Ammenmärchen und Irrtümer in der Meerschweinchenhaltung

 

Meerschweinchen gehören zu den ältesten Haustierrassen. Man sollte meinen, dass eigentlich alles über diese Tiere in Bezug auf Haltung, Ernährung usw. bekannt sein sollte Leider werden wir als Tierschutzverein immer wieder vom Gegenteil überzeugt und möchten hier nun auf einige weit verbreiteten Ammenmärchen und Irrtümer eingehen, die immer wieder durch verschiedenste Stellen in Umlauf gebracht werden.

 

 

Meerschweinchen können alleine gehalten werden

 

Oft wird gesagt, wenn man sich ausreichend mit dem Meerschweinchen beschäftigt, kann es  auch alleine gehalten werden und wird dadurch auch wesentlich zahmer. Viele Tiere mussten durch solch eine Aussage ein langweiliges und nicht artgerechtes Dasein fristen. Meerschweinchen sind Rudeltiere und verkümmern ohne einen Artgenossen. Auch an der Theorie, dass sie dadurch wesentlich zahmer werden würden, ist nichts Haltbares. Durch ein Partnertier werden sie meist sogar viel mutiger und leben auf. Mehr zum Thema Einzelhaltung von Meerschweinchen kann unter www.schweinzelhaltung.de nachgelesen werden.

 

 

Ein Meerschweinchen kann mit einem Kaninchen zusammen gehalten werden

 

Diese Konstellation ist dann zu finden, wenn z.B. das eine Kind ein Meerschweinchen möchte und das andere ein Kaninchen. Oder wenn kein Nachwuchs zur Welt kommen soll, man aber auch kein männliches Tier kastrieren lassen möchte. Wäre an sich eine tolle Sache, wenn sich die beiden Tierarten verständigen könnten und auch exakt die gleichen Futtergewohnheiten hätten.

Leider kommt das immer noch viel zu häufig vor, darum möchten wir hiermit noch mal an die Halter appellieren, „Gemeinsam sind diese beiden Tierarten einsam“. Es wurde sogar eine Versuchsreihe durchgeführt, bei der Meerschweinchen die freie Wahl blieb, ob sie mit einem Kaninchen zusammen sein wollten oder doch lieber alleine. 80% der Tiere waren lieber alleine! Wir denken, das ist sehr überzeugend. Nachzulesen ist dies hier: http://www.kaninchenforum.com/site/content/view/23/29/

 

 

Meerschweinchen sind langweilig

 

Ja, wenn sie alleine gehalten werden, kann dies sehr gut sein. Denn ohne Partnertier verkümmern sie und begrenzen ihre Lautäußerungen auf ein Minimum. Erst ab zwei Tieren oder besser noch einer größeren Gruppe sind das wirklich tolle Sozialverhalten und die vielen verschiedenen Laute der Meerschweinchen im kompletten Umfang zu beobachten. Natürlich muss man auch wissen, dass man von den Tieren keine Kunststücke erwarten kann,  denn es sind eben Beobachtungstiere. Jeder Halter sollte sich gut darüber informieren, bevor er sich Meerschweinchen zulegt, um eben nicht von falschen Erwartungen enttäuscht zu werden.

 

 

Böcke können nicht zusammen gehalten werden

 

Auch dies ist ein Ammenmärchen, was sich hartnäckig hält. Bei der Bockhaltung müssen eben nur einige wichtige Dinge beachtet werden. Diese können hier nachgelesen werden: http://www.diebrain.de/Iext-bock.html

 

 

Böckchen vertragen sich nur, wenn sie Geschwister sind!

 

Oft funktioniert dies sogar, aber auch gerade diese Kombination birgt Probleme ,die spätestens in der Rappelphase auftauchen. Zwei gleichaltrige Tiere kommen auch gleichzeitig in die Geschlechtsreife und wollen gleichzeitig ihre Kräfte austesten, wenn die Tiere dann nun gleichstark sind, werden sich diese so sehr verkrachen, dass eine weitere gemeinsame Haltung oft nicht mehr möglich ist.

