizienz. Auch sie darf daher als Patenschweinchen in der Pflegestelle bleiben.

Katrina und Denna kamen ebenfalls zusammen zu SOS. Katrina zählt zu den "hochbetagten" Schweinchen, sie ist nämlich schon stolze neun Jahre alt und steht daher nicht mehr zur Vermittlung. Ihre Freundin Denna leidet unter Herzrhythmusstörungen und muss täglich Medikamente bekommen, so wurde auch sie zum Patenschweinchen.

Wie aufmerksame Leserinnen und Leser unserer News sicher bemerkt haben, ist die Zahl der Patentiere im vergangen Jahr erneut enorm gestiegen. Der Verein und jedes einzelne Patentier würde sich daher über Spenden und besonders über Patenschaften freuen. Weitere Infos finden sich hier: Patenschaften.

 


 

Auch in der vergangenen Woche konnten wir wieder zwei Notschweinchen in ein neues Zuhause vermitteln, die beiden glücklichen Damen sind Honeyblossom und Daika.

Daika wird ab sofort in einem Eigenbau mit den Maßen 2m auf 0,80 m wohnen, der sich auf zwei Etagen erstreckt. Die dritte Etage, die auf dem Bild zu sehen ist, wird von Vermittlungstieren bewohnt, Daika durfte spontan nämlich in eine unserer Pflegestellen ziehen und wird dort nun ein dauerhaftes Zuhause haben. Da sie bereits fast sechs Jahre alt ist, freuen wir uns darüber besonders. Neben der hübschen Teddydame wohnen dort noch Kastrat Owen und zwei Weibchen, die ebenfalls alle über SOS vermittelt wurden.

Hier noch ein Foto von Daikas neuem Zuhause:

Die Rosettendame Honeyblossom teilt sich künftig ein neu gebautes Gehege (Maße 1,4 m auf 1 m) mit einem Kastraten und einem Weibchen. Die Einrichtung wurde natürlich vor dem Einzug der Schweinchen noch mit reichlich Heu ausgestattet. Da kann ja nichts mehr schief gehen!

 

Wir freuen uns über die ersten beiden Dezember-Glücksschweinchen und wünschen den künftigen Halterinnen viel Freude mit ihnen!

 


 

 

Wer sich noch an das WwW vom vergangenen Sonntag erinnert, wartet bestimmt schon gespannt auf die - hoffentlich zahlreich - eingegangenen Sockenfotos! Wilbert zog mit Vorfreude sein Nikolausmützchen an, hat bis zuletzt abgewartet und sehnsüchtig sein Postfach gecheckt. Aber keine... NICHT eine Socken-Fotomail ist eingegangen!!! ***Große-Augen-Fragezeichen-Guck???***

"Naja", denkt sich der Wilbert! "Dann waren die Socken - auf der Leine - wohl nicht trocken!!!"

 

 

 Wilbert muigt allen Schweinchenfreunden trotzdem von Herzen einen quietschig-schönen Nikolaustag!

 


 

Kurzfriistig hat es sich ergeben, dass wir am morgigen Sonntag bei der Tierweihnacht im Tierheim Heidelberg dabei sind. Wir stehen im Foyer, dh. man kann sich in Ruhe unterhalten ohne zu frieren...wink.

Im Tierheim Heidelberg wird das neue Hundehaus eingeweiht und auch das Nager-Haus ist renoviert worden. Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk für Meeri-Fans oder für seine Meerschweinchen sucht, bei uns wird er bestimmt fündig (Kuschelsachen, Keramik- oder Plüschschweinchen, Baumwolltaschen mit Meeri-Logo usw.) Auch Beratung und Austausch zu allen Themen rund um unsere Fellnasen jederzeit - wir sind vor Ort!

Tierheim Heidelbeg Speyerer Schnauz 3, 69124 Heidelberg,

am 07.12.2014 geöffnet zwischen 11.00 und 17.00 Uhr

 


 

Unsere Schweinchenbesucherin Christiane war dieses Mal bei dem fast blinden Raffaello und seinen drei Weibchen.