 

 

Böcke werden nach der Kastration ruhiger

 

Verstehen sich Bockgruppen nicht mehr, raten einige Tierärzte immer noch dazu diese kastrieren zu lassen, da sie dadurch ruhiger werden und sich dann auch wieder verstehen würden. Dies trifft so aber nicht zu, Meerschweinchen verändern eben nicht ihr Verhalten, wie es bei Hunden, Katzen und sogar Kaninchen bekannt ist. Das bedeutet, eine Kastration bringt die Böcke auch nicht wieder zusammen, ist aber sinnvoll, da nach einer 6wöchigen Absitzzeit nach der Kastration,die Böcke mit Weibchen vergesellschaftet werden können. Natürlich gibt es auch vereinzelt Fälle, bei denen es doch mit einer Kastration geklappt hat.

Nur bei wenigen Böcken ist der Hormonhaushalt verantwortlich für ein dominantes Verhalten,  und nur in diesem Fall kann eine Kastration helfen. Meistens funktionieren Gruppen dann nicht, wenn die Tiere in ihrer Entwicklungszeit kein ausreichendes Sozialverhalten erlernen konnten. Außerdem ist die Haltung der Böcke oft einfach falsch, u.a. zu kleines Gehege, zu wenige Abwechslung und keine ausreichenden Versteck- und Ausweichmöglichkeiten.

 

 

Böcke stinken

 

Hier muss man sich zuerst überlegen, liegt es wirklich an den Tieren, oder wird der Stall nicht ausreichend gesäubert. Meerschweinchen haben fast keinen Eigengeruch und nehmen deshalb diesen aus der Umgebung an. Bei Böcken gibt es aber wirklich etwas, warum sie eventuell riechen könnten. Sie besitzen eine Perinealtasche, welche sie zum Markieren des Reviers umstülpen, während sie mit den Popo über den Boden streifen. Dabei kann dann natürlich Streu usw. in der Tasche zurückbleiben und mit dem darin enthalten Sekret zu einem stinkenden Brei verkleben. Eigentlich können das die Böcke aber sehr gut selbst regulieren, bei älteren Tieren kann es aber sein, dass die Tasche ausleiert und dadurch deutlich mehr Ablagerungen darin zurückbleiben. Als Halter sollte man daher regelmäßig danach schauen und bei Bedarf die Tasche „ausräumen“. Wo genau die Tasche liegt und wie sie gesäubert werden kann, ist hier zu lesen: http://www.schweineban.de/seiten/meerschweinchen/info/perinealtasche.htm und hier http://www.salat-killer.de/perinealtasche/perinealtasche.html

 

 

Zwei Weibchen vertragen sich immer!

 

Auch unter Weibchen gibt es sehr dominante Tiere, welche das Unterwürfige meist nicht in Ruhe lassen und ständig durch das Gehege jagen. Oft kommt auch Unruhe in die Gruppe, wenn eines der Weibchen brünstig wird und kein Kastrat vorhanden ist, welcher aufreitet. In solchen Situationen hilft meist nur ein dominanter Kastrat, welcher sich bei Streitigkeiten schlichtend einmischt und natürlich bei einer Brünstigkeit der Weibchen aufreitet. Sehr dominanten Weibchen hilft es oft auch in eine große ausgeglichene Gruppe integriert zu werden.

 

 

Die Farbe und Rasse des Tieres bestimmen den Charakter!

 

Nein! Wie bei uns Menschen auch sagt dies gar nichts über seinen Charakter aus. Der Charakter wird geprägt durch die Gene, die Sozialisierung bei der Aufzucht, später durch die Gruppe und den Halter.

 

 

Meerschweinchen können Ratten fern halten

 

Dieses Ammenmärchen ist wirklich nicht tot zu kriegen! Es wird immer wieder behauptet, das hohe Quieken der Meerschweinchen tue den Ratten in den Ohren weh und hielte sie deswegen fern. Dem kann man aber nur bedingt zustimmen- Ja. die hohen Töne tun den Ratten nicht gut, sie bleiben dadurch aber nicht auf Dauer weg, denn Ratten sind sehr intelligente Tiere und merken, dass ihnen diese Töne nichts anhaben können und werden nach einiger Zeit eben wieder kommen.