Alle vier sind top gepflegt, bekommen gutes Futter in Form von Heu und abwechslungsreichem frischem Gemüse und haben ein schönes, großes Domizil, in dem sie zwischen der abwechslungreichen Einrichtung herumwuseln können.

Für die Rundumpflege mit TÜV und Wiegen inkl. Frisör für die drei Langhaarschweinchen sind die Zweibeins zuständig und so kann z.B. verraten werden, dass Isla eine wahre Wuchtbrumme von über 1400g ist, aber psst... 

Der tolle Eigenbau hat eine L-Form mit den Maßen 1,80m x 0,80m und 0,80m x 0,70m und der Anbau misst 0,80m x 0,64m. Zusätzlich gibt es noch eine attraktiv eingerichtete Etage, die gerne genutzt wird.

Suchbild: im Anbau Janina, unter der Etage rechts Vivian und unter der Etage links Raffaello oder Isla?

 

Schön, dass es "unsere" Schweine so gut getroffen haben :-)

 


 

Unsere Pflegestelle Römerberg hat kürzlich zwei Rückkehrerschweinchen aufgenommen: Basti und Gwenny.

Nachdem wir gestern über Bastis Leistenbruch berichtet haben, möchten wir nun über Gwenny berichten, die leider bei Aufnahme Ballenentzündungen an den Vorderfüßen hatte. Erstaunlicherweise lief Gwenny ziemlich normal, obwohl ihre Füße recht schlimm aussahen, wirklich ein tapferes Mäuschen.

In unserer Rubrik Wissenswertes gibt es bereits sehr gute Beiträge zum Thema Ballenabszess, daher gehen wir an dieser Stelle nur kurz auf die Entstehung und Behandlung ein.

Was ist ein Ballenabszess? Ballenanszesse kommen leider relativ häufig vor und entstehen aus Fehlbelastungen der Füße, beispielsweise durch zu lange Krallen. Begünstigend für entzündetete Pfötchen wirken z.B. nasses Einstreu, ungeeigneter Untergrund und eine erhöhte Gewichtsbelastung durch Fehlernährung. Zunächst kommt es zu einer Entzündung und bei einer Verschlechterung zu einem Abszess, bei dem sich Eiter in der Wunde befindet. Im schlimmsten Fall kann der Eiter sogar die Knochen angreifen und zerstören, was eine (Teil-)Amputation notwendig machen würde und im unbehandelten Fall kann das Meerschweinchen auch an solch einem Abszess sterben :-(

Bei Gwennys Füßchen war es zum Glück noch nicht so weit fortgeschritten, dass Eiter in der Wunde zu sehen war, also konnte auf ein Antibiotikum glücklicherweise verzichtet werden und Gwennys kleiner Körper wird nicht noch mehr belastet. Ihre Pfötchen wurden nun vom Pflegezweibein mit Rivanol gebadet, damit die Verkustungen aufweichen und entfernt werden können. Anschließend wurde eine Salbe auf die entzündeten Stellen aufgetragen und ein Verband um die Pfötchen gewickelt. Nun hoffen wir auf eine baldige Genesung und auf ein beschwerdefreies durchs Gehege flitzen für unsere Gwenny ;-)

Da Gwenny vorerst nicht vermittelt werden kann, bis ihre Pfötchen wieder vollständig abgeheilt sind, wird sie vorübergehend verpatet und hofft auf Unterstützung durch Patenschaften von lieben Zweibeins :-)

 

Hier haben wir den Zustand bei Gwennys Ankunft festgehalten:

Gwennys linke Vorderpfote, in der Wunde hat sich Kot gesammelt, der sich verhärtet hat

Gwennys rechte Vorderpfote, auf der Wunde hat sich Grind gebildet

 

Ballenabszesse erkennen: sollte jeder Halter können. Sobald die Füße gerötet/gereizt wirken, sollte man nach der Ursache forschen. Empfehlenswert sind neben dem (sauberen) Einstreu noch andere verschieden feste Untergründe wie Holz, Fliesen, Steine, Handtuch, Decke, Kuschelrolle/Bettchen etc. anzubieten. Je mehr Abwechslung im Gehege ist desto mehr Möglichkeiten haben die Schweinchen, die Füße auch mal zu entlasten. Sollten die Füßchen bereits entartet sein wie bei unserer Gwenny, ist ein Tierarztbesuch bei einem meerierfahrenen Tierarzt unabdingbar. Behandlungsvorschläge sind in den oben genannten Beiträgen im Bereich Wissenswertes aufgeführt.

Also: mindestens einmal wöchentlich beim TÜV das Schweinchen umdrehen und die Unterseite begutachten! Je früher Krankheiten erkannt und behandelt werden, desto größer die Heilungschancen! :-)

 


 

Unsere Pflegestelle Römerberg hat kürzlich zwei Rückkehrerschweinchen aufgenommen: Basti und Gwenny.

Hier möchten wir über ein eher seltenes Krankheitsbild beim Meerschweinchen berichten, den Leistenbruch.

Basti wurde vor vier Jahren bereits mit einem kleinen Leistenbruch vermittelt. Unser damaliger Wissensstand zu dem Thema beschränkte sich darauf, dass man dies weiter beobachten sollte und bei Verschlimmerung eine OP angeraten war. Solch einen Fall hatten wir bis dahin noch nicht und so verließen wir uns auf die Aussage des Tierarztes und Basi wurde mit diesem Vermerk von uns vermittelt. Da wir uns immer wieder weiter informieren und unser Wissen und Erfahrungsschatz um Meerschweinchen immer weiter anwächst, wissen wir mittlerweile, dass ein Leistenbruch sehr gefährlich sein kann und man diesen besser direkt operieren lassen sollte.

Was ist ein Leistenbruch? Ein Leistenbruch entsteht, wenn wegen einer Bauchwandschwäche oder durch inneren Druck (z.B. Pressen bei Verstopfung, chronisches Husten) die Bauchwand durchbrochen wird. Ein unbehandelter Leistenbruch kann wie beim Menschen schlimme Komplikationen nach sich ziehen, z.B. können sich Organe wie Darmschlingen oder Blase in den Bauchraum verlegen, was im schlimmsten Fall bedeutet, dass die Organe abgeschnürt werden und das Absetzen von Kot bzw. Wasser nicht mehr möglich ist. Dies hätte einen Darmverschluss (Folge: Blähungen ausgelöst durch gährenden Kot im Darm) bzw. Blasenverluss (Selbstvergiftung des Körpers durch aufgestaute Flüssigkeit) oder das Absterben der Organe selbst zur Folge, wodurch das Meerschweinchen einen grausamen Tod erleiden würde.

Zum Glück ist es bei Basti nicht soweit gekommen, er wurde dem Tierarzt der Pflegestelle vorgestellt und wurde operiert. Er hat seine Leistenbruch-OP erfreulicherweise sehr gut überstanden und wenn alles soweit verheilt ist, wird er sich auf der Pflegeschweinchenseite vorstellen und sucht dann nach einem neuen Wirkungskreis, in dem er Meeriweibchen und Zweibeins umgarnen kann :-)

 

Hier haben wir mal versucht, den Leistenbruch bildlich einzufangen (leider aufgrund von Fell und Perspektive etwas schwierig zu erkennen):

Leistenbruch auf Bastis rechter Seite, ca. 2cm große Auswölbung

 

Leistenbruch erkennen: Die Diagnose Leistenbruch sollte ein guter und meerschweinchenerfahrener Tierarzt zuverlässig stellen können, dies setzt voraus, dass der Halter seiner Fürsorgepflicht nachkommt und bei jeder Auffälligkeit einen guten Tierarzt aufsucht. Ein Leistenbruch macht sich durch eine Wölbung im unteren Bauchbereich (Leiste) bemerkbar und ist meist einseitig.

Also: mindestens einmal wöchentlich beim TÜV mal das Schwein umdrehen und die Unterseite begutachten! Je früher Krankheiten erkannt und behandelt werden, desto größer die Heilungschancen! :-)

 


 

Hallo Zusammen!!!

 

 

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was im letzten Monat passiert ist - ich bin umgezogen *freu-muig*!!!