 

 

Brot ist gut für die Abnutzung der Zähne

 

Dies wird sogar noch von einigen Tierärzten immer wieder weiter gegeben, wobei  gerade diese es besser wissen müssten! Meerschweinchen haben einen sehr harten Zahnschmelz, dadurch wird selbst hartes Brot von den Schneidezähnen sehr leicht durchgebissen, und ist somit für diese kaum von Nutzen. Dann geht der Transport weiter zu den Backenzähnen, bis das Brot dort ist, wird es schon mit Speichel benetzt und weicht dadurch sehr schnell auf. Das bedeutet, auch für die Backenzähne ist kein Nutzen zu erkennen. Es kann sogar eher das Gegenteil passieren! Das Brot weicht im Magen weiter auf und dehnt sich aus, dadurch wird das Tier zu schnell satt und frisst deutlich weniger Heu. Gerade aber das Heu ist wichtig für die Abnutzung der Zähne, da die Tiere durch den hohen Rohfaseranteil lange kauen müssen und durch diese lang andauernden Kaubewegungen sich die Zähne gegenseitig abschleifen. Dadurch dass weniger Heu zu sich genommen wird und sich die Zähne weniger abnutzen, kann es zu  gefährlichen und schmerzhaften Backenzahnbrückenbildungen kommen. So können die Tiere dann irgendwann gar nichts mehr fressen. Es wird somit mit dem Brot genau das Gegenteil dessen erreicht was man damit bezwecken wollte, ganz abgesehen davon, dass Bestandteile des Brotes nicht in eine gesunde Meerschweinchenernährung gehören (Getreide!)!

 

 

Meerschweinchen benötigen kein Wasser

 

Meerschweinchen benötigen wie jedes andere Lebewesen auch Wasser! Oft wird behauptet, die Tiere könnten sich ihren Wasserbedarf komplett aus dem Frischfutter ziehen. Natürlich besteht das meiste Obst und Gemüse zu mehr als 90% aus Wasser und oft ist es wirklich so, dass man seine Tiere kaum trinken sieht. Aber gerade im Sommer, wenn es sehr warm wird, benötigen die Meerschweinchen zusätzlich Wasser und auch wenn sie krank sind, Fieber haben oder Durchfall, benötigen sie deutlich mehr Wasser um nicht auszutrocknen. Ein Trinkflasche oder Wassernapf muss daher immer zur Verfügung stehen.

 

 

Meerschweinchen mit roten Augen sind krankheitsanfälliger

 

Diese Aussage hören wir als Notstation sehr oft und auch gerade deshalb scheuen sich viele Halter einem Meerschweinchen mit roten Augen ein neues Zuhause zu geben. Dabei ist diese These schlicht und ergreifend falsch. Rote Augen bedeuten nur, dass in der Iris keine Pigmente ausgebildet wurden, die dem Auge die „Farbe“ verleihen. Da keine Pigmente vorhanden sind, sind die Tiere natürlich lichtempfindlicher. Im Sommer dürfen alle Meerschweinchen aber generell nicht ungeschützt dem Sonnenlicht ausgesetzt werden und in Innenhaltung werden die Tiere sowieso weniger geblendet, so dass dieser kleine Nachteil eigentlich keiner ist.

 

 

Im Trockenfutter ist alles was ein Meerschweinchen benötigt

 

Diese Lüge wurde wohl von den Futtermittelfirmen in Umlauf gebracht. Gerne steht auf der Verpackung auch „Alleinfutter“. Gerade diese Lüge ist sehr tückisch, schon alleine die Zusammensetzung des Futters ist sehr ungesund und auch die verschiedenen Zusätze können starke gesundheitliche Probleme verursachen.

 

 

In der Eingewöhnungszeit sollen die Tiere nur Heu bekommen!

 

Dies bekommen die Halter gerne von verschiedensten Verkäufern in Zoohandlungen erklärt. Aber wieso? Ganz einfach: In fast allen Zoohandlungen bekommen die Tiere Wasser, Heu und Trockenfutter. Frischfutter ist eher selten und dann meist auch nur Karotten, da diese billig sind. Dies bedeutet natürlich, mit jedem neuen unbekannten Frischfutter muss der Halter langsam beginnen. Viele Halter sind dabei aber recht unerfahren und unsicher und schnell kann zuviel gefüttert werden. Die Meerschweinchen reagieren dann meist sehr schnell mit Blähungen und Durchfall. Gerade bei den oft sehr jungen Tieren aus den Zoohandlungen, die meist noch bei der Mutter hätten bleiben müssen, kann dies schnell lebensbedrohlich werden. Sollte das Tier sterben, wenden sich die Halter natürlich wieder an die Zoohandlungen und bekommen dann meist entweder ein kostenloses „Ersatztier“ oder ihr Geld zurück! Um dies einfach zu vermeiden, geben die Verkäufer oben genannten Satz an die Halter weiter!