Nicht, dass es mir bei meiner Pflegemama nicht gefallen hätte! Die Unterkunft und die Verpflegung waren erstklassig, erzogen habe ich sie ja auch schon so, dass sie sofort auf mein Rufen angetrabt gekommen ist und mir die herrlichsten Leckerchen überreicht hat… außerdem hab‘ ich ihr mein Leben zu verdanken *jubel-muuuuuuiiiig*!!!!!

An einem Sonntag im November kamen zwei Gurkenschnippler mit einem großen Auto nach Römerberg angebraust. Irgendwie kamen die mir bekannt vor…. *überleg-brummen*…
Jedenfalls hat meine Pflegemama mich schnell noch mal gewogen (822 g!! Bin ja sooo stolz auf mich langsam krieg‘ ich Figur!) und hat mich in ein blaues, mit feinem Gemüse und Heu bestücktes Reiseabteil gesetzt *schmatz*.

Und wisst Ihr was das Allerschönste ist? Meine Freundin Cissy ist auch über den Waagen-Umweg mit in das Reiseabteil gehüpft hab‘ ich mich gefreut *hüpf-muig*!
Wir haben noch schnell ein paar Erbsenflocken in’s Köfferchen gepackt, unserer Pflegemama einen Abschiedsköttel hinterlassen und dann ging die Reise los… ich sag‘ Euch: War das eine rasante Fahrt *huuuuiii-muig*!

Angekommen gab’s erst mal was zu staunen: Auf dem Boden war ein riiiiiesiges Gehege aufgebaut mit einem Berg von diesem exquisiten Heu und einem prachtvollen Endiviensalat auf dem oben drauf - da haben wir große Augen gemacht! Cissy hab‘ ich dann gleich mal in die richtige Richtung gelotst sie hat ja ganz trübe Äuglein, da muss ich ihr ab und zu mal ein bisschen unter die Pfötchen greifen.

Ich kann Euch sagen: Dann ging‘ die Show erst richtig los! Plötzlich waren wir zu siebt!

Hamlet, Cookie, Salomee, Laina (alle ehemalige SOSler) und Stella wuselten mit uns durch’s Gehege. War das ein großes Hallo!!!!

Wir haben alle ganz schnell Freundschaft geschlossen und dann zusammen den Heuberg zerstört und den Salatkopf vernichtet.

 

Wenig später durften wir alle zusammen das große, frisch hergerichtete Appartement beziehen, wo wir uns alle erstmal ein kleines Nickerchen gegönnt haben. War ja alles so aufregend!
Im Traum ist mir dann auch eingefallen, woher ich diese Zweibeiner kenne! Die haben mich besucht, als ich noch gaaaanz krank und schwach war. Sie haben meiner Pflegemama damals schon gesagt, dass sie mich gerne umsorgen möchten. Ist das nicht schön?
Natürlich habe ich noch am gleichen Abend und zwar nach dem Abendbrot getestet, ob die beiden auch funktionieren. Und siehe da: Ein kleiner, wirklich leiser (ehrlich!) Quiek und schon standen sie mit Erbenflocken vor mir!

Bevor ich es vergesse: Ich suche noch liebe Paten, die es mir möglich machen, noch gaaaanz lange nach Leckerchen zu betteln *hihi-muig*!
Ich verspreche auch, immer ganz artig meine Schilddrüsentabletten morgens und abends zu nehmen!

Ich lass‘ bald wieder was von mir hören versprochen mit Pfötchen drauf!

Eure Peppsy,

die nun in der neuen Patentierpflegestelle Malsch zu Hause ist.

 

 


 

Tessa und Tonja wurden aus Zeitgründen bei uns abgegeben. Die beiden Weibchen stammen aus Außenhaltung und sind noch etwas schüchtern, sodass sie sich erstmal etwas eingewöhnen müssen. Anfragen für die beiden hübschen und verträglichen Damen werden aber gerne jetzt schon entgegen genommen und wir freuen uns, wenn sie (und all unsere anderen Schützlinge) bald ein neues dauerhaftes Heim bekommen :-)

 


 

In der Patenschweinchenrubrik herrscht munteres treiben: mal kommen neue dazu, weil sie so krank oder alt zu uns kommen, dass sie nicht mehr vermittelt werden sollen und mal nimmt die Zeit ihren Lauf und ein Patenschweinchen verlässt uns...

Alisi ist in die Patentierarbteilung gezogen, weil sie nächsten Monat sage und schreibe 9 Jahre alt wird! Sie musste ihr altes Zuhause leider zusammen mit Twister, Larissa, Shy, Noelia und Kiowa (die sich demnächst als Vermittlungsschweinchen präsentieren) verlassen, da sich die Lebensumstände der Halterin stark verändert haben und somit mussten alle Schweinchen inkl. dem nicht SOS-Schweinchen Alisi schwerenherzens zurück- bzw. abgegeben werden.

Alisi ist für ihr Alter eine sehr rüstige Rentnerin und ihre Lieblingsbeschäftigung heißt: fressen! :-D

Damit sie ihrem Pflegezweibein in der Patenpflegestelle Neuhofen nicht die Haare vom Kopf frisst, muss ständig und ausreichend für Nachschub gesorgt werden; dabei wären liebe Zweibeins sehr hilfreich, die eine Patenschaft für die hübsche rote Dame mit dem weißen Krönchen übernehmen möchten... :-)

FUTTEEEEERRRR!!!!! laughing

 


 

Wie schon im Newsbericht zur Rücknahme von Inevera erwähnt, kam sie mit Joker und einem weiteren Weibchen zurück zu uns in den Verein.

Bei einem Besuch von Joker und Inevera im November diesen Jahres waren wir überrascht, denn der eigentliche Eigenbau mit Etage bestand nun nur noch aus der Etage, da das ursprüngliche Gehege kaputt gegangen ist. Die Etage bot aber für drei Tiere nicht ausreichend Platz. Ein Neubau war bereits geplant, jedoch zeigte Joker einen recht schlechten Allgemeinzustand, sein Gang war stelzenartig und er hatte einen Penisvorfall. Der letzte Tierarztbesuch lag schon einige Monate zurück und somit war die Dosierung der Medikamente, die Joker bekam, mittlerweile nicht mehr ausreichend.

Die Halterin war sehr bemüht und ging liebevoll mit den Tieren um, allerdings reichte die ärztliche Versorgung und die Krankenpflege in diesem Fall nicht aus. Somit schlugen wir der Halterin vor, dass Joker bei uns im Verein als Patentier gepflegt und versorgt wird und das Weibchen, das mittlerweile schon über 7 Jahre ist, für ihn als Gesellschaft bei ihm bleiben darf. Damit Inevera nicht alleine zurück bleibt, haben wir sie wieder aufgenommen und sie ist bereits unter den Vermittlungsschweinchen zu finden.

Wie ein Besuch beim Tierarzt herausgestellt hat, sind bei Joker der vierte und fünfte Lendenwirbel nach einem Unfall zusammengewachsen, daher nimmt Joker beim Laufen eine Zwangshaltung ein. Vermutlich hat er deswegen eine nicht mehr erkennbare Hüftgelenksspalte und Entzündungsprozesse in den Knien.

Joker und Sanna wohnen nun in einer erfahrenen Patentierpflegestelle und werden rundum versorgt. Demnächst stellen sie sich auch in der Patentierrubrik vor und freuen sich über liebe Zweibeins, die sie mit einer Patenschaft unterstützen.

 


 

 

Es hört nicht auf:
 
am Sonntag, den 30.11.2014 ist unsere liebe Manjana verstorben.
Die zierliche, 7-jährige Dame bekam eine schwere Erkältung von der sie sich nicht mehr erholt hat. Morgens um 5.00 Uhr fanden ihre Pflegeeltern sie eingeschlafen vor.
Manjana war eine tapfere, liebe Maus, die erst im vergangenen Juni so wunderbar eine Augenentfernung überstanden hatte (wir berichteten).
 
 
Liebe Manjana, du warst ein grossartiges, ganz besonderes Schweinchen. Du wirst uns fehlen, kleine Piratin, komm gut an.
 

Als aktives Mitglied eines Tierschutzvereins erlebt man ja so manches traurige Schicksal, aber das von Neuzugang Zoria ist besonders schlimm und hat uns sehr getroffen...