 

 

Weibchen sollten einmal Junge bekommen

 

Dieser Satz kommt natürlich all denen gelegen, die gerne einmal Meerschweinchennachwuchs haben möchten. Aber wieso sollten sie einmal Junge bekommen? Als Argument wird angebracht, dass dadurch Zysten oder bösartige Gebärmutterveränderungen vermieden würden. Dazu gibt es keine ausschlaggebenden Facharbeiten und wenn man sich bei den Meerschweinchenhaltern und Züchter umhört, sind schon so einige Weibchen, die ein- oder mehrmals Junge hatten, an Eierstockzysten erkrankt.

 

 

Meerschweinchen wissen was sie fressen dürfen

 

Bitte verlassen sie sich nicht auf diese Aussage! Es könnte das Leben ihrer Tiere kosten! Unsere Meerschweinchen wachsen nicht mehr in freier Wildbahn auf, um wirklich alle Pflanzen ihrer Umgebung, ob giftig oder ungiftig, zu kennen. So kann sich in ihrem Gedächtnis und durch Weitergabe ihrer Mutter kein Überblick mehr über genießbare oder ungenießbare Pflanzen bilden. Die Meerschweinchen „verlassen“ sich daher voll und ganz auf den Halter und fressen das, was er ihnen anbietet. Dies bedeutet auch, dass bei ihrem Auslauf alle bedenklichen Zimmerpflanzen hochgestellt werden müssen.

 

 

Meerschweinchen sind ideale Haustiere für Kinder

 

Das Kinder gerne Meerschweinchen haben möchten, ist bekannt. Sie sind klein, kuschelig und es gibt sie in vielen Farben und Fellvarianten. Aber wie geeignet sind sie wirklich für Kinder und ab welchem Alter? Eltern müssen immer bedenken, die Hauptverantwortung liegt bei ihnen, auch können Kinder in der Pubertät schnell mal das Interesse verlieren und finden andere Hobbies und Freunde wichtiger. Dann liegt die komplette Versorgung der Tiere in den Händen der Eltern. Wie weit kann man seinen Kindern generell Verantwortung übertragen -- Futter geben, eventuell schon das Gehege reinigen? Beschäftigung? Beschäftigung bedeutet aber nicht kuscheln! Meerschweinchen sind keine Kuschel – oder Schmusetiere, es sind im Großen und Ganzen Beobachtungstiere, denen man den Auslauf immer wieder neu gestalten kann und sich daran erfreut, wie sie alles erkunden. Wünscht sich Ihr Kind ein reines Schmusetier, sollten Sie vom Kauf mehrerer Meerschweinchen wirklich absehen, das Kind würde nur enttäuscht sein.

 

 

Meerschweinchen sind Schmusetiere

 

Leider werden sie immer wieder gerne für die Kinder gekauft, da sie als ideale Kindertiere gelten und diese mit ihnen herumlaufen können, um sie zu "beknuddeln" und "betüddeln". Für die Meerschweinchen bedeutet dies aber Stress pur. Sie möchten nicht gerne hochgenommen oder gar gestreichelt werden. Viele Zeichen, welche die Tiere geben, werden dabei sogar oft missverstanden und die Halter legen es so aus, als würde es den Tieren gefallen. Holen Sie sich also bitte keine Meerschweinchen mit dem Hintergedanken, dass dies Tiere sind ,die sich gerne streicheln lassen. Dies kann von beiden Seiten aus nur zu Stress und Enttäuschungen führen.

 

 

Meerschweinchen sind anspruchslos

 

Dies steht so noch in vielen Ratgebern und verleitet viele Halter dazu, sich für Meerschweinchen zu entscheiden- Wenig Arbeit, wenig Dreck, kaum Zeit investieren, aber trotzdem ein Haustier.