Zoria wohnte mit einem anderen Weibchen bei einer Familie unter ungeregelten und problematischen Verhältnissen. Der 1m-Käfig war hierbei noch das geringste Problem, denn Futter und Wasser gab es nicht regelmäßig, da die Eltern die Verantwortung für die Tiere auf ihre Kinder übertrugen ohne dies zu kontrollieren.

Die Drogenprobleme des Vaters waren schließlich so schlimm, dass die Mutter mit den Kindern auszog, die Meerschweinchen jedoch in der Wohnung hinterließ. Der Mann kümmerte sich scheinbar nicht um die Tiere und überließ sie ihrem Schicksal, was für die Mitbewohnerin von Zoria den Tod bedeutete. Was muss das für die arme Zoria für ein traumatisches Erlebnis gewesen sein :-(

Eine Nachbarin, die selbst Meerschweinchen hat, wurde auf den Fall aufmerksam und nahm Zoria bei sich auf. Bei der Vergesellschaftung mit dem Rudel von Zorias Retterin gab es leider einen Unfall, bei dem Zorias untere Schneidezähne durch die Lippe gestochen sind. Daher nahm sie Kontakt zu uns auf und unsere Pflegestelle Ludwigshafen hat Zoria aufgenommen und unverzüglich dem Tierarzt vorgestellt.

Hier ist Zorias dicke Lippe zu sehen, bevor es zum Tierarzt ging, die Wunde hatte sich bereits entzündet:

Und hier das gleiche hübsche Näschen nach der Reinigung und dem Tierarztbesuch:


Die Wunde verheilt nun hoffentlich zügig, wenn die unteren Schneidezähne jedoch wieder hinein rutschen, muss das Loch zugenäht werden.

Wir hoffen und vermuten, dass Zoria bei der Vergesellschaftung im Pflegeschweinrudel der Pflegestelle Ludwigshafen weniger panisch sein wird, da sie nun erst einmal in Ruhe ankommen und ihre körperlichen und seelischen Narben auskurieren darf, bevor sie wieder in schweinische Gesellschaft kommt.

Wer sich hinter dem süßen rosa Näschen mit dem schwarzen Schönheitsfleck verbirgt, gibt es dann demnächst zu sehen, wenn sich Zoria im Vermittlungsbereich vorstellt... :-)

 


 

Bei all den Abgaben in der letzten Zeit waren leider auch einige Schweinchen dabei, die nicht mehr vermittelt werden können, da sie so krank, alt oder gehandicapt sind, dass sie einer besonderen Pflege, ein geschultes Auge oder keinen weiteren Wechsel mehr brauchen.

dazu zählen auch unsere Neuen Tico, Auri und Amara.

Tico haben wir zusammen mit Cecily wieder zu uns geholt, da sie in einem sehr schlechten Zustand und die Halter uneinsichtig waren. Leider waren ihre Baustellen (unbehandelten Zysten, Blasengries, dünner werden trotz Fressen) bei Cecily schon soweit gewachsen, dass sie es nicht mehr geschafft hat. Tico sollte eigentlich wieder in die Vermittlung gehen, aber auch bei ihm zeigte sich, dass nicht alles in Ordnung ist: beidseitig vergrösserte Nieren mit Zubildungen und noch dazu einen Herzfehler. Die Prognose für ihn ist denkbar schlecht, wir möchten ihm nun noch einen schönen Lebensabend in der Pflegestelle Ludwigshafen bereiten, damit er die Welt in guter Erinnerung verlassen kann.

Auri und Amara wurde zusammen mit Katrina und Denna (die sich demnächst auch in der Patentierabteilung vorstellen werden) von einer privaten Notstation an uns abgegeben. Alle sind schon sechs bis acht Jahre alt und sollen nun nach der Aufnahme keinen erneuten Wechsel in ihrem hohen Alter erfahren. Auri, das hübsche weiße Schweinchen, ist die Mutter von Amara (rot-weiß) und die beiden "kleben" zusammen wie Pech und Schwefel. Daher wollten wir die beiden auf ihre alten Tage auch nicht mehr auseinander reißen und so dürfen sie ihren Lebensabend in der Pflegestelle Seligenstadt verbringen.