Beschäftigt man sich aber wirklich mit den Bedürfnissen der Meerschweinchen, dann erkennt man schnell, so anspruchslos sind sie nicht wirklich. Sie benötigen ein genügend großes Zuhause und dies muss auch abwechslungsreich eingerichtet sein, zwei Häuser reichen da nicht wirklich aus. Das Gehege muss meist einmal die Woche sauber gemacht werden, wohin mit der Einstreu? Das oft angepriesene „Alleinfutter“ ist ungesund für die Tiere, sie wollen abwechslungsreich mindestens 2-3mal am Tag mit Frischfutter versorgt werden. Und Auslauf möchten sie dann bitte auch noch mehrere Stunden am Tag haben, dieser sollte natürlich auch gut strukturiert sein, sonst wird den Tieren schnell langweilig. Und auch Meerschweinchen können mal krank werden, dann kann es passieren, dass man mehrmals am Tag Medikamente geben muss, päppeln muss, fast jeden Tag zum Tierarzt fahren muss. So anspruchslos wie sie gerne dargestellt werden, sind sie nach dieser kleinen Auflistung nun nicht wirklich, dies sollte alles vor einer Anschaffung der Tiere bedacht werden.

 

 

Meerschweinchen halten die Krankheiten von Kaninchen fern

 

Viele Kaninchenzüchter haben Meerschweinchen mit in ihren Ställen, damit die Bakterien/Viren zuerst die Meerschweinchen befallen und nicht die Kaninchen. Was ist an diesem Ammenmärchen dran? Nichts! Man muss sich zuerst die Verdauung der verschiedenen Arten betrachten. Kaninchen können fast alle Vitamine aus ihrem Blinddarmkot selbst synthetisieren, können also auch mit einem mangelhaften Futterspektrum, solange genügend Heu vorhanden ist, eine lange Zeit überleben, ohne selbst Mangelerscheinungen zu zeigen.

Meerschweinchen können Vitamin C und auch eine weitere Anzahl verschiedener Vitamine nicht selbst herstellen, wie das Kaninchen können. Sie bekommen aber das gleiche Futter wie die Kaninchen und bekommen dadurch nach kürzester Zeit Mangelerscheinungen, das Immunsystem wird immer schwächer und sie werden dadurch natürlich anfälliger für Krankheiten. Dies erweckt dann den Anschein, die Krankheiten gehen immer zuerst auf die Meerschweinchen und nicht auf die Kaninchen. Das dies aber einfach an der falschen Ernährung liegen kann, ist den Haltern nicht bewusst!

 

 

Während der Eingewöhnungszeit, keine Versteckmöglichkeiten!

 

Meerschweinchen sind Fluchttiere und möchten sich bei unbekannten Situationen verstecken. Ihnen die Versteckmöglichkeiten zu nehmen grenzt damit schon an Tierquälerei und bedeutet für die Tiere enormen Stress. Stress bedeutet eine Schwächung des Immunsystems und dies kann wiederum zu Krankheiten führen. Meerschweinchen werden auch mit Versteckmöglichkeiten zutraulich, vielleicht dauert es etwas länger, aber diese Zeit sollte man seinen Tieren auch geben!

 

 

Meerschweinchen müssen geimpft werden

 

Oft fragen wir uns, wie dieses Gerücht seinen Lauf nehmen konnte. Es gibt keine Impfungen für Meerschweinchen. Oft werden Milbenbehandlungen als Impfung tituliert. Aber Impfungen haben normalerweise einen Langzeitschutz und sollten also einen weiteren Milbenbefall verhindern.

Dies ist hier aber nicht so, die Milbenbehandlung hilft nur gegen den akuten Befall. Auf manchen Züchterseiten liest man auch gerne „Meerschweinchen werden geimpft und mit Stammbaum verkauft“ Ein Milbenmedikament ist gleichzeitig ein Nervengift, es ist damit unverantwortlich einfach aus „Vorsorge“ das Tier zu behandeln.

 

 

Wenn das Meerschweinchen während dem Streicheln „schnurrt“ mögen sie das!

 

Genau hier werden die Meerschweinchen oft missverstanden und es wird als Laut des Wohlbefindens gedeutet und die Tiere werden dann weiter gestreichelt! Aber das Meerschweinchen will eigentlich damit sagen, dass der Halter damit aufhören und es wieder zu seinen Artgenossen setzen soll. http://www.cavias.de/musik.htm

 

